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Effects of placebo and nocebo on resting-state functional connectivity
Philipp Wagner
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Psychologie
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Psychologie
Betreuer*in
Claus Lamm
Mitbetreuer*in
Isabella Wagner
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.59534
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-22397.96806.816052-7
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die geglaubte Wirksamkeit an eine inaktiven Behandlung kann zu positiven oder negativen Behandlungsergebnissen führen, welche der Behandlung nicht zugesprochen werden kann. Dieser Effekt wird, je nach Richtung, als Placebo- bzw. Nocebo-Effekt bezeichnet. Es konnte vielfach gezeigt werden, dass beide Effekte wiederholt Aktivität in einem System von Gehirnregionen hervorrufen, welches an der Schmerzwahrnehmung beteiligt ist. Funktionelle Konnektivität im Ruhezustand, bei dem die spontane Konnektivität im Gehirn gemessen wird, kann eine Reihe räumlich getrennter Hirnregionen identifizieren, welche eine stark korrelierte neuronale Aktivität aufweisen. Diese werden auch als Ruhezustandsnetzwerke (RSNs) bezeichnet. Dabei gibt es Ähnlichkeiten zwischen den involvierten Gehirnarealen einiger RSNs und den Gehirnarealen, die beim Placebo- und Nocebo-Effekt involviert sind. Jedoch ob und wie der Placebo- und Nocebo-Effekt die funktionelle Konnektivität im Ruhezustand beeinflussen, ist noch unausreichend verstanden. Wir haben daher diese Einflüsse untersucht, indem wir die funktionellen Magnetresonanztomographie-Daten von 35 ProbandInnen im Ruhezustand untersucht haben. ProbandInnen unterliefen einer Placebo- oder Nocebo-Manipulation und wurden mit einer Kontroll Messung verglichen. Die Ergebnisse zeigten eine stärkere Aktivierung des medialen präfrontalen Cortex in der Nocebo-Gruppe für ein RSN, das dem sogenannten Default-mode-network entspricht. Des Weiteren wurde eine höhere Konnektivität zwischen RSNs in der Placebogruppe gefunden, die den Hirnstamm, Amygdala, insularen und anterioren Kortex umfassen. Dies entspricht einem Netzwerk, welches mit dem absteigenden Signalwegs der Schmerzunterdrückung assoziiert wird und Involviertheit im Placebo-Effekt aufweist. Diese Funde stützen frühere Ergebnisse kognitive Modulation des Placebo- und Nocebo-Effekts und zeigen deren Auswirkungen auf RSNs.
Abstract
(Englisch)
Believed effectiveness in an inactive treatment can lead to positive or negative responses not attributive towards the treatment. This effect, depending on the direction, is known as the placebo or nocebo effect, respectively. Evidence shows that both phenomena are repeatedly found in a brain areas involved in pain perception. Resting-state functional connectivity, the measurement of spontaneous activity can identify a set of separated brain regions which show highly correlated neuronal activity, known as resting-state networks (RSNs). The set of brain regions involved in placebo analgesia and nocebo hyperalgesia show spatial resemblance to some of the RSNs. Yet, whether and how placebo/nocebo manipulation influence resting-state connectivity is still poorly understood. To investigate these influences, we analysed the resting-state functional magnetic resonance imaging data from 35 participants after undergoing placebo/nocebo manipulation and compared it to a control condition. Within the nocebo group, we found increased connectivity of the medial prefrontal cortex in a network resembling the so-called default-mode network. Further, higher connectivity between-networks comprising brain regions of the brain stem, amygdala, insular and anterior cingulate cortex was found. This resembles a network typically associated with descending pathway for pain modulation and activity within this network is repeatedly found during the placebo effect. Thus, these findings support previous evidence of cognitive modulation during the placebo and nocebo effect.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
placebo nocebo resting-state functional connectivity medial prefrontal cortex somatosensory network default-mode network salience network
Schlagwörter
(Deutsch)
Placebo Nocebo Ruhezustand funktionale Konnektivität medialer präfrontale Cortex somatosensorisches Netzwerk Default-Mode-Network Salienz-Netzwerk
Autor*innen
Philipp Wagner
Haupttitel (Englisch)
Effects of placebo and nocebo on resting-state functional connectivity
Paralleltitel (Deutsch)
Einflüsse von Placebo und Nocebo auf funktionale Konnektivität im Ruhezustand
Publikationsjahr
2019
Umfangsangabe
37 Seiten : Illustrationen, Diagramme
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Claus Lamm
Klassifikation
77 Psychologie > 77.50 Psychophysiologie
AC Nummer
AC15534050
Utheses ID
52583
Studienkennzahl
UA | 066 | 840 | |
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