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Die Komplexität des Digitalen Zeitalters
ein Beitrag zur Komplexitätsforschung aus Sicht der Digital History
Raphael Besenbäck
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Geschichte
Betreuer*in
Wolfgang Schmale
DOI
10.25365/thesis.60514
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-13721.67226.634961-7
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
In der vorliegenden Masterarbeit wird ein Zusammenhang zwischen den gegenwärtig gehäuft auftretenden Begriffen Komplexität, digital und Digitales Zeitalter untersucht. Das geschieht über Komplexitätsforschung und Geschichtswissenschaft sowie deren theoretischen Grundla-gen zu Veränderung und Periodisierung. Darüber hinaus wird versucht, die Konzepte der Komplexität für die Geschichtswissenschaft nutzbar zu machen und einen erkenntnistheoreti-schen Beitrag zur naturwissenschaftlichen Modellierung der Komplexitätsforschung zu leisten. Deren Methodik von Big Data und Simulation ist untrennbar mit den Umbrüchen der Digitali-sierung sowie dem Fach der Digital Humanities verbunden, worin sich damit alle Untersu-chungsfelder treffen.
Komplexität wird im Zuge der Arbeit als systemisches Phänomen erfasst, was neben der dafür wichtigsten Eigenschaft der Emergenz weitere Konzepte aus der Komplexitätsforschung in-kludiert: Das Netzwerk, das Complex Adaptive System, Ordnung und Chaos sowie die Ver-bindung mit Entropie. Es folgt ein Blick auf den Begriff Information, der am Schnittpunkt von Modellierungen komplexer Systeme und Digitalisierung liegt. Ontologie und Erkenntnis-theorie werden am Verhältnis von Daten und Informationen sowie den Wirklichkeitsmodi der Digitalisierung diskutiert. Mithilfe von Überlegungen zu Periodisierung wird dann eine Syn-these entlang der von David Christian begründeten Big History und dem Modell einer Scienti-fic History vom Komplexitätsforscher David Krakauer versucht.
Es zeigt sich, dass Teile der Komplexitätsforschung und der Digital Humanities auf einem naturwissenschaftlichen Realismus beruhen. Diesem ist der Widerspruch einer beobachterun-abhängigen Beobachtung inhärent, der sich nicht mit der überzeugenden Position einer gesell-schaftlich konstruierten Wirklichkeit nach Berger/Luckmann kombinieren lässt. Unter einer bewussten epistemologischen Metareflexion können die Inhalte dennoch verwendet werden und lässt sich eine Einschätzung zum Digitalen Zeitalter abgeben. Komplexität ist nicht mess-bar, hat jedoch kausal verbundene Indizienkategorien: Ordnung, Struktur, Information, Ne-gentropie und Energie. Mit deren Hilfe lässt sich eine Verdichtung von Netzwerken durch Digitalisierung konstatieren. Darüber hinaus ist Emergenz das entscheidende qualitative Krite-rium. Soziale komplexe Systeme der Digitalisierung scheinen dem zu entsprechen, sind aber nicht eindeutig erfassbar. Völlig genügen würde den Anforderungen erst eine mögliche starke künstliche Intelligenz. Emergenz als zentrales Konzept der Komplexitätsforschung eignet sich dabei zur Bewertung des Ereignischarakters von Phänomenen und Perioden.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Komplexitätsforschung Digital History Digital Humanities Digitales Zeitalter Big Data Periodisierung Epoche
Autor*innen
Raphael Besenbäck
Haupttitel (Deutsch)
Die Komplexität des Digitalen Zeitalters
Hauptuntertitel (Deutsch)
ein Beitrag zur Komplexitätsforschung aus Sicht der Digital History
Publikationsjahr
2019
Umfangsangabe
174 Seiten : Diagramme
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Wolfgang Schmale
Klassifikationen
02 Wissenschaft und Kultur allgemein > 02.02 Wissenschaftstheorie ,
10 Geisteswissenschaften allgemein > 10.02 Philosophie und Theorie der Geisteswissenschaften
AC Nummer
AC15551175
Utheses ID
53473
Studienkennzahl
UA | 066 | 803 | |
