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Unheimlich. Das fotografische Werk von Gregory Crewdson
Katherina Lochmann
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Betreuer*in
Thomas Alfred Bauer
DOI
10.25365/thesis.5975
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29756.35645.785065-1
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Gregory Crewdson kreiert Bilder. Mit Hilfe eines Teams entstehen filmische Fotografien, welche sich durch eine hohe Qualität auszeichnen. Sie zeigen Szenen aus dem amerikanischen Alltag. Das amerikanische Familien- und Vorstadtleben wir auf eine unheimliche und beunruhigende Weise dargestellt. Die gezeigten Momente sind in einer Umgebung angesiedelt, welche beim Betrachter Vorstellungen von Harmonie und Sicherheit hervorrufen. Jedoch werden diese Erwartungen nicht eingelöst. Die in den Bildern gezeigten Personen wirken von der Realität entrückt. Ihre eigentliche Existenz scheint sich mehr auf einer sinnlichen Ebene festmachen zu lassen.
Die fehlende Verbindung der dargestellten Menschen zu ihrer Umwelt und ihre detailreiche Umgebung im Bild lassen beim Betrachten Geschichten entstehen. Durch ein Verwenden von filmischen Stilmitteln, wie z.B. Lichtsetzung, entstehen Assoziationen zu Filmwelten. Der Betrachter wird durch die bedeutungsgeladenen Elemente dazu angeregt, eine Handlung um den fotografischen Moment zu entwickeln. Diese Handlung ist nicht vom Künstler vorgegeben, sondern bleibt dem Betrachter individuell überlassen.
Der Medienphilosoph Vilém Flusser sieht im mangelnden Hinterfragen der alltäglichen Bilderflut eine große Gefahr. Die Aufnahme der Bilder ohne die Möglichkeit einer Reaktion führe zu einer Vermassung und Verdummung der Empfänger.
Die Arbeit beschäftigt sich mit dieser Theorie und zeigt auf, dass sie im Bereich der Abbildungen, mit denen man im Alltag konfrontiert ist, ihre Gültigkeit hat. Jedoch leben die Bilder von Gregory Crewdson von der eigenständigen Interpretation der Betrachter. Eine Reflexion ist für sie unerlässlich, da die Geschichte um den gezeigten Moment eine große Rolle für Crewdsons Werk spielt.
Eine Interpretation der Bilder erfolgt anhand der ikonographischen und ikonologischen Betrachtung nach Erwin Panofsky. Das Geheimnis in der Gesellschaft wird anhand der Theorien Georg Simmels beleuchtet.
Weiters werden in der Arbeit soziale und mediale Kontexte aufgezeigt, welche bei den Überlegungen zu Crewdsons Bildern von Bedeutung sind. Das amerikanische Familienleben und amerikanische Vorstädte bilden die sozialen Hintergründe. Aufgrund der filmischen Aspekte der Bilder folgt ein Blick auf Horrorfilme der 1970er Jahre, welche eine Unsicherheit in amerikanischen Vorstädten aufzeigen. Filme von David Lynch und Hal Hartley bilden einen Einblick in Filme, die mit unheimlichen Elementen arbeiten.
13 Abbildungen, Farbe
Abstract
(Englisch)
Gregory Crewdson creates images. With a team he produces cinematic photographs, which are characterized by high quality. They show scenes from the American everyday life. The lives of American families and in typical American suburbs is portrayed in an uncanny and disturbing way. The ambience generates harmonic and secure feelings. These prospects aren’t confirmed. The persons in the images seem to be disconnected from reality. Their existence is more attached to a sensual level.
This disconnection of the pictured people and their detailed surrounding area let the viewer create a story while looking at the image. Because of the use of cinematic stylistic devices, e.g. lighting, associations to a film world arise. Through the elements in the photographs, that are charged with meanings, the observer develops a story that happens before and after that photographic moment. This story is individually created and not forced by the artist.
Media Philosopher Vilém Flusser sees a dangerous pattern in the receiving of pictures without questioning them. This behaviour of missing response to the pictures seen in daily life would result in mass-stultification.
This theory seems to suit with everyday pictures. When it comes to Crewdsons’ images, it’s important to consider the viewers’ individual story around the photograph. This reflection is essential for Crewdsons’ work.
The interpretation of the images follows the iconographic and iconological review according to Erwin Panofsky. The secret and its role in society is also looked at following the theories of Georg Simmel.
Social and medial contexts are also important regarding Crewdsons’ images. Social backgrounds are the American family-life and suburbs. The cinematic aspects of the images follows a closer look at the 1970s horror cinema, which shows American suburbs in an insecure way.
Further on the movies of David Lynch and Hal Hartley give an insight into a genre that works with uncanny elements.
13 images, colour
Schlagwörter
Schlagwörter
(Englisch)
Gregory Crewdson America family suburbs Lynch Hartley horror photography film uncanny
Schlagwörter
(Deutsch)
Gregory Crewdson Amerika Familie Vorort Lynch Hartley Horror Fotografie Film Unheimlich
Autor*innen
Katherina Lochmann
Haupttitel (Deutsch)
Unheimlich. Das fotografische Werk von Gregory Crewdson
Publikationsjahr
2009
Umfangsangabe
141 S. : Ill.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Thomas Alfred Bauer
Klassifikationen
02 Wissenschaft und Kultur allgemein > 02.99 Wissenschaft und Kultur allgemein: Sonstiges ,
05 Kommunikationswissenschaft > 05.02 Kommunikationstheorie ,
05 Kommunikationswissenschaft > 05.12 Kommunikationsprozesse ,
05 Kommunikationswissenschaft > 05.20 Kommunikation und Gesellschaft ,
05 Kommunikationswissenschaft > 05.37 Film, Video ,
05 Kommunikationswissenschaft > 05.99 Kommunikationswissenschaft: Sonstiges ,
21 Einzelne Kunstformen > 21.40 Photographie: Allgemeines ,
24 Theater > 24.12 Regie, Dramaturgie ,
24 Theater > 24.37 Film: Sonstiges
AC Nummer
AC07756679
Utheses ID
5366
Studienkennzahl
UA | 301 | 295 | |
