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(Aus-)Sprache und Zugehörigkeit
Akzeptanz von Mehrprachigkeit und phonetischen Normabweichungen in der Aussprache des Deutschen im Kontext Schule
Anita Gibanica
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Lehramtsstudium UF Deutsch UF Psychologie und Philosophie
Betreuer*in
İnci Dirim
DOI
10.25365/thesis.60367
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-25098.71988.745559-9
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Sprache dient nicht nur als Kommunikationsmittel, sondern kann auch als Differenzmerkmal eingesetzt werden, um bestimmte Gruppen in der Gesellschaft, Politik und Institutionen zu konstruieren, denen unterschiedliche Werte zugeschrieben werden. Mittels Sprache werden Zugehörigkeiten markiert und infolgedessen Ausgrenzungen, Inferiorisierungen und Benachteiligungen legitimiert.
Von dieser Ausgangslage wurde im Rahmen der vorliegenden Diplomarbeit ein Forschungsvorhaben realisiert, dass die Sicht von Lehramtsstudierenden und -absolvent_innen der Universität Wien zu folgenden Fragen im Kontext von Schule beleuchten sollte: Welche Sprachen und welches Deutsch wird anerkannt bzw. akzeptiert? Welche Sprach(form)en bzw. Aussprachen genießen ein höheres und welche ein geringeres Prestige? Sind Korrektheit und Wortschatz der deutschen Sprache ausreichend für eine Anerkennung oder spielt auch die korrekte phonetische Aussprache eine Rolle? Wird es als negativ empfunden, wenn ein Migrationshintergrund in sprachlichen Äußerungen erkennbar ist? Bestimmen hierbei verschiedene Sprachen, sprachliche Varietäten oder Akzente, ob man ein- oder ausgeschlossen wird bzw. dazugehört?
Den Proband_innen wurden dahingehend verschiedene Aussprachevarianten (fremdsprachige Akzente im Vergleich zu Dialekten und Standardvarietäten) im Deutschen zur soziophonetischen Bewertung vorgelegt und darüber hinaus ihre Einstellungen zu Sprachhierarchien, Sprachgeboten und -verboten in der Schule erfragt. Die Auswertungsergebnisse wurden schließlich unter einer linguizismuskritischen Perspektive analysiert. Die empirische Untersuchung und Analyse der gewonnenen Daten soll nicht vorrangig zur Überprüfung bereits bestehender theoretischer Konzepte dienen, sondern Einblicke in die subjektiven Wertungen, Meinungen und Einstellungen von angehenden Lehrer_innen gewähren, die einen potentiellen Wandel in Schulen und in weiterer Folge in Österreichs Gesellschaft hinsichtlich der Gleichwertigkeit von verschiedenen (Aus-)Sprachen und der Abschwächung von inferiorisierenden Effekten bewirken können.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Aussprache Zugehörigkeit Fremdsprachige Akzente soziophonetische Wertungen Schule Mehrsprachigkeit Sprachhierarchien Linguizismus Linguizismuskritik
Autor*innen
Anita Gibanica
Haupttitel (Deutsch)
(Aus-)Sprache und Zugehörigkeit
Hauptuntertitel (Deutsch)
Akzeptanz von Mehrprachigkeit und phonetischen Normabweichungen in der Aussprache des Deutschen im Kontext Schule
Publikationsjahr
2019
Umfangsangabe
164 Seiten : Diagramme
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
İnci Dirim
AC Nummer
AC15555343
Utheses ID
53346
Studienkennzahl
UA | 190 | 333 | 299 |
