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Das Potential der komiktheoretischen Analyse für die Beurteilung der soziologischen Fruchtbarkeit zeitgenössischer Literatur
Poetiken des unzulänglichen Ich in der Realität des unternehmerischen Selbst von "I would prefer not to" bis "Fitness"
Marlene Heiling
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Vergleichende Literaturwissenschaft
Betreuer*in
Norbert Bachleitner
DOI
10.25365/thesis.60839
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-10844.60063.773662-1
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Möglichkeit der Vermittlung soziologisch fruchtbarer Erkenntnisse durch zeitgenössische literarische Werke. Ein zentrales Referenzwerk ist dabei Kuzmics’ und Mozetičs Literatur als Soziologie (2003), in dem Möglichkeiten eines (soziologisch relevanten) Erkenntnisgewinns durch Literatur, der durch andere Quellen nicht zugänglich ist, in Ansätzen erkundet werden. Das Forschungsfeld ist dabei auf die Untersuchung soziologischer Darstellungen des unternehmerischen Selbst und zeitgenössischer literarischer Texte, die sich mit Poetiken der Verweigerung, des Scheiterns und des unzulänglichen Ich auseinandersetzen, begrenzt. Der Versuch der Sichtbarmachung von soziologisch fruchtbaren Erkenntnissen in literarischen Texten erfolgt methodisch durch eine komiktheoretische Analyse, die im Wesentlichen auf der Inhärenz der Referenz auf die außerliterarische Wirklichkeit in komischen Erzählweisen beruht.
Zur soziologischen Darstellung des Unternehmerischen in der Gegenwartsgesellschaft werden hauptsächlich Ulrich Bröcklings Das unternehmerische Selbst (2013), Oliver Nachtweys Die Abstiegsgesellschaft (2016) und Die Gesellschaft der Singularitäten von Andreas Reckwitz (2017) herangezogen. Die literarische Verarbeitung des unzulänglichen Ich in der Realität des unternehmerischen Selbst wird beispielhaft in den drei Werken Carl Haffners Liebe zum Unentschieden (1998) von Thomas Glavinic, Oh Schimmi (2016) von Teresa Präauer und Fitness (2015) von Stefanie Sargnagel untersucht.
Die Ergebnisse weisen darauf hin, dass die literarische Darstellungen insbesondere durch den inhaltlichen Fokus auf die Kunst des Anders-Anders-Seins (i.e. eine Möglichkeit des Ausbrechens in einem Umfeld, in welchem das Ausbrechen aus der Norm normativ geworden ist) und die formale Aktivierung einer emotional-affektiven Ebene bei den LeserInnen ein Infragestellen von scheinbar unveränderlichen Fakten der außerästhetischen Realität des unternehmerischen Selbst und eine Identifikation mit den Veränderlichkeiten und Widersprüchlichkeiten der Mentalität ihrer Akteure auf eine Weise ermöglichen, wie es den behandelten soziologischen Abhandlungen nicht möglich ist.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Literatur als Soziologie Soziologie unternehmerisches Selbst unzulängliches Ich Singularisierung Prekarisierung zeitgenössische Literatur Komik Ironie Satire Verweigerung Bartleby Krise des Unternehmerischen Kuzmics Mozetič Bröckling Nachtwey Reckwitz Carl Haffners Liebe zum Unentschieden Thomas Glavinic Oh Schimmi Teresa Präauer Fitness Stefanie Sargnagel
Autor*innen
Marlene Heiling
Haupttitel (Deutsch)
Das Potential der komiktheoretischen Analyse für die Beurteilung der soziologischen Fruchtbarkeit zeitgenössischer Literatur
Hauptuntertitel (Deutsch)
Poetiken des unzulänglichen Ich in der Realität des unternehmerischen Selbst von "I would prefer not to" bis "Fitness"
Publikationsjahr
2019
Umfangsangabe
159 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Norbert Bachleitner
AC Nummer
AC15577351
Utheses ID
53759
Studienkennzahl
UA | 066 | 870 | |
