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"C'est un démon, vous savez, ce n'est pas un homme"
la mise en scène de la position marginalisée du poète maudit dans 'Une saison en enfer' de Rimbaud
Patrick Strasser
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Romanistik
Betreuer*in
Friederike Hassauer
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.59942
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-25121.33371.464177-1
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Ausgehend von der Diskursanalyse von Michel Foucault und Norman Fairclough, der Felder-Theorie von Pierre Bourdieu, der Theorie der Wertsysteme nach Bourdieu und Pan Wei, der Theorie der Ausgrenzung (Marginalisation) und der Identitätstheorie, untersucht diese Arbeit die Stellung Rimbauds als poète maudit, d.h. verwunschener Dichter zurzeit als er Eine Zeit in der Hölle verfasste. Die Fragestellung dieser Arbeit ist weniger, welche autobiographischen Niederschläge sich in dem Werk erkennen lassen, als vielmehr die Untersuchung, inwiefern die Stellung des verwunschenen Dichters von Rimbaud auf den Ich-Erzähler von Eine Zeit in der Hölle übertragen wird und welche Möglichkeiten diese Randstellung dem Autor bietet, um seinen Erzähler den Wechsel der Wertesysteme, wie er in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts in Frankreich stattfindet, erleben, kritisieren und am eigenen Körper durchspielen zu lassen. Des Weiteren werden die großen Diskurse, nämlich die Religion, der Begriff des Vaterlandes und die Übertragung der Geschichte eines Landes auf das einzelne Individuum, welches eine doppelte Verdammung erlebt, durch die Religion auf der einen und ein veraltendes Wertesystem auf der anderen Seite, herausgearbeitet und untersucht. Außerdem wird der Umgang des Ich-Erzählers mit Wissenschaftstheorien, die damals neue Ausgrenzungssysteme vorstellten, wie die rassistisch-biologistische Theorie eines Gobineaus, vor dem Hintergrund der Befreiung der AbeiterInnenschaft und dem Wandel der monarchistischen in eine demokratische Gesellschaft untersucht. Auch wird der Einfluss der Utilitaristen und der Saint-Simonisten auf das Bildungswesen des 19. Jahrhunderts zur Zeit des Second Empire in Frankreich betrachtet, ebenso wie die öffentliche Meinung als wesentlicher Faktor miteinbezogen wird, um den Zeitgeist der zweiten Hälfte und somit die Themen, auf die Rimbaud sich in Eine Zeit in der Hölle bezieht, besser verständlich zu machen und um das Forschungsfeld genauer zu definieren. Ebenso wird ein Versuch unternommen, die komplexe literarische Form des Texts Eine Zeit in der Hölle vor dem Hintergrund des literarischen Feldes des späten 19. Jahrhunderts zu definieren, unter Einbezug der strukturellen Parallelen, die das Werk aufweist mit dem Untergenre des persönlichen Romans, dem Genre der Tagebücher und unter Betrachtung der Nähe der Thematik der Höllenfahrt zu den großen Epen der Antike und der Divina Commedia.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Rimbaud Hölle Verwunschener Poet Marginalisierung
Autor*innen
Patrick Strasser
Haupttitel ()
"C'est un démon, vous savez, ce n'est pas un homme"
Hauptuntertitel ()
la mise en scène de la position marginalisée du poète maudit dans 'Une saison en enfer' de Rimbaud
Publikationsjahr
2019
Umfangsangabe
136 Seiten
Sprache
Beurteiler*in
Friederike Hassauer
Klassifikationen
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.94 Literarische Einflüsse und Beziehungen, Rezeption ,
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.97 Texte eines einzelnen Autors
AC Nummer
AC15538951
Utheses ID
52957
Studienkennzahl
UA | 066 | 149 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1