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Violence, escape, redemption - locating the connection between the wish for peace and cultural development in three pieces of fiction
Georg Julian Obermeier
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Lehramtsstudium UF Englisch UF Geographie und Wirtschaftskunde
Betreuer*in
Sylvia Mieszkowski
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.60906
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-10841.84508.564063-7
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Seit Homers frühen Epen thematisieren Autoren die verschiedenen Formen von Gewalt, die Gemeinschaften von Menschen seit jeher begleiten. In literarischen Werken wurde die vom Einzelnen ausgeübte Gewalt oft als Gesetzesbruch dargestellt, während kollektive Gewaltformen, wie Krieg oder die Bestrafung von Verbrechern, eher als für die gesellschaftliche Stabilität notwendige Maßnahme wahrgenommen wurde. Derweil die Unterscheidung zwischen dem kriminellen Individuum und der wohlmeinenden Gruppe die typische Rollenverteilung in der klassischen Literatur ist, werden in dieser Diplomarbeit Werke untersucht, in denen diese Rollenzuschreibung umgekehrt ist. Anstatt Individuen, welche die Verhaltensregeln ihrer friedlichen Gruppen gewaltvoll herausfordern darzustellen, beschreiben die drei Werke der Primärliteratur Protagonisten, die mit kontinuierlich gewalttätigen Gesellschaften konfrontiert sind und die Prozesse, die sie dazu motivieren die Gesellschaftliche Gewalt ihrer Heimatkultur zu hinterfragen. Obwohl die Protagonisten der Kurzgeschichte „Die Lotterie“ (1948) von Shirley Jackson, des Gedichts „The Tollund Man“ von Seamus Heaney (1972) und des Films A History of Violence (2005), von David Cronenberg, sich in unterschiedlichen sozio-kulturellen Kontexten befinden, teilen sie den Unwillen an den institutionalisierten Formen der Gewalt ihrer Gruppen teilzunehmen. Die Bereitschaft sich von ihren Gemeinschaften zu emanzipieren, ist allerdings unterschiedlich stark ausgeprägt. Während die Ablehnung gegenüber der Gewalt mancher Charaktere durch ihre Nervosität nur angedeutet wird, ziehen andere in Betracht ihre Gruppe zu verlassen, um Frieden zu finden. Durch das Heranziehen von Konzepten aus Sigmund Freuds Das Unbehagen in der Kultur (1930), René Girards Das Heilige und die Gewalt (1972) und Mircea Eliades Kosmos und Geschichte: der Mythos der ewigen Wiederkehr (1949), vergleiche ich die unterschiedlichen Ausprägungsformen von Gewalt, die in der Primärliteratur dargestellt werden. Außerdem zeige ich, dass sich die Vorgänge die die Charaktere zu ihrem Aufbegehren motivieren ähneln, und dass ihre Bereitschaft ihre gewalttätige Gemeinschaft zu verlassen einen Rückschluss auf ihren kulturellen Entwicklungsgrad zulässt.
Abstract
(Englisch)
Ever since the early epic poems of Homer, authors have discussed the various forms of violence that accompany human cohabitation. In works of literature, violent acts of individuals were often considered breaches of the law, whereas violence performed by the societal collective like war or punishment of criminals was more likely to be described as necessary measure needed for the community’s stability. While the distinction between the criminal individual and the well-intended collective is the typical distribution of roles in classical literature, this thesis will investigate works of narrative art in which these ascribed roles are reversed. Instead of portraying individuals that violently challenge their peaceful societies’ code of conduct, the three objects of analysis focus on protagonists, who are confronted with their communities’ continuous violence and the processes that motivate them to challenge the violent aspects of their home culture. Although the protagonists in Shirley Jackson’s short story “The Lottery” (1948), Seamus Heaney’s poem “The Tollund Man” (1972) and David Cronenberg’s film A History of Violence (2005) are situated in different socio-cultural contexts, they share an unwillingness to participate in their communities’ institutionalisation of violence. The individuals’ willingness to emancipate themselves from their groups, however, differs considerably. While some characters’ rejection of violence can only be assumed because of their nervousness, others consider leaving their social environment in order to find peace. By examining the objects of analysis with conceptualisations found in Sigmund Freud’s Civilization and its Discontents (1930), René Girard’s Violence and the Sacred (1972) and Mircea Eliade’s Cosmos and History: The Myth of the Eternal Return (1949), I compare the different forms of violence depicted in the objects of analysis. I also illustrate that the processes that motivate the individuals to challenge the violence are similar and that the readiness to leave their groups is indicative of their degree of cultural development.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
libido thanatos cultural super-ego resemblance misunderstanding sacrificial crisis archetype archetypical violence historicity
Schlagwörter
(Deutsch)
Libido Thanatos Kulturelles-Über-Ich Ähnlichkeit Verkennung Krise des Opferkults Archetyp archetypische Gewalt historisches Ereignis
Autor*innen
Georg Julian Obermeier
Haupttitel (Englisch)
Violence, escape, redemption - locating the connection between the wish for peace and cultural development in three pieces of fiction
Paralleltitel (Deutsch)
Gewalt, Flucht, Erlösung - eine Erhebung der Zusammenhänge zwischen dem Wunsch nach Frieden und dem kulturellen Entwicklungsgrad in drei literarischen Werken
Publikationsjahr
2019
Umfangsangabe
91 Seiten : Illustrationen
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Sylvia Mieszkowski
Klassifikationen
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.90 Literatur in Beziehung zu anderen Bereichen von Wissenschaft und Kultur ,
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.93 Literarische Stoffe, literarische Motive, literarische Themen ,
18 Einzelne Sprachen und Literaturen > 18.05 Englische Literatur
AC Nummer
AC15663233
Utheses ID
53814
Studienkennzahl
UA | 190 | 344 | 456 |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1