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August Strindberg
ein Suchender zwischen Wissenschaft, Kunst und Spiritualismus
Felix Kainrath
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Theater-, Film- und Medienwissenschaft
Betreuer*in
Brigitte Marschall
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.60546
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-25115.56309.646658-6
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Kunst offeriert eine andere Form der Erkenntnis im Vergleich zur Wissenschaft, sie kann Nicht-Fassbares sinnlich erfahrbar machen und eröffnet neue Räume für ungekannte Möglichkeiten. Die wissenschaftliche Forschung beruht auf einem lo-gisch-kausalen Denken, während die künstlerische Forschung mit ästhetischer Wahrnehmung experimentiert und so bewusst das erkennende Subjekt in den Fokus rückt. Der Fantasie kommt die wichtige Funktion des Herstellens von Verbindungen aufgrund von Ähnlichkeiten zu, wobei Kunst Wirklichkeit nicht mimetisch nachahmt, sondern Wirklichkeiten erschafft. August Strindbergs künstlerisches sowie wissenschaftliches Schaffen wird unter dem Licht der künstlerischen Forschung betrachtet und es zeigt sich, dass seine Arbeitsweise der Methoden der künstlerischen Forschung ähnelt. Während sich der Schriftsteller in seiner Frühphase thematisch mit dem Menschen und dessen Umwelt beschäftigte und der Frage nach Mimesis und Naturalismus nachgegangen war, brachte der Gerichtsprozess gegen sein Werk Heiraten einen Bruch mit sich, woraufhin sich sein Fokus auf innere Zusammenhänge und die menschliche Psyche verlagerte. In Berlin lernte er im Schwarzen Ferkel Künstler und Intellektuelle kennen, mit denen er monistische Wissenschaftstheorien, okkulte Handlungen und experimentelle Malerei erprobte. In Paris zu Strindbergs Inferno-Zeit experimentierte der Schriftsteller ausführlich mit Schwefel und anderen Stoffen und erlebte spiritistische Visionen, in denen sich ihm die Schöpfung offenbarte. Damals gelang ihm die Verbindung von monistischer Alchemie, Malerei und esoterischer Theosophie, die er zur Grundlage seines - wohlgemerkt wissenschaftlichen – Weltbildes machte. Seine Arbeitsweise und die verschiedenen Tätigkeiten, die er ausführte, sind alles Teil seiner Suche nach neuen Wahrnehmungsformen, die Erkenntnisse über Wirklichkeit hervorbringen, und die er in seinen literarischen Werken verarbeitete.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
Strindberg, August Artistic Research Science Art Spiritualism
Schlagwörter
(Deutsch)
Strindberg, August künstlerische Forschung Wissenschaft Kunst Spiritualismus
Autor*innen
Felix Kainrath
Haupttitel (Deutsch)
August Strindberg
Hauptuntertitel (Deutsch)
ein Suchender zwischen Wissenschaft, Kunst und Spiritualismus
Publikationsjahr
2019
Umfangsangabe
106 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Brigitte Marschall
Klassifikationen
02 Wissenschaft und Kultur allgemein > 02.10 Wissenschaft und Gesellschaft ,
02 Wissenschaft und Kultur allgemein > 02.16 Wissenschaftliche und kulturelle Zusammenarbeit ,
20 Kunstwissenschaften > 20.05 Kunst in Beziehung zu anderen Wissenschaftsgebieten ,
24 Theater > 24.06 Theatergeschichte
AC Nummer
AC15597968
Utheses ID
53500
Studienkennzahl
UA | 066 | 583 | |
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