Detailansicht

Raffael und die Praxis des Verschenkens von Zeichnungen in der italienischen Renaissance
Stephanie Andrea Sailer
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Kunstgeschichte
Betreuer*in
Achim Gnann
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-25119.47145.302760-3
Link zu u:search
(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Es ist nicht bekannt, dass Raffael sogenannte Geschenkzeichnungen angefertigt hätte - ganz im Gegensatz zu Leonardo da Vinci oder Michelangelo Buonarroti, die besonders außerordentliche Zeugnisse der Zeichenkunst als autonome Kunstwerke schufen um sie nahestehenden Personen zu schenken. Vielfach unbemerkt blieb daher, dass diverse Primärquellen von Raffaels großzügiger Praxis des Verschenkens von Zeichnungen berichten. Diese Arbeit untersucht daher einerseits, wie sich Raffaels Vorgehen in eine in der italienischen Renaissance verbreiteten Tradition des Schenkens einschreibt und sich andererseits von der Gattung der klassischen Geschenkzeichnungen unterscheidet. Dafür wird mit Hilfe von schriftlichen und bildlichen Quellen (Briefe, Notizen, Vitenbeschreibungen, Zeichnungen) der Kontext der einzelnen Zeichnungstransfers rekonstruiert, um die zentralen Fragen nach Empfänger und Intention der Geschenke zu beantworten. Außerdem wird versucht die Objekte selbst zu identifizieren und sie hinsichtlich ihrer ursprünglichen Funktion und Motive zu analysieren. Dadurch soll ein umfassendes Bild von Raffaels Einsatz von Zeichnungen als Geschenke vermittelt werden, welche diese Funktion meist erst in einem zweiten Moment nach deren Verwendung im eigenen Werkstattprozess erhielten und somit ursprünglich nicht in Hinblick auf einen Besitzerwechsel entstanden waren. Zudem erlaubt diese Untersuchung einen Einblick in die Sozialgeschichte des Künstlers, indem Raffaels Verhältnis zu den Künstlerkollegen und Auftraggebern, die als Empfänger der Zeichnungen identifiziert werden konnten, erörtert wird. Zu guter Letzt leistet diese Arbeit auch einen wichtigen Beitrag zur Erforschung der Geschichte des Zeichnungsammelns, treten die Empfänger der Objekte doch als die frühesten Sammler der Blätter Raffaels auf.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Raffael Zeichnungen Geschenke
Autor*innen
Stephanie Andrea Sailer
Haupttitel (Deutsch)
Raffael und die Praxis des Verschenkens von Zeichnungen in der italienischen Renaissance
Publikationsjahr
2019
Umfangsangabe
174 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Achim Gnann
Klassifikationen
20 Kunstwissenschaften > 20.30 Kunstgeschichte: Allgemeines ,
20 Kunstwissenschaften > 20.70 Europäische Kunst: Allgemeines
AC Nummer
AC15534036
Utheses ID
53168
Studienkennzahl
UA | 066 | 835 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1