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Retrospektive Kohortenstudie über die Inzidenz von mit Pathophysiologien des Gehirns assoziierten Pneumonien bei PatientInnen mit Aufenthalt auf der Intensivstation
Jan Cerny-Schattauer
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Pflegewissenschaft
Betreuer*in
Antje Koller
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.60592
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-10843.05381.595054-1
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Hintergrund: Bei PatientInnen mit Schlaganfall tritt das Phänomen der Dysphagie wesentlich häufiger auf als bei denen ohne. Man kann davon ausgehen, dass dies auch für andere Erkrankungen mit einer Pathophysiologie des Gehirns zutrifft. Daten zu mit Dysphagie assoziierten Pneumonien bei anderen Gehirnerkrankungen als dem Schlaganfall sind jedoch selten. Die Einführung des “GUSS”, eines Screeninginstruments für Dysphagie, im Kompetenzbereich der Pflegepersonen reduziert bei PatientInnen mit Schlaganfall die Pneumonie-Rate. Daher ist davon auszugehen, dass der GUSS auch die Pneumonie-Rate in einer neurochirurgischen Intensivstation senken kann. Deshalb bildet deren Erhebung für das Klientel von neurochirurgischen Intensivstationen den Kern dieser Forschung, um darauf aufbauend die Einführung der GUSS durch die Verwendung fundierter theoretischer Rahmenwerke vorbereiten zu können. Ziel: Ziel dieser Studie war es, die Pneumonie-Inzidenz bei den auf der NCHI des Wiener Allgemeinen Krankenhauses vorkommenden Hirnerkrankungen zu untersuchen. Davon ausgehend kann die Einführung des GUSS durch den Einsatz fundierter theoretischer Rahmenbedingungen gezielt organisiert und geplant werden. Methode: Diese Studie war eine quantitative explorative retrospektive Kohortenstudie. Eingeschlossen wurden PatientInnen, die eine neurochirurgische Behandlung erhielten mit einem Aufenthalt auf der NCHI von mindestens fünf Tagen. Aussschlusskriterien waren VAP, Tracheotomie, ein Intensivaufenthalt von unter fünf Tagen, keine Pathologie des Gehirns und Transfer in ein anderes Krankenhaus innerhalb von sechs Tagen nach der Aufnahme. Ergebnisse: In drei Jahren wurden 230 Fälle (9,8%) eingeschlossen. Von diesen entwickelten zehn (4,3% [95% KI 1,6-6,9]) eine BPP. Odds Ratios für COPD (37,29 [95% KI 5,11-271,91]) und „eitriges Sputum/erhöhter Absaugbedarf“ (37,457 [95% KI 3,144-446,22]) waren signifikant im binär logistischen Regressionsmodell. Die Number Needed to Treat betrug 47. Schlussfolgerung: Die Inzidenzzahlen sind gering und die Einführung des „GUSS“ scheint nicht indiziert. Bei den PatientInnen mit COPD oder eitrigem Sputum/ erhöhtem Absaugbedarf wäre ein gezieltes Screening-Verhalten mittels den bestehenden Strukturen zu diskutieren. Alternativ wird die Etablierung einer Stabstellenposition für Dysphagie empfohlen.
Abstract
(Englisch)
Background: In patients with stroke, the phenomenon of dysphagia occurs much more often than non-stroke patients. It can be assumed that this also applies to other diseases which are based on a pathophysiology of the brain. However, data on dysphagia-related pneumonia in other brain diseases than stroke are rare. The introduction of the Gugging Swallowing Screen (GUSS), a screening instrument for dysphagia, in the area of competence of nurses, reduces the rate of pneumonia in patients with stroke. Therefore, one can assume that the GUSS may also reduce the rate of pneumonia in the neurosurgical ward setting. Aim: The aim of this study was to assess pneumonia rates in brain diseases that are seen on the neurosurgical intensive care unit of the Vienna General Hospital. Based on these results, the introduction of the GUSS may be organized and planned in a targeted and efficient way by the usage of well-founded theoretical frameworks. Methods: This study was a quantitative explorative retrospective cohort study. Criteria for inclusion were patients who received a neurosurgical treatment followed by a stay at the intensive care unit with available documentation for at least five days. Criteria for exclusion were ventilator—associated pneumonia (VAP), tracheotomy, intensive stay less than five days, no pathology of the brain and transfer to another hospital within six days of admission. Results: Over a three-year period, 230 (9,8%) cases were included. Of these, ten (4,3% [95% CI 1,6-6,9]) developed a BPP (brain pathology associated pneumonia). Odds Ratios for chronic obstructive pulmonary disease (COPD) (37,29 [95% CI 5,11–271,91]) and “purulent sputum/ increased need for suctioning” (37,45 [95% CI 3,144-446,22]) were significant in the binary logistic regression model. The calculated NNT for the application of the GUSS was 47. Conclusion: The incidence rates are low and the introduction of the GUSS does not seem to be indicated. In patients with COPD or purulent sputum/increased need for suctioning, targeted screening behavior through existing structures would be a discussible option. Alternatively, the establishment of a staff position for dysphagia is proposed.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
Pneumonia neurosurgical intensive care unit dysphagia nursing
Schlagwörter
(Deutsch)
Pneumonie Neurochirurgische Intensivstation Dysphagie Pflege
Autor*innen
Jan Cerny-Schattauer
Haupttitel (Deutsch)
Retrospektive Kohortenstudie über die Inzidenz von mit Pathophysiologien des Gehirns assoziierten Pneumonien bei PatientInnen mit Aufenthalt auf der Intensivstation
Publikationsjahr
2019
Umfangsangabe
77 Seiten : Diagramme
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Antje Koller
Klassifikation
70 Sozialwissenschaften allgemein > 70.99 Sozialwissenschaften allgemein: Sonstiges
AC Nummer
AC15610544
Utheses ID
53541
Studienkennzahl
UA | 066 | 330 | |
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