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Media framing of the European crisis and the January 2015 Greek election
a comparative study of European news coverage
Sven Neubeck
Art der Arbeit
Magisterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Magisterstudium Publizistik-u.Kommunikationswissenschaft
Betreuer*in
Katharine Sarikakis
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.59423
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-25097.42775.336661-6
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die Europäische Krise, welche auf die Globale Finanzkrise von 2008 folgte, hatte weitreichende Auswirkungen auf Mitgliedsstaaten der Eurozone. Einige Mitgliedsstaaten mussten Kredite von anderen Mitgliedsstaaten oder von Europäischen Fonds annehmen. Auflagen dieser Kredite war eine Sparpolitik (Austerity), die strikte Budgetkontrolle und tiefe Einschnitte in Sozialsystem vorsah. Griechenland ist das am stärksten betroffene Land und litt nach den Sparprogrammen ab 2010 unter einer außergewöhnlichen Wirtschaftsrezession, bzw. Depression mit tiefgreifenden Folgen für Wirtschaft und Gesellschaft. 2015, nach fünf Jahren Sparpolitik, kam es zu einer Wahl, bei der zum ersten Mal eine neue linksgerichtete Partei die Sparpolitik beenden und einen neuen sozialen Diskurs einführen wollte. Diese Studie untersucht die Pressedarstellungen dieser Wahl in Deutschland, England, Griechenland und Spanien in dem Zeitraum von 2 Monaten vor der Wahl. Die Anwendung von Diskurs- und Framing-Analyse auf die Berichterstattung zeigt, dass die Presse die Wahl und die Europäische Krise hauptsächlich als politisches Problem auf nationaler Ebene in Griechenland darstellt. In einer qualitativen Analyse von Statements in der Berichterstattung deutet sich an, dass es eine nationale Agenda gibt, der die Zeitungen folgen und die in der konservativen britischen Presse den Brexit als nationale Lösung der Europäischen Krise vorweg nimmt. Die Akteure in der Berichterstattung sind hauptsächlich Repräsentanten nationaler Regierungen und Eliten. Die Berichterstattung stützt den hegemonialen und dominanten Diskurs und das Framing von Regierungen und Eliten, und damit auch die Sparprogramme als Lösung der Krise. Die Europäische Krise wird vereinfacht als Problem einzelner Mitgliedsstaaten dargestellt, die falsch auf die Krise reagierten. Die hegemonialen Frames und Diskurse werden nicht ausreichend diskutiert und in Frage gestellt, damit werden Teile der Gesellschaft, speziell junge Menschen werden nicht genügend repräsentiert. Die Presse verwirkt damit ihren Anspruch auf Orientierung und Information, womit ein Teil der aktuellen Krise des Journalismus erklärt werden könnte.
Abstract
(Englisch)
The European Crisis following the global financial crisis of 2008 had devastating effects on Member States of the Euro Area. Several Member States had to accept loans from European funding or from other Member states. Condition for these loans were strict budget control and the introduction of austerity and deep budget cuts in social spending as a remedy to the Crisis. Greece is one of these states and suffered as a result of the austerity program from unprecedented GDP decline and abnormal high levels of unemployment. In 2015, after 5 years of austerity measures, an election happened, where a left-wing party promised to challenge the discourse of austerity and social cuts. This study examines the European news coverage of quality newspapers in Germany, Great Britain, Greece and Spain in a period of nearly two months before the election. Through discourse and framing analysis, the study shows that news coverage happens mostly as a depiction of political problem definition on a national level. Qualitative statement analysis hints to national agendas of newspapers, where a Brexit is anticipated in parts of the English coverage. The actors in coverage are mostly administration representatives and elites. Overall, news coverage supports established and dominant discourses and the framing of administrations, and thus the continuation of austerity. The European Crisis is simplified as being the problem of one or few member states that fail to react in the right way to the Crisis. Contests of frames and discourses do not happen appropriately in newspaper coverage and parts of society, like young people, are excluded from representation. The newspapers fail to orientate and inform people appropriately and this could explain in parts the ongoing crisis of journalism.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
Framing Agenda-Setting Content-Analysis Discourse-Analysis Greece Europe Election 2015 Crisis
Schlagwörter
(Deutsch)
Framing Agenda-Setting Inhaltsanalyse Diskursanalyse Griechenland Europa Wahl 2015 Krise
Autor*innen
Sven Neubeck
Haupttitel (Englisch)
Media framing of the European crisis and the January 2015 Greek election
Hauptuntertitel (Englisch)
a comparative study of European news coverage
Paralleltitel (Deutsch)
Media Framing der Europäischen Krise und der Wahl im Januar 2015 in Griechenland : eine vergleichende Analyse der Berichterstattung in der europäischen Presse
Publikationsjahr
2019
Umfangsangabe
96 Seiten : Diagramme
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Katharine Sarikakis
Klassifikationen
05 Kommunikationswissenschaft > 05.20 Kommunikation und Gesellschaft ,
05 Kommunikationswissenschaft > 05.30 Massenkommunikation, Massenmedien: Allgemeines ,
05 Kommunikationswissenschaft > 05.32 Öffentliche Meinung ,
05 Kommunikationswissenschaft > 05.33 Pressewesen
AC Nummer
AC15722676
Utheses ID
52479
Studienkennzahl
UA | 066 | 841 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1