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„Act out loud!” - Szenisches Forschen mit Mädchen*
Körperwissen in feministischer und dekolonialer Wissenschaftspraxis
Linda Maria Raule
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Internationale Entwicklung
Betreuer*in
Gerald Faschingeder
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.60018
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-25114.29916.359073-4
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Wissen ist in Machthierarchien eingebettet und trägt zu einer Aufrechterhaltung von Unterdrückungsverhältnissen bei. Diese These behandelt die Autorin mit einer breiten Diskussion der Generierung von Wissen innerhalb der Wissenschaft und diskutiert im ersten Teil der Arbeit aus feministischer und dekolonialer Perspektive, wie Wissenschaft an sich „anderes“ Wissen unterdrückt oder nicht als „Wissen“ anerkennt. Dazu gehört sowohl Wissen, das nicht der männlich weißen und heteronormativen Norm entspricht, als auch Wissen, das nicht rein rational erfasst wird – das Wissen des Körpers. Um diesen Prozess hierarchisierender Wissensproduktion aufzubrechen, führt die Autorin eine transdisziplinäre Theater- Aktionsforschung (TAR) mit Methoden des Theaters der Unterdrückten (nach Augusto Boal) durch. Forschungspartner*innen sind in Wien lebende Mädchen*, deren Stimmen in einer patriarchalen Gesellschaft oftmals wenig Gehör finden. Die Autorin zeichnet im zweiten Teil der Arbeit den Prozess der Entwicklung des Theaterstücks nach, analysiert die durch die Mädchen* empfundenen Unterdrückungen mit vielfältigen Methoden (Grounded Theory, Bildanalyse, Dichte Beschreibung) und diskutiert diese. Dabei wird insbesondere die Aufmerksamkeit auf die Sprache und das Wissen des Körpers gelenkt. Letztlich argumentiert die Autorin, dass die Unterdrückungsmechanismen, die in der Wissenschaft herrschen, sich in den Alltagserfahrungen der Mädchen* widerspiegeln. In transdisziplinärer Theater- Aktionsforschung wird der Körper positiv neu besetzt, aktiviert und zum Handeln inspiriert. Diese Form der Forschung kann den Kanon partizipativer, transdisziplinärer und feministischer Perspektiven in der Wissenschaft erweitern.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Theater der Unterdrückten epistemische Gewalt feministische Wissenschaftskritik dekoloniale Wissenschaftskritik Körperwissen Partizipative Theater-Aktionsforschung
Autor*innen
Linda Maria Raule
Haupttitel (Deutsch)
„Act out loud!” - Szenisches Forschen mit Mädchen*
Hauptuntertitel (Deutsch)
Körperwissen in feministischer und dekolonialer Wissenschaftspraxis
Publikationsjahr
2019
Umfangsangabe
107 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Gerald Faschingeder
Klassifikation
02 Wissenschaft und Kultur allgemein > 02.13 Wissenschaftspraxis
AC Nummer
AC15719209
Utheses ID
53035
Studienkennzahl
UA | 066 | 589 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1