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Natural explanations for the history of word-final dental fricatives in English
Ines Nitsche
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Lehramtsstudium UF Englisch UF Französisch
Betreuer*in
Nikolaus Ritt
DOI
10.25365/thesis.60809
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-10840.92314.479961-8
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die mittelenglische Periode der englischen Sprache ist von großen Veränderungen in allen Sprachbereichen geprägt. Eine bedeutende Veränderung in dieser Zeit war der Verlust von Schwa in vielen wortfinalen Silben, da sie sowohl phonotaktische als auch morphologische Konsequenzen mit sich zog. So hatte Schwa-Schwund große Einwirkung auf die Entwicklung des dentalen Frikativs (TH) am Wortende, wo er im Mittelenglischen (ME) vor allem in Flexionsendungen (z.B. in ME they taketh, she taketh) und in Derivationssuffixen (z.B. in length, twelfth) zu finden war. Ein großer Teil ist daher dem Entwicklungsverlauf der verschiedenen Suffixe gewidmet, die den dentalen Frikativ enthielten: Während die persönlichen Flexionsendungen im Heutigen Englisch (HE) verschwunden sind (z.B. HE they take) oder durch andere ersetzt wurden (z.B. HE she takes), sind die derivativen Suffixe zwar teilweise noch erkennbar (z.B. HE warmth), aber zumindest im Falle der Nominalisierungen nicht mehr produktiv. Die vorliegende Arbeit ist der Versuch, diese Entwicklungen im Rahmen von Natürlicher Linguistik zu erklären. Der Verlust von Schwa in wortfinalen Silben hatte Einfluss auf die morphologische Natürlichkeit der Suffixe: sie wurden in vieler Hinsicht unnatürlicher, insbesondere auf den Parametern universeller Natürlichkeit, die im gegebenen Sprachtyp üblich waren.
Ein weiterer wichtiger Aspekt in der Entwicklung der TH Suffixe und der dentalen Frikative am Ende von Wortstämmen ist die Phonologische Natürlichkeit. Durch den Schwund von Schwa in wortfinalen Silben entstand eine große Zahl wortfinaler Konsonantencluster, welche generell als unnatürlich gelten. Erklärungen dafür, welche Konsonantencluster eher toleriert werden und daher überleben, wurden durch Modelle phonotaktischer Präferenzen gesucht, unter anderem durch das Net Auditory Distance Principle (NAD Principle). Weitere Erklärungsversuche finden sich in der Morphonotaktik, wo der morphologischen Komplexität von Konsonantenclustern eine bedeutende Rolle zugeordnet wird. In Kombination können das NAD Principle und die Hypothesen der Morphonotaktik jene Aspekte der Entwicklung von wortfinalem TH erklären, die die Natürliche Morphologie noch offen ließ. Um ihnen mehr Gewicht zu verleihen, wurden beide Theorien empirisch mittels Korpusanalyse getestet. Dafür wurden schriftliche Beweise von Schwa-Verlust in Verben in der 3. Person Präsens analysiert. Obwohl sowohl NAD als auch Hypothesen der Morphonotaktik die Ergebnisse erklären konnten, können diese Resultate (aufgrund vieler notwendiger Einschränkungen des Korpus) nur als Tendenzen und nicht als konkrete Beweise für die getesteten Hypothesen gehandelt werden.
Abstract
(Englisch)
The Middle English period was a time great linguistic change, one of which was the loss of schwa in many word-final syllables. This loss entailed both phonotactic and morphological change and influenced the development of the dental fricative (TH) in word-final position. In Middle English (ME), word-final TH occurred both in inflectional endings (e.g. in they taketh, she taketh) and in derivational suffixes (e.g. in length, twelfth). A large part of this thesis is therefore dedicated to the development of these various suffixes containing the dental fricative: In Present-Day Standard English (PDE), the personal endings have been lost (e.g. PDE they take) or replaced (e.g. PDE she takes). The derivational suffixes are still recognizable (e.g. PDE warmth) but no longer productive (at least for nominalizations). This thesis represents an attempt at explaining these developments within the framework of Natural Linguistics. The loss of schwa in word-final syllables influenced the morphological naturalness of the suffixes: they became less natural in many ways, especially with regard to the parameters of universal naturalness relevant to the language type.
Another important aspect of the development of TH suffixes and stem-final dental fricatives is phonological naturalness. The loss of schwa in word-final syllables meant a great number of word-final consonant clusters, which are regarded as universally unnatural. Explanation for the tolerance and survival of certain clusters, have been attempted within several models of phonotactic preferences, as for instance the Net Auditory Distance Principle (NAD Principle), as well as through morphonotactics, which focuses on the morphological complexitiy of consonant clusters. In combination, the NAD Principle and the hypotheses of morphonotactics can explain those aspects of the development of word-final TH which Natural Morphology could not. To support the two theories, I conducted an empirical corpus study analysing written evidence of 3rd person present tense verbs. While both NAD and the hypotheses of morphonotactics could explain the findings, due to the restrictions of the corpus, these results should be regarded as tendencies rather than concrete evidence for the hypotheses tested.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Englisch)
dental fricatives Middle English Natural Linguistics morphonotactics Middle English morphology 3rd person singular nominalization TH
Schlagwörter
(Deutsch)
dentale Frikative Mittelenglisch Natürliche Linguistik Morphonotaktik Mittelengische Morphologie 3. Person singular Nominalisiering TH
Autor*innen
Ines Nitsche
Haupttitel (Englisch)
Natural explanations for the history of word-final dental fricatives in English
Paralleltitel (Deutsch)
Natürliche Erklärungen für die Entwicklung von wortfinalen dentalen Frikativen im Englischen
Publikationsjahr
2020
Umfangsangabe
128 Seiten : Diagramme
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Nikolaus Ritt
Klassifikationen
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.06 Sprachwissenschaft: Allgemeines ,
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.08 Semiotik ,
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.13 Sprachtypologie ,
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.15 Historische Linguistik ,
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.53 Phonetik, Phonologie ,
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.54 Orthographie ,
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.55 Morphologie, Wortbildung
AC Nummer
AC15670322
Utheses ID
53731
Studienkennzahl
UA | 190 | 344 | 347 |
