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Crispijn van de Passe der Jüngere, "Le miroir des plus Belles Courtisannes de ce temps", Amsterdam 1635
Idee und Umsetzung eines Kurtisanenspiegels
Margot Bernhart
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Kunstgeschichte
Betreuer*in
Monika Dachs-Nickel
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.60559
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-25128.31357.203065-7
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Im Jahr 1630 publizierte der niederländische Künstler Crispjin van de Passe der Jüngere das Werk Le miroir des Courtisanes de ce temps, zu Deutsch: Spiegel der Kurtisanen dieser Zeit. Das Werk ist einzigartig und gewagt in der Zeit des Dreißigjährigen Krieges und dem Einzug der Calvinisten in den nördlichen Niederlanden. Der Kurtisanenspiegel ist ein Sammelwerk bestehend aus einem Titelblatt, verschiedensprachigen Einleitungen, einem graphisch gestaltetem Frontispiz, welches eine Bordellszene zeigt, und einer Serie von nahezu 40 Damenporträts, begleitet von verschiedensprachigen, vierzeiligen Versen. Die leicht anrüchige Stimmung des Frontispiz und die mit „schlüpfrigen“ Reimen begleitete Damengalerie geben dem Werk einen „pornographischen“ Eindruck, was für seine Zeit einzigartig ist. In einem Zeitraum von fünf Jahren wurde das Werk fünfmal neu aufgelegt und danach gab es weitere Publikationen basierend auf kopierten Platten. Ziel dieser Masterarbeit ist es, die Idee und Intention zur Entstehung des Kurtisanenspiegels zu erarbeiten und zu untersuchen, ob es sich bei der Porträtserie um tatsächlich lebende Kurtisanen handelt. Aufgrund der Kombination von Text und Bild treffen bei dieser Forschungsarbeit verschiedene wissenschaftliche Disziplinen aufeinander. Die Einleitungen und ausgesuchte Verse wurden übersetzt und ihr Inhalt im Kontext der Bilder analysiert. Das Frontispiz und die Porträts wurden mit zeitgenössischen Bildwerken verglichen. Für die Bordellszene konnten keine potentiellen Vorbilder gefunden werden, jedoch untermauern Parallelen zu graphischen Details von zeitgenössischen Blättern eine Datierung in die 1620er Jahre. Aufgrund der Wiederholung von Details und Physiognomien innerhalb der Damengalerie und der Tatsache, dass Prostituierte zu dieser Zeit keine Bildwürdigkeit besaßen, ist davon auszugehen, dass die abgebildeten Kurtisanen nicht tatsächlich existierten und es sich um aus Versatzstücken konstruierte Pseudoporträts handelt.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Crispijn van de Passe der Jüngere Kurtisanenspiegel Bordellszene Kurtisane
Autor*innen
Margot Bernhart
Haupttitel (Deutsch)
Crispijn van de Passe der Jüngere, "Le miroir des plus Belles Courtisannes de ce temps", Amsterdam 1635
Hauptuntertitel (Deutsch)
Idee und Umsetzung eines Kurtisanenspiegels
Publikationsjahr
2019
Umfangsangabe
213 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Monika Dachs-Nickel
Klassifikationen
20 Kunstwissenschaften > 20.01 Geschichte der Kunstwissenschaften ,
20 Kunstwissenschaften > 20.89 Kunstgeschichte: Sonstiges
AC Nummer
AC15560622
Utheses ID
53513
Studienkennzahl
UA | 066 | 835 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1