Detailansicht

Dolmetschen in der ExpertInnen-LaiInnen-Kommunikation
Wiedergabe von Fachsprache bei gedolmetschten Arzt/Ärztin-PatientInnen-Gesprächen
Luca Monsellato
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Zentrum für Translationswissenschaft
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Translation Italienisch Deutsch
Betreuer*in
Sonja Pöllabauer
Volltext herunterladen
Volltext in Browser öffnen
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.60869
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-10838.91534.999460-9
Link zu u:search
(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Masterarbeit widmet sich der Untersuchung der von Dolmetschenden eingesetzten Strategien zur Wiedergabe von Fachbegriffen in der ExpertInnen-LaiInnen-Kommunikation mit besonderem Fokus auf die Arzt/Ärztin-PatientInnen-Kommunikation. Zunächst wird im ersten Kapitel ein Einblick in die Fachsprache gegeben. Dieser Teil setzt sich mit der Entstehung und der Geschichte der Fachsprachen, den unterschiedlichen Definitionsversuchen von Fachsprache und die Abgrenzung von der Gemeinsprache auseinander. Anschließend werden die Hauptmerkmale der medizinischen Fachsprache kurz dargestellt. Im zweiten Kapitel der Arbeit werden die Besonderheiten des Dolmetschens im medizinischen Bereich beschrieben. Dabei stehen die Arzt/Ärztin-PatientIn-Asymmetrie und die Herausforderungen der DolmetscherInnen in diesem Kontext im Mittelpunkt. Das dritte Kapitel widmet sich der Fachsprache in der Translation. Es werden verschiedene Studien präsentiert, welche sich mit der Wiedergabe von Fachwörtern bei gedolmetschten ExpertInnen-LaiInnen-Gesprächen befassen. Ebenfalls werden die Dolmetschstrategien, welche für die Auswertung des empirischen Teils verwendet werden, vorgestellt. Der empirische Teil der vorliegenden Masterarbeit untersucht die Strategien für die Wiedergabe medizinischer Fachbegriffe im Rahmen der Arzt/Ärztin-PatientInnen-Gespräche. Die Untersuchung erfolgt anhand der teilnehmenden Beobachtung und die Videoaufnahme von zwei inszenierten Arzt-Patienten-Gesprächen. Aus den erhobenen Daten geht hervor, dass sich die Dolmetscherin verschiedener Strategien bedient, um die vom Arzt und Patienten verwendeten Fachbegriffe wiederzugeben. Am häufigsten werden medizinische Fachausdrücke durch direkte Äquivalente übersetzt oder aus der Dolmetschung ausgelassen. Überdies gebraucht die Dolmetscherin auch unterschiedliche Begriffsumschreibungen bzw. -vereinfachungen. Dadurch erweisen sich die Äußerungen der Dolmetscherin als unpräziser und vager als die Originalaussagen. In diesem Zusammenhang stellt sich heraus, dass die vom Arzt gelieferten Erläuterungen der medizinischen Fachbegriffe für das Verständnis des Patienten zentral sind. Falls diese von der Dolmetscherin nicht wiedergegeben werden, kann der Patient die Äußerungen des Arztes nicht verstehen.
Abstract
(Englisch)
The aim of this thesis is to investigate the strategies adopted by interpreters for translating specialist terminology in expert-lay communication, with a specific focus on doctor-patient encounters. The first chapter presents an overview of the history and the characteristics of special languages and how they differ from common language use. It also includes a brief description of the main features of medical terminology. The second chapter deals with healthcare interpreting and its specific characteristics. In this section, particular attention is paid to the asymmetry of doctor-patient relationships and the main challenges interpreters face in this kind of setting. The last chapter of the theoretical part presents studies dealing with the translation of specialist terminology in expert-lay encounters. The strategies outlined in these studies are then used in the empirical part of the thesis for investigating the strategies adopted by an interpreter for rendering medical terminology during a simulated lung exam. Data were collected through participant observation and video recordings of two simulated physician-patient encounters (first examination and follow-up) involving a lung specialist, a patient and a student interpreter. The outcome of the study demonstrates that the interpreter uses different strategies for translating medical terminology. The most common strategies were “direct equivalences” and “omissions”. The interpreter also tries to simplify or paraphrase medical terms used by both primary parties. Hence the interpreter’s renditions turn out to be less specific and more vague than the original utterances.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Fachsprache Dolmetschen Medizin
Autor*innen
Luca Monsellato
Haupttitel (Deutsch)
Dolmetschen in der ExpertInnen-LaiInnen-Kommunikation
Hauptuntertitel (Deutsch)
Wiedergabe von Fachsprache bei gedolmetschten Arzt/Ärztin-PatientInnen-Gesprächen
Publikationsjahr
2020
Umfangsangabe
117 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Sonja Pöllabauer
Klassifikationen
10 Geisteswissenschaften allgemein > 10.99 Geisteswissenschaften allgemein: Sonstiges ,
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.45 Übersetzungswissenschaft ,
18 Einzelne Sprachen und Literaturen allgemein > 18.26 Italienische Sprache
AC Nummer
AC16057734
Utheses ID
53782
Studienkennzahl
UA | 070 | 348 | 331 |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1