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Vielfalt als Chance
Migration als Herausforderung für den ORF; Ländervergleich und Zukunftsperspektive
Nadine Rosnitschek
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Betreuer*in
Michaela Griesbeck
DOI
10.25365/thesis.5888
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29572.33846.935663-7
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Das Thema Minderheiten in den Medien gewinnt in den letzten Jahren europaweit an Bedeutung. Der ORF hat im Gegensatz zu einigen anderen europäischen öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten bislang wenig für die Integration von Minderheiten im Programm sowie im Unternehmen selbst getan. In Anbetracht der Tatsache, dass 16% der Bevölkerung in Österreich einen Migrationshintergrund haben, ist es höchste Zeit, konkrete Maßnahmen zur Verbesserung der medialen Darstellung und Erhöhung der Partizipation von MigrantInnen seitens des ORF zu setzen. Ziel dieser Diplomarbeit ist es daher, den ORF, die NPS in den Niederlanden und den WDR in Deutschland hinsichtlich ihres Engagements im Bereich der Minderheitenberichterstattung zu vergleichen. Die daraus entstandenen Erkenntnisse bilden die Basis für den Entwurf einer Zukunftsperspektive des ORF bezüglich dessen Umgangs mit der Herausforderung Migration in Österreich.
Folgende Forschungsfragen wurden zu Beginn der Untersuchungen aufgestellt:
- F1 Welche Bedeutung hat die Berichterstattung über Minderheiten für eine öffentlich-rechtliche Fernsehanstalt?
- F2 Inwiefern weist der ORF gegenüber dem WDR und der NPS Unterschiede in der Berichterstattung über Minderheiten auf?
- F3 Wie wird sich der Bereich Minderheitenberichterstattung im ORF in der Zukunft verändern? Welche Ziele gibt es?
- F4 Wie könnte eine für Österreich optimale Form der Minderheitenberichterstattung beim öffentlich-rechtlichen Fernsehen aussehen?
Zur Beantwortung dieser forschungsleitenden Fragen wurden zunächst im Zuge der Literaturrecherche ausgewählte Studien zusammengefasst und hinsichtlich der Bedeutung von Minderheitenberichterstattung für das öffentlich-rechtliche Fernsehen interpretiert. Ein Handbuch für Fernsehschaffende, das ‚Diversity Toolikit’ der European Broadcast Union (EBU) aus dem Jahre 2007 diente als theoretische Grundlage für die empirische Untersuchung. Als Methode dafür wurde das leitfadenorientierte ExpertInneninterview gewählt. Nach Erstellung von Interviewleitfäden wurden fünf Experten der ausgewählten Rundfunkanstalten befragt. Für den WDR und die NPS beantworteten die jeweiligen Diversitäts- und Integrationsbeauftragten telefonisch die nötigen Fragen. Für den ORF, der keinen solchen Beauftragten besitzt, stellte sich der Public Value Beauftragte und zwei Experten aus dem Human Resources Management für Interviews zur Verfügung. Zentrales Ergebnis der Expertenbefragung waren klare Mängel beim ORF im Vergleich zu den Vergleichssendern auf dem Gebiet des Programmangebotes für Minderheiten, der Rekrutierung von MigrantInnen sowie auf struktureller Ebene. Konkrete Maßnahmen und Zukunftspläne zur Verbesserung dieser Situation sind innerhalb des ORF gegenwärtig nicht geplant. Das Endergebnis der Forschung im Rahmen der Diplomarbeit ist daher eine Tabelle mit Empfehlungen für Maßnahmen, welche die Zukunft der Minderheiten im ORF verbessern könnten.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Migration Minderheiten Medien ORF WDR NPS
Autor*innen
Nadine Rosnitschek
Haupttitel (Deutsch)
Vielfalt als Chance
Hauptuntertitel (Deutsch)
Migration als Herausforderung für den ORF; Ländervergleich und Zukunftsperspektive
Paralleltitel (Englisch)
Diversity as a chance
Publikationsjahr
2009
Umfangsangabe
117 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Michaela Griesbeck
Klassifikation
05 Kommunikationswissenschaft > 05.36 Fernsehen
AC Nummer
AC07751891
Utheses ID
5283
Studienkennzahl
UA | 301 | 295 | |
