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Der Balkankrieg im Spiegel der österreichischen Presse
Ana Sikima
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Betreuer*in
Wolfgang Duchkowitsch
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.5877
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30148.80726.278863-0
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
In der Mitte der 90er Jahre ist der Balkankrieg das internationale Nachrichtenthema gewesen. Es wurde von Grausamkeiten, den Flüchtlingen, sowie von diversen Untätigkeiten der Welt berichtet. Jedoch hat mich zu dieser Zeit verwundert, dass der Bösewicht ein aggressives Serbien ist, oder es sind bosnische Serben, denen gewaltsames Verbrechen unterstellt wird. Glaubwürdig im Balkankrieg ist, wie in jedem anderen Krieg, dass die bosnischen Serben schweres Unrecht begangen haben. Doch unklar war mir, wie es sein kann, dass nur eine Partei als die „angreifende Partei“ dargestellt wird und die anderen Kriegsteilnehmer blose „Verteidiger“ sind? Ist dieses in einem so lang andauernden Krieg denn möglich? Um all diese Fragen zu beantworten habe ich mich dieser Diplomarbeit gewidmet. Die Kriegsberichterstattung wurde von zwei Österreichischen Tageszeitungen untersucht um die Darstellung der drei Kriegsteilnehmer darzustellen. Eine der Hauptfragen die mich plagte ist jene, nach dem Grund warum immer eine Partei im Krieg zum Aggressor gekürt wird? Liegt die Ursache darin, dass die Berichterstattung somit für die Schaffenden vereinfacht wird indem es ein schwarzes Schaf gibt? Der Befund ist alles andere als positiv. In dem von mir untersuchten Bürgerkrieg ist festzustellen, dass die Presse selbst einen grossen Teil der schlechten Nachrichten bildete. Viele Geschichten wurden nicht nachrecherchiert. Journalisten waren nicht vor Ort. Vorgefertigte Informationen wurden einfach übernommen und breit getreten. Die Frage, warum die Serben in der Geschichte oft als aggressiv bezeichnet werden ist unklar. Ist es möglich, dass Gavrilo Princip die Alleinschuld für dieses Stereotyp trägt? Mein persönliches Conclusio liegt darin, dass nicht nur im Balkankrieg die Alleinschuld immer einer Partei zugesprochen wird. Nie darf der Rezipient dem geschriebenen glauben, schon gar nicht wenn es um einen Krieg geht. Denn für diesen sind immer zwei oder mehrere Beteiligte verantwortlich.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Balkankrieg Kriegsberichterstattung
Autor*innen
Ana Sikima
Haupttitel (Deutsch)
Der Balkankrieg im Spiegel der österreichischen Presse
Publikationsjahr
2009
Umfangsangabe
140 S. : graph. Darst.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Wolfgang Duchkowitsch
Klassifikation
05 Kommunikationswissenschaft > 05.01 Geschichte der Kommunikationswissenschaft
AC Nummer
AC08161872
Utheses ID
5275
Studienkennzahl
UA | 301 | 295 | |
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