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Haustiere als emotionale Unterstützung für Personen mit Borderline-Persönlichkeitsstörung
Claudia Jennel
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Psychologie
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Psychologie
Betreuer*in
Dorothea König
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-25121.43778.879370-8
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die Beziehung zwischen Mensch und Tier ist ein Forschungsgebiet, das immer mehr in den Fokus der Aufmerksamkeit rückt. Dabei zeigt sich, dass Haustiere für Menschen eine tragende Rolle einnehmen können. Personen mit einer Borderline-Persönlichkeitsstörung (BPS), die besonders durch eine dysfunktionale Emotionsregulation und Probleme im zwischenmenschlichen Bereich gekennzeichnet ist, fühlen sich häufig im Umgang mit Tieren sicherer als mit Menschen. Das Ziel der vorliegenden Arbeit war die Untersuchung, ob Haustiere eine emotionale Unterstützung für Personen mit BPS darstellen. Dafür wurde eine Online-Studie durchgeführt, bei der demografische Daten, Fragebögen zu psychischer Belastung, Borderline-Symptomatik, Emotionsregulation, emotionaler Unterstützung und Bindungsintensität zum Haustier bzw. Tieridealisierung abgefragt wurden. Die rekrutierte Stichprobe setzt sich aus N = 618 Männern und Frauen (86.6 %) zusammen, welche in vier Gruppen unterteilt wurden: Personen mit/ohne BPS jeweils mit/ohne derzeitiges Haustier. Die Ergebnisse zeigen, dass sowohl Personen mit BPS als auch Personen ohne BPS eine hohe Bindungsintensität zum Haustier aufweisen und in gleichen Maßen ihr Haustier als guten Freund, dem sie Gedanken und Sorgen anvertrauen, bewerten. Somit wird die Hinwendung zum Haustier als interpersonelle Emotionsregulationsstrategie genutzt. Bei der Analyse der habituellen Emotionsregulationsstrategien spielte der Haustierbesitz kaum eine bzw. keine Rolle. Es zeigt sich jedoch, dass Personen mit BPS im Vergleich zu Personen ohne BPS geringere emotionale Unterstützung durch andere Menschen wahrnehmen und generell dazu neigen, Tiere gegenüber Menschen zu idealisieren, was darauf schließen lässt, dass Per-sonen mit BPS eher Tiere als andere Menschen zur emotionalen Unterstützung nutzen. Diese Schlussfolgerung könnte eine wichtige Implikation für das Praxisfeld darstellen, indem Haustiere als soziale Ressource bei der psychologischen/therapeutischen Behandlung von Personen mit BPS berücksichtigt und einbezogen werden.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Borderline-Persönlichkeitsstörung Haustiere emotionale Unterstützung Emotionsregulation interpersonell sozial Tieridealisierung Emotion
Autor*innen
Claudia Jennel
Haupttitel (Deutsch)
Haustiere als emotionale Unterstützung für Personen mit Borderline-Persönlichkeitsstörung
Publikationsjahr
2019
Umfangsangabe
79 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Dorothea König
Klassifikationen
77 Psychologie > 77.46 Emotion ,
77 Psychologie > 77.70 Klinische Psychologie
AC Nummer
AC15554562
Utheses ID
52914
Studienkennzahl
UA | 066 | 840 | |
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