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Labor governance in the apparel sector
the role of the fair labor association and the worker rights consortium in combating sweatshop conditions
Mayya Tolkacheva
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Internationale Entwicklung
Betreuer*in
Cornelia Staritz
DOI
10.25365/thesis.60822
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-10832.92098.526759-0
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Das rasante Wachstum der Bekleidungsindustrie hat heutzutage viele Länder des globalen Südens in den Bekleidungsexport integriert und Millionen von Arbeitnehmern neue Beschäftigungsmöglichkeiten ermöglicht. Gleichzeitig sind die Arbeitnehmer infolge dieser Globalisierung der Bekleidungsproduktion und Beschaffungsstrategien von den großen Unternehmen enormen Belastungen ausgesetzt. Dies führt zu unterschiedlichen arbeitstechnischen Problemen, wie unzureichende Löhne, übermäßige Arbeitszeiten, unsichere Arbeitsbedingungen, eingeschränkte Vereinigungsfreiheiten und andere.
Diese Arbeit konzentriert sich auf zwei Multi-Stakeholder-Initiativen (MSIs) - die Fair Labor Association (FLA) und das Worker Rights Consortium (WRC) -, von denen positive Auswirkungen für die Arbeitnehmer in der Bekleidungsindustrie erwartet werden. Die Arbeit untersucht die Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen der FLA und dem WRC und die Auswirkungen ihrer Arbeit auf die Textilarbeiter. Die theoretischen Ansätze der globalen Wertschöpfungsketten und der globalen Produktionsnetzwerke werden für diese Untersuchungen herangezogen. Die Methodik umfasst sowohl eine interne und externe Dokumenten- und Website-Analyse, als auch semistrukturierte Interviews und ein Mapping.
Die FLA und das WRC entstanden zu Beginn der neunziger Jahre aufgrund vieler Skandalen in Bezug auf die Sweatshop-Bedingungen in der Herstellung von Bekleidungen. Unterschiedliche Herangehensweisen in Bezug auf Existenzminimum, Transparenz der Fabrikstandorte, Überwachungsmechanismen sowie organisatorische und finanzielle Merkmale führten zu einer Trennung der beiden Organisationen. Die Analyse zeigt, dass die FLA eher „unternehmensbeeinflusst“ ist. Dank der umfassenden Unterstützung durch globale Marken kann die FLA eine Vielzahl von Fabrikuntersuchungen durchführen. Jedoch bleibt die Unabhängigkeit der Untersuchungen und die Richtigkeit der Ergebnisse fragwürdig. Das WRC als eine "arbeitsbeeinflusste" Initiative konzentriert sich im Wesentlichen auf die Befähigung der Arbeitnehmer. Die Unabhängigkeit von den Unternehmen ermöglicht eine kritischere Betrachtung ihrer Untersuchungen, schränkt jedoch den Überwachungsumfang und die Hebelwirkung zur Regulierung der Arbeitsbedingungen in vielen Fabriken erheblich ein.
Trotz unterschiedlicher Führungsansätze sind die FLA und das WRC seit fast 20 Jahren erfolgreich im Bekleidungssektor tätig, haben Millionen von Arbeitnehmern erreicht und zur Erforschung der globalen Arbeitsprobleme beigetragen. Keine von beiden hat jedoch die Beschaffungsstrategien globaler Marken beeinflusst, Leistungsasymmetrien beseitigt und einen systemischen Wandel in der Bekleidungsindustrie unterstützt.
Abstract
(Englisch)
The apparel industry has expanded rapidly, and today many countries of the Global South are integrated into apparel exporting, which has provided employment opportunities for millions of workers. Simultaneously, globalization of production and sourcing practices of lead firms have put a considerable burden on workers in the suppliers’ factories, causing various labor issues. These labor issues are associated with inadequate payments, excessive working hours, unsafe working conditions, restricted freedom of association, and others.
This thesis focuses on two multi-stakeholder initiatives (MSIs) – the Fair Labor Association (FLA) and the Worker Rights Consortium (WRC) - that are expected to deliver positive impacts for workers in the apparel industry. Using the Global Value Chain and Global Production Network theoretical approaches, it explores differences and similarities between the FLA and the WRC and the implications of their work for garment workers. Methodologically, the research included internal and external document and website analysis, semi-structured interviews, and a mapping.
The FLA and the WRC originated to a great extent due to a spate of scandals concerning sweatshop conditions in the apparel manufacturing in the early 1990s. Different approaches to the questions of living wages, transparency of factory locations, monitoring mechanisms, and organizational and financial features initiated the split of the two organizations. The analysis shows that the FLA is rather “corporate-influenced”. Significant support from global brands allows the FLA to perform an extensive amount of factory investigations. At the same time, the independence of the investigations and the truthfulness of the results remain in question. The WRC, as a “labor-influenced” initiative substantially focuses on the worker empowerment. Its independence from companies allows for a more critical perspective in their investigations but significantly limits the monitoring scope and leverage to regulate labor conditions in many factories.
Despite different governance approaches, the FLA and the WRC have been successfully operating in the garment sector for almost 20 years, have reached millions of workers, and contributed to research in the area of global labor problems. However, neither of them has influenced the sourcing strategies of global brands, eliminated power asymmetries, and supported a systemic change in the apparel industry.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Englisch)
apparel sector global production networks global value chains upgrading labor governance Fair Labor Association Worker Rights Consortium
Schlagwörter
(Deutsch)
Bekleidungssektor globale Produktionsnetzwerke globale Wertschöpfungsketten Upgrading Arbeitsverwaltung Fair Labor Association Worker Rights Consortium
Autor*innen
Mayya Tolkacheva
Haupttitel (Englisch)
Labor governance in the apparel sector
Hauptuntertitel (Englisch)
the role of the fair labor association and the worker rights consortium in combating sweatshop conditions
Publikationsjahr
2020
Umfangsangabe
91 Seiten : Diagramme
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Cornelia Staritz
Klassifikation
70 Sozialwissenschaften allgemein > 70.00 Sozialwissenschaften allgemein: Allgemeines
AC Nummer
AC15608089
Utheses ID
53744
Studienkennzahl
UA | 066 | 589 | |
