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"Welches Kind will schon, dass seine Eltern sich scheiden?"
über den Umgang Wiener Jugendlicher mit elterlicher Trennung
Vera Dafert
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Soziologie
Betreuer*in
Ulrike Zartler-Griessl
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.60007
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-25115.82063.789064-7
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Um Jugendliche als aktiv handelnde Personen und ihren Umgang mit elterlicher Trennung oder Scheidung besser verstehen zu können, wurde untersucht, wie Wiener Jugendliche im Alter von 13 bis 16 Jahren diese und damit einhergehende weitere familienstrukturelle Veränderungen erleben und welche Handlungsstrategien sie in diesem Kontext entwickeln. Ein besonderer Fokus wurde dabei auf das ihnen zur Verfügung stehende Unterstützungsnetzwerk gelegt. Konkret wurden 26 biographisch-narrative Interviews mit Jugendlichen sowie die von ihnen erstellten Netzwerkkarten aus der ersten Erhebungswelle der qualitativen Längsschnittstudie „Wege in die Zukunft“ mittels einer Verbindung aus Themenanalyse und dem Kodierverfahren der Grounded Theory analysiert. Als theoretische Grundlage für die Betrachtung der Wahrnehmung einer elterlichen Trennung oder Scheidung von Jugendlichen dienten stresstheoretische Perspektiven, die Konzepte der multiplen Transitionen, der familialen Instabilität und der diverging destinies sowie die family systems theory. Nach der elterlichen Trennung oder Scheidung nahmen die Jugendlichen ihre Position als aktiv Handelnde wahr und identifizierten in einem ersten Schritt eigenständig Trennungsursachen. In einem zweiten Schritt entwickelten die Jugendlichen, als noch wesentlich effektiveren Akt der Selbstermächtigung, Handlungsstrategien im Umgang mit der elterlichen Trennung oder Scheidung. Diese hatten zum Ziel, dem erlebten Kontrollverlust und dem vermissten Mitspracherecht bei Entscheidungen, die den Familienalltag betrafen, zu begegnen. Die Anwendung der Strategien (a) Unterstützung annehmen, suchen, anbieten, (b) Familienverständnis neu definieren und (c) Veränderungen annehmen oder ablehnen ermöglichte den Jugendlichen eine bessere Verarbeitung der elterlichen Trennung beziehungsweise Scheidung sowie das aktive Eingreifen in das eigene Erleben ihrer Nachscheidungsfamilie.
Abstract
(Englisch)
In order to contribute to a better understanding of adolescents as active agents and their own ability to deal effectively with parental separation or divorce, it was examined how Viennese adolescents between the ages of 13 and 16 experience parental separation or divorce and associated family structural changes, and which strategies of action they develop in this context. Particular attention was paid to their available support network. Specifically, 26 biographical-narrative interviews with adolescents, and associated ego-centric network maps from the first wave of the qualitative longitudinal study, "Pathways to the Future", were analysed using a combination of topic analysis and the use of integrative diagrams of the Grounded Theory. Stress theoretical perspectives, the concepts of multiple transitions, family instability and diverging destinies, as well as the family systems theory served as the theoretical basis in considering adolescents’ experiences of parental separation or divorce. After parental separation or divorce, the adolescents claimed their role as active agents and, as a first step, identified causes of parental separation or divorce. A second step involved the adolescents developing strategies for dealing with parental separation or divorce as an even more effective act of self-empowerment. The aim of these strategies was both to counter the experienced loss of control and the absence of the right to have a say in decisions affecting everyday family life. The application of the strategies (a) Accept, Seek and Offer Support, (b) Redefine Family Understanding and (c) Accept or Reject Changes enabled the adolescents to process parental separation or divorce more easily and to actively intervene in the perception of their post-divorce family.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
divorce separation adolescents coping strategies single-parent family stepfamily social network family relationships
Schlagwörter
(Deutsch)
Scheidung Trennung Jugendliche Handlungsstrategien Ein-Eltern-Familie Stieffamilie soziales Netzwerk innerfamiliale Beziehungen
Autor*innen
Vera Dafert
Haupttitel (Deutsch)
"Welches Kind will schon, dass seine Eltern sich scheiden?"
Hauptuntertitel (Deutsch)
über den Umgang Wiener Jugendlicher mit elterlicher Trennung
Paralleltitel (Englisch)
"What child would want his parents to divorce?" : how Viennese adolescents deal with parental separation
Publikationsjahr
2019
Umfangsangabe
114 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Ulrike Zartler-Griessl
Klassifikationen
71 Soziologie > 71.21 Familie, Verwandtschaft ,
71 Soziologie > 71.35 Kindersoziologie, Jugendsoziologie
AC Nummer
AC15544638
Utheses ID
53024
Studienkennzahl
UA | 066 | 905 | |
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