Detailansicht
Elternschaft und Geschlechterrollen zwischen Persistenz und Wandel
eine biographieanalytische Studie zu Vorstellungen und Erfahrungen von Elternpaaren
Lisa Prochazka
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Philosophie und Bildungswissenschaft
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Bildungswissenschaft
Betreuer*in
Bettina Dausien
DOI
10.25365/thesis.60340
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-25123.35434.733465-5
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Masterarbeit beschäftigt sich mit den Lebensgeschichten von Müttern und Vätern. Im Forschungsfokus stehen die Erfahrungen von Eltern in ihren Rollen der Eltern- und Partnerschaft. Vor dem Hintergrund der Biographie wird zudem die Bedeutung von Elternschaft rekonstruiert. Dadurch soll ein Beitrag zu einem differenzierten Verständnis der Lebensphase Elternschaft geleistet werden.
Für diese Untersuchung bilden sozialkonstruktivistische, biographiewissenschaftliche und gendertheoretische Perspektiven die Grundlage. Den methodologischen Rahmen bildet die Grounded Theory. Die Basis der empirischen Untersuchung stellen vier biographisch-narrative Einzelfallinterviews dar, wovon zwei Interviews eines Elternpaares für die rekonstruktive Darstellung herangezogen wurden. Die Auswertung der Interviews erfolgte in Anlehnung an Schützes Narrationsanalyse (1983) sowie Dausien (1996).
Die Ergebnisse verdeutlichen, dass der Übergang zur Elternschaft einen bedeutsamen Wendepunkt im Leben von Elternpaaren markiert. In dieser Phase sind traditionelle Rollenteilungen begünstigt wodurch Frauen/Mütter diese Zeit durch Isolation und Überforderung persönliche Grenzerfahrungen erleben können. Flexible Arbeitszeiten und Unterstützung des sozialen Umfelds stellen besonders in dieser Phase wichtige Ressourcen dar.
In der Untersuchung wurde herausgearbeitet, dass scheinbar traditionelle als auch egalitäre Rollenentwürfe nebeneinander vorhanden sein können und in individueller Weise kombiniert werden. Charakteristisch ist in diesem Zusammenhang, dass der Aushandlungsprozess und die Gestaltung der Partner*innen- und Elternrollen als dynamisch veränderbar begriffen wird, orientiert an den individuellen Bedürfnissen der Paare.
Die Vorbildfunktion und Verantwortlichkeit für ein Kind kann die Auseinandersetzung und Reflexion über die bisherige Lebensführung und Zukunftsvorstellungen anregen. Die Ergebnisse haben gezeigt, dass gesellschaftlich und persönlich wirksame Normen sowie biographische Erfahrungsaufschichtungen Einfluss auf die Gestaltung und das Erleben von Eltern- und Partnerschaft nehmen.
Abstract
(Englisch)
This master’s thesis deals with the life stories of mothers and fathers. The focus of this study is on experiences and knowledge of parents within their roles in parenthood und partnership. Furthermore of interest is the meaning of parenthood in the light of the biography. The aim is a contribution of a differentiated understanding of parenthood as phase of life.
This study is based on perspectives of social constructivism, biography research and gender research. The methodological base provides the Grounded Theory. To collect empirical data four biographic-narrative-interviews were conducted. Two of these individual case interviews serve as illustration of the reconstruction in the master’s thesis. The analysis of the data is referring to Schütze (1983) and Dausien (1996).
The transition of parenthood means a (critical) turning point in life of parental couples, as results show. Within this period traditional role arrangements are likely. This can imply boundary experiences especially for women/mothers because of isolation, physical and mental overload. Flexible working hours and social environment support parents the most in this phase.
Another outcome of this study points out the coexistence of traditional as well as egalitarian role arrangements within a couple and a person and enables an individual combination of both. Characteristically in this context is that the negotiation and the organization of the roles in parenthood and partnership can be described as dynamic and processual. The orientations therefore are the individual requirements and needs of the couples.
The role model function and responsibility for a child can evoke analysis and reflexion of the way of living and the visions of the future. As the result clarifies societal and personal norms influence the organization and the experience of parenthood and partnership, as well as biographical stratification of knowledge.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Englisch)
biographical research parenthood gender rolesharing arrangements
Schlagwörter
(Deutsch)
Biographieforschung Elternschaft Geschlechter Rollenteilung
Autor*innen
Lisa Prochazka
Haupttitel (Deutsch)
Elternschaft und Geschlechterrollen zwischen Persistenz und Wandel
Hauptuntertitel (Deutsch)
eine biographieanalytische Studie zu Vorstellungen und Erfahrungen von Elternpaaren
Paralleltitel (Englisch)
Parenthood and gender roles between persistence and change
Publikationsjahr
2019
Umfangsangabe
189 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Bettina Dausien
Klassifikationen
AC Nummer
AC15547815
Utheses ID
53325
Studienkennzahl
UA | 066 | 848 | |
