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Narzissmus 2.0 - Psychoanalytische Theorie als Ergänzung zu kommunikationswissenschaftlichen Theoriepositionen am Beispiel Instagram und Tinder
ein Anwendungsversuch
Theres Graf
Art der Arbeit
Magisterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Magisterstudium Publizistik-u.Kommunikationswissenschaft
Betreuer*in
Friedrich Hausjell
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.59964
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-25127.35148.538873-4
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Forschungsvorhaben und forschungsleitende Fragestellung: Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Bedeutung der Entwicklung moderner Kommunikationstechnologien für den Menschen und die Gesellschaft. Von der Annahme ausgehend, dass Entwicklung von Gesellschaft, Medien, Wirtschaft, Technologie und schließlich des Menschen selbst in wechselwirkender Beziehung zu einander stehen, werden kommunikationswissenschaftliche Theoriepositionen dargestellt und miteinander verbunden, die die Konzeption einer sozio-medialen Welt und Aussagen zu deren Entwicklung gestatten. Die forschungsleitende Fragestellung lautet dabei: Lässt sich psychoanalytische Theorie für die Konzeption des Menschen im Kontext medialer und gesellschaftlicher Entwicklung als Ergänzung zu kommunikationswissenschaftlicher Theorie erkenntnisstiftend verwenden? Für diese Arbeit wird dabei auf das Phänomen Narzissmus in Social Media fokussiert. Methodologie: Zur Annäherung an die gestellte Frage werden als zentrale kommunikationswissenschaftliche Theoriepositionen der symbolische Interaktionismus, sowie als dessen Weiterentwicklung der Mediatisierungsansatz herangezogen. Von Seiten der Psychoanalyse wird aufbauend auf psychoanalytischen Grundlagen ausgehend vom Narzissmusbegriff Sigmund Freuds das Narzissmuskonzept Otto Kernbergs dargelegt sowie das prinzipielle Potential der Psychoanalyse zur Gesellschaftskritik diskutiert. Nach Darlegung einiger für den Betrachtungsbereich der Arbeit als relevant erachteter gesellschaftlicher Entwicklungen des 20. Jahrhunderts findet sich als Kernstück der Arbeit eine Verknüpfung des symbolischen Interaktionismus und des Mediatisierungsansatzes mit psychoanalytischer Theorie. Schließlich wurden zwei mobile Social Media Services – Instagram und Tinder – als Beispiele für die mediale und gesellschaftliche Ausformung narzisstischer Tendenzen dargestellt. Ergebnisse: Die vorliegende Arbeit kommt zu dem Schluss, dass die Anwendung psychoanalytischer Theorie auf kommunikationswissenschaftliche und gesellschaftliche Fragestellung ein großes kritisches Potential aufweist und einen alternativen theoretischen Zugang zur Erschließung medialer Entwicklungen, insbesondere der Nutzungslogik von Medien ermöglichen kann. Weiters kann Psychoanalyse zu einer Interpretation der gesellschaftlichen Bedeutung medialer Entwicklung beitragen. Als relevantestes Risiko wurde dabei die Verzerrung in der Beobachtung gesellschaftlicher Phänomenen identifiziert, die durch ein fälschliches Übereinanderlegen von psychoanalytischer und sozialwissenschaftlicher Theorie entstehen können. Insgesamt regt die Arbeit eine weitere Auseinandersetzung mit psychoanalytischer Theorie im sozialwissenschaftlichen Kontext an und plädiert für die empirische Verwertung dieser Synthese.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
symbolischer Interaktionismus Mediatisierung Psychoanalyse psychoanalytische Theori mobile Social Media Instagram Tinder Persönlichkeitsstörung Narzissmus Web 2.0
Autor*innen
Theres Graf
Haupttitel (Deutsch)
Narzissmus 2.0 - Psychoanalytische Theorie als Ergänzung zu kommunikationswissenschaftlichen Theoriepositionen am Beispiel Instagram und Tinder
Hauptuntertitel (Deutsch)
ein Anwendungsversuch
Publikationsjahr
2019
Umfangsangabe
iii, 72 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Friedrich Hausjell
Klassifikationen
05 Kommunikationswissenschaft > 05.02 Kommunikationstheorie ,
05 Kommunikationswissenschaft > 05.12 Kommunikationsprozesse ,
05 Kommunikationswissenschaft > 05.20 Kommunikation und Gesellschaft ,
05 Kommunikationswissenschaft > 05.38 Neue elektronische Medien ,
77 Psychologie > 77.13 Tiefenpsychologie ,
77 Psychologie > 77.14 Psychoanalyse
AC Nummer
AC15571364
Utheses ID
52979
Studienkennzahl
UA | 066 | 841 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1