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Instrumentalisierung der Erinnerung an die "Türkenbelagerung" 1683 im Austrofaschismus und der Zweiten Republik
Lukas Schmidinger
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Lehramtsstudium UF Geschichte, Sozialkunde, Polit.Bildg. UF Englisch
Betreuer*in
Brigitte Bailer-Galanda
DOI
10.25365/thesis.60273
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-26558.80369.286966-3
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Arbeit untersucht die Instrumentalisierung des diskursiven Konstrukts der „Zweiten Türkenbelagerung“ durch politische und gesellschaftliche Akteure in Österreich im Austrofaschismus und der Zweiten Republik. Um zu zeigen wie Geschichte utilisiert werden kann wird die Theorie des „kollektiven Gedächtnisses“ von Aleida Assmann vorgestellt und veranschaulicht wie ein solches Gedächtnis in Bezug auf die „Zweite Türkenbelagerung“ funktioniert. Anhand einer Vielzahl an unterschiedlichen Quellen aus den Zeiträumen werden die Akteure zuerst identifiziert um anschließend zu zeigen welche Narrative rund um die „Türkenbelagerung“ 1683 jeweils zu welchem Zweck instrumentalisiert wurden. Außerdem werden beide Zeiträume verglichen. Im Austrofaschismus war neben der Bundesregierung und den mit ihr assoziierten Organisationen (Heimwehren, Vaterländische Front) vor allem die Katholische Kirche, die allerdings sehr stark mit der Bundesregierung kooperierte, an der Instrumentalisierung der Geschichtsbilder beteiligt. In der Zweiten Republik griffen die Katholische Kirche, die FPÖ und die „Identitäre Bewegung“ die „Türkenbelagerung“ auf, die beiden letztgenannten allerdings erst verstärkt nach dem 11. September 2001. Die Akteure versuchten durch Bezüge auf die Zweite „Türkenbelagerung“ das eigene Handeln zu legitimieren, schufen und verstärkten Feindbilder und stärkten dadurch im Gegensatz Teile der eigenen Identität. Während die drei Zwecke und die angewendeten Strategien in beiden Zeitabschnitten gleichblieben, so änderte sich welche Gruppe zum Feindbild gemacht wurde.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Türkenbelagerung FPÖ Identitäre Bewegung Katholische Kirche Austrofaschismus 1683
Autor*innen
Lukas Schmidinger
Haupttitel (Deutsch)
Instrumentalisierung der Erinnerung an die "Türkenbelagerung" 1683 im Austrofaschismus und der Zweiten Republik
Publikationsjahr
2019
Umfangsangabe
126 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Brigitte Bailer-Galanda
Klassifikation
15 Geschichte > 15.60 Schweiz, Österreich-Ungarn, Österreich
AC Nummer
AC15562777
Utheses ID
53268
Studienkennzahl
UA | 190 | 313 | 344 |
