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Stigmatisierung von Menschen mit psychischer Erkrankung - Entstehung, Auswirkung und Ansätze zur Reduktion und Prävention
Magdalena Seidl
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Philosophie und Bildungswissenschaft
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Lehramtsstudium UF Englisch UF Psychologie und Philosophie
Betreuer*in
Sonja Werneck-Rohrer
DOI
10.25365/thesis.59651
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-22398.82234.286052-2
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Ein großer Teil aller gesundheitlichen Belastungen fällt auf den Bereich der psychischen Erkrankungen. Trotzdem bleiben die Mittel und Wege für psychiatrische Behandlung häufig unter dem notwendigen Bedarf. Einer der Hauptgründe dafür ist das Stigma, mit dem psychische Erkrankung und ihre Behandlung seit jeher betroffen sind. Trotz dem deutlich vorgeschrittenen Wissensstand und zahlreicher Initiativen zur Bekämpfung von Stigma, die in den vergangenen Jahrzehnten stattgefunden haben, erfahren Menschen mit psychischer Erkrankung immer noch Ausgrenzung und Diskriminierung, welche der erfolgreichen Behandlung dieser Erkrankungen im Weg stehen.
Eine Analyse der gängigen Literatur und wichtigsten Theorien der Stimga-Forschung der letzten Jahrzehnte, u. a. denen von Erving Goffman, Thomas Scheff, Bruce Link und Jo Phelan, zeigt, dass Stigma nach dem Prinzip des Labelling funktioniert, einer Person also ein Etikett angeheftet wird, anhand dessen die Person fortan identifiziert wird, und aufgrund dessen ihr häufig eine Kette an negativen Eigenschaften zugeschrieben wird. Durch Einflüsse wie Medien und Sprache werden gängige Falschannahmen ständig reproduziert, welche den Prozess der Stigmatisierung stetig weiter ankurbeln.
Die Reflexion von verschiedenen Anti-Stigma Programmen zeigt, dass der Stigmatisierung nur dann langfristig Einhalt geboten werden kann, wenn gezielte Aufklärung und Bildung der Gesamtbevölkerung in diesem Bereich stattfinden. Vor allem die Aufklärung von Jugendlichen wird häufig als zentraler Punkt zur erfolgreichen Stigma-Bekämpfung gesehen.
Im Zuge der vorliegenden Arbeit wurde eine kurze Aufklärungseinheit in drei Klassen einer mittleren berufsbildenden Schule durchgeführt. Die Evaluation dieser Aufklärung zeigt, dass schon kleine Impulse zu dem Thema psychische Erkrankung und Stigmatisierung zu positiveren, toleranteren und mitfühlenderen Einstellungen seitens der Jugendlichen führen können.
Abstract
(Englisch)
A significant part of all health risks lies in mental illnesses. Still, the provided resources do often not cover the essential needs of this area. A major cause of this inequality is the social stigma of mental illness and its treatment. Even though knowledge in this area has expanded remarkably and various initiatives against stigma haven been executed, people with mental illness do still experience marginalization and discrimination, which often deprives them from chances of treatment.
An analysis of the recent decades’ most influential literature and major theories provided by i.a. Erving Goffman, Thomas Scheff, Bruce Link, Jo Phelan; shows that stigma works with a labelling principle, which ties a certain label to a person, who is then identified with this label and associated with various negative attributes. Media and language constantly reproduce popular misbeliefs and help moving on the stigma process.
A reflection of various anit-stigma-programs show, that stigma can only be reduced sustainably, by providing better education on this topic for the whole society. Especially the education of adolescents is seen as a central aspect of successful stigma-reduction. In the course of this thesis, a short informational session has been conducted in three upper secondary school classes. The evaluation of this session shows, that even minor impulses concerning the topic mental illness and stigma, can lead to more positive, tolerant and sympathetic attitudes among adolescents.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Englisch)
stigma mental illness
Schlagwörter
(Deutsch)
Stigma psychische Erkrankung
Autor*innen
Magdalena Seidl
Haupttitel (Deutsch)
Stigmatisierung von Menschen mit psychischer Erkrankung - Entstehung, Auswirkung und Ansätze zur Reduktion und Prävention
Publikationsjahr
2019
Umfangsangabe
99 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Sonja Werneck-Rohrer
Klassifikationen
77 Psychologie > 77.61 Einstellung, Vorurteil, Beeinflussung ,
77 Psychologie > 77.63 Soziale Interaktion, Soziale Beziehungen ,
77 Psychologie > 77.70 Klinische Psychologie ,
77 Psychologie > 77.99 Psychologie: Sonstiges ,
79 Sozialpädagogik > 79.18 Soziale Arbeit mit Minderheiten ,
79 Sozialpädagogik > 79.99 Sozialpädagogik, Sozialarbeit: Sonstiges
AC Nummer
AC15531979
Utheses ID
52689
Studienkennzahl
UA | 190 | 344 | 299 |
