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Opfer, Hingabe, Freundschaft
das 'Opfer Christi' im Horizont von Ethik und Kult bei Johannes Chrysostomos
Michaela Durst
Art der Arbeit
Dissertation
Universität
Universität Wien
Fakultät
Evangelisch-Theologische Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Doktoratsstudium der Evangelischen Theologie (Dissertationsgebiet: Evangelische Theologie)
Betreuer*in
Uta Heil
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-10844.96289.885158-3
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Studie untersucht, in welcher Weise die Beschreibung Christi als Opfer im Textkorpus von Johannes Chrysostomos (ca. 349–407) verwendet wird. Die Arbeit kommt zu dem Ergebnis, dass das Thema ‚Opfer Christi‘ bei Johannes vor allem im Horizont der Versöhnungsthematik, genauer: des Inbeziehung-Setzens der Menschen untereinander und von Mensch(en) und Gott, expliziert wird. Die Frage der Gerechtigkeit wird dabei insofern mit dem Opfer verbunden, als im Opfer Christi die Verwirklichung der ἀρετή (Tugend) für jeden möglich wird. Johannes setzt den Opfertod voraus, befasst sich aber v.a. damit, wie das Verhältnis von Ethik und Kult im Christentum angesichts des Opfers Christi neu zu verstehen ist. Neben einem ausführlichen einführenden Kapitel zur Dogmengeschichte des 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts sowie neueren Forschungsarbeiten bietet die Arbeit vier analytische Kapitel zu Johannes. Zunächst wird die Bedeutung des ‚Opfers Christi‘ vor dem Hintergrund von Texten, in denen der ‚Kult‘ eine Rolle spielt, dargestellt. Zum einen lässt sich eine Auseinandersetzung mit der jüdischen Festpraxis in Antiochien feststellen und eine Deutung der christlichen Geschichte als ‚Kultgeschichte‘. Zum anderen wird vor dem Hintergrund des Hebräerbriefes Johannes’ Verständnis eines christlichen Yom Kippur sichtbar. Das folgende Kapitel rückt neben dem Kult die Gottesliebe und Gottesfreundschaft (φιλία) in den Mittelpunkt und damit verbunden die Vorstellung der Opferhingabe und menschlichen Gegengabe. Zuletzt werden ausführlich die liebestheologische, sozialethische und christologische Kontur des Opfers Christi in der Eucharistie herausgearbeitet, welche die von Johannes intendierte umfassende Versöhnung, die durch das ‚Opfer Christi‘ ermöglicht wird, zeigt und die darin begründete Verbindung von Kult und Ethik.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Johannes Chrysostomos Opfer Freundschaft Ethik Kult
Autor*innen
Michaela Durst
Haupttitel (Deutsch)
Opfer, Hingabe, Freundschaft
Hauptuntertitel (Deutsch)
das 'Opfer Christi' im Horizont von Ethik und Kult bei Johannes Chrysostomos
Publikationsjahr
2019
Umfangsangabe
iv, 346 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Uta Heil
Klassifikationen
10 Geisteswissenschaften allgemein > 10.99 Geisteswissenschaften allgemein: Sonstiges ,
11 Theologie, Religionswissenschaft > 11.00 Theologie, Religionswissenschaft: Allgemeines ,
11 Theologie, Religionswissenschaft > 11.50 Kirchengeschichte, Dogmengeschichte ,
11 Theologie, Religionswissenschaft > 11.51 Frühes Christentum
AC Nummer
AC16054092
Utheses ID
53705
Studienkennzahl
UA | 782 | 041 | |
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