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Konturen einer feministisch-postkolonialen Wissenschaftskritik der Wissenssoziologischen Diskursanalyse (WDA)
Johannes Stefan Korak
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Internationale Entwicklung
Betreuer*in
Claudia Brunner
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.59766
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29041.74362.163854-7
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Im Forschungsprogramm Wissenssoziologische Diskursanalyse (WDA) führt Reiner Keller (2011) die hermeneutische Wissenssoziologie mit den Diskurs-Ansätzen von Michel Foucault zusammen und entfaltet daraus eine eigene Forschungsperspektive. Die WDA setzt sich mit Diskursen als Gegenstände auseinander, wendet hermeneutische Verfahren an Textmaterialien an und bezieht zusätzlich qualitative Methoden der Sozialforschung, wie etwa Interviews, ein. Dieser Zugang zu Diskursen konnte in Kombination mit feministisch-postkolonialen Perspektiven bereits bedeutende Erkenntnisse zu Macht- und Herrschaftsverhältnisse (vgl. Brunner 2011) und für die Entwicklungsforschung (vgl. Heiß 2019) produzieren. Jedoch sind die wissenschaftskritischen Impulse feministisch-postkolonialer Theorie bisher kaum an die WDA herangetragen worden (vgl. Brunner 2013). In dieser Masterarbeit versuche ich mithilfe einer feministisch-postkolonialen Wissenschaftskritik an der WDA zur Bearbeitung dieser Forschungslücke beizutragen und Möglichkeiten zur Erweiterung des Forschungsprogramms zu erörtern. Dabei richte ich zu Beginn meinen Fokus auf den Epistemologie-Begriff, um im Anschluss die Wissenschaftskritik feministisch- postkolonialer Theorie an der WDA auszuführen und die sich daraus für das Forschungsprogramm ergebenden Konsequenzen darzulegen. Aus der Auseinandersetzung mit der WDA ziehe ich den Schluss, dass das Forschungsprogramm lediglich implizit epistemologische Annahmen anspricht. Ich führe meine feministisch-postkoloniale Wissenschaftskritik an der WDA mit dem Argument fort, dass aufgrund des fehlenden Einbezugs emanzipatorischer Werte das Forschungsprogramm weder die theoretischen Ideologien des Androzentrismus und Eurozentrismus reflektieren, noch das erkenntnisbringende Potenzial von Werten für die sozialwissenschaftliche Wissensproduktion nutzen kann. Jedoch zeige ich, dass diese Themen in der WDA an einigen Stellen bereits vorgezeichnet sind und eine intensivere Diskussion nahelegen. Eine weitere Konsequenz meiner feministisch-postkolonialen Wissenschaftskritik an der WDA betrifft Transnationalität. Das Forschungsprogramm würde nicht nur aus feministisch-postkolonialer Sicht von einem stärkeren Einbezug dieses Aspektes profitieren, sondern könnte somit näher an die Gegenstände der Entwicklungsforschung heranrücken. Zum Abschluss der Masterarbeit umreiße ich unter Einbezug meiner feministisch-postkolonialen Wissenschaftskritik an der WDA Überlegungen, an die Weiterentwicklungen und Anwendungen des Forschungsprogramms in der Entwicklungsforschung anschließen könnten.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Wissenssoziologische Diskursanalyse Feminismus Postkolonialismus Eurozentrismus Androzentrismus
Autor*innen
Johannes Stefan Korak
Haupttitel (Deutsch)
Konturen einer feministisch-postkolonialen Wissenschaftskritik der Wissenssoziologischen Diskursanalyse (WDA)
Publikationsjahr
2019
Umfangsangabe
141 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Claudia Brunner
Klassifikationen
02 Wissenschaft und Kultur allgemein > 02.02 Wissenschaftstheorie ,
70 Sozialwissenschaften allgemein > 70.02 Philosophie und Theorie der Sozialwissenschaften ,
70 Sozialwissenschaften allgemein > 70.03 Methoden, Techniken und Organisation der sozialwissenschaftlichen Forschung
AC Nummer
AC15694624
Utheses ID
52795
Studienkennzahl
UA | 066 | 589 | |
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