Detailansicht
Aikido, Boxen und Combatives
ausgewählte kämpferische Sportarten und die Persönlichkeit der Trainierenden, die diese ausüben
Wilhelm Johann Haager
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Psychologie
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Lehramtsstudium UF Psychologie und Philosophie UF Bewegung und Sport
Betreuer*in
Andreas Hergovich
DOI
10.25365/thesis.60981
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-10832.66378.821853-4
Link zu u:search
(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
In dieser Arbeit wurden unterschiedliche kämpferische Sportarten und die Persönlich-
keiten der in diesen trainierenden Menschen miteinander verglichen. Die Kampfkunst
Aikido, der Kampfsport Boxen und das Selbstverteidigungssystem Combatives wur-
den dafür exemplarisch herangezogen.
Im theoretischen Teil der Arbeit wurden die Sportarten inhaltlich beschrieben und verglichen. Dabei konnte gezeigt werden, dass sich die Disziplinen bezüglich der Techniken, der Trainingsmethodik und der Zielsetzungen stark voneinander unterscheiden.
Im praktischen Teil der Arbeit wurden die Big Five Persönlichkeitsdimensionen Offen-
heit, Gewissenhaftigkeit, Extraversion, soziale Verträglichkeit und Neurotizismus mit
einem Fragebogen erhoben. Anschließend wurden die Stichproben der Sporttreiben-
den in den drei Gruppen bezüglich der mittleren Ausprägungen dieser Persönlich-
keitszüge verglichen. Bisherige Forschungen haben derartige Unterschiede nahege-
legt und teilweise signifikant nachgewiesen.
Eine frühere Untersuchung hat eine geringere Ausprägung in der Persönlichkeitsdi-
mension Neurotizismus von Boxern im Vergleich mit Judokas und Nicht-Sportlern ge-
zeigt (Szabo & Urbán, 2014). Dieses Ergebnis ist insofern nachvollziehbar, da Boxer
einer Freizeitbeschäftigung nachgehen, bei der sie damit rechnen müssen, regelmä-
ßig von Schlägen im Gesicht getroffen zu werden. Die Vermutung, eine geringere
Ausprägung in der Persönlichkeitsdimension Neurotizismus von Boxern auch im Ver-
gleich mit Aikidokas und Combatives Trainierenden zeigen zu können, wurde nicht
bestätigt. Die Frage nach dem „typischen Boxer“ wird bei einem derartigen Vergleich
durch die Anstrebung soziodemographischer Homogenität zwangsläufig erschwert.
Signifikante Ergebnisse konnten dennoch gezeigt werden. In der Persönlichkeitsdi-
mension Extraversion hatte die Gruppe der Combatives Trainierenden eine signifikant
niedrigere Ausprägung als die Gruppe der Aikidokas. Auf eine mögliche Erklärung
dazu lässt sich durch den Vergleich der Motive für das Sporttreiben in den einzelnen
Gruppen schließen.
Besonders auffallend war bei den Motiven nicht zuletzt die unterschiedliche Häufigkeit
der Wahl des Motivs „Selbstverteidigung“. In der Gruppe der Aikidoka wählten 26
Prozent der Sporttreibenden dieses Motiv, bei den Boxern waren es 43 Prozent und
bei den Combatives Trainierenden 92 Prozent.
Der Wunsch des Erlernens, anderen gegenüber Grenzen setzen zu können, dürfte
bei introvertierten Menschen stärker ausgeprägt sein als bei extravertierten. Die Hoffnung, dies im Rahmen der Selbstverteidigung zu erlernen könnte ein Grund dafür
sein, warum die Probanden in der Gruppe der Combatives Trainierenden eine signifi-
kant niedrigere Ausprägung in der Persönlichkeitsdimension Extraversion aufwiesen.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Persönlichkeit Big Five Sportarten Aikido Boxen Combatives
Autor*innen
Wilhelm Johann Haager
Haupttitel (Deutsch)
Aikido, Boxen und Combatives
Hauptuntertitel (Deutsch)
ausgewählte kämpferische Sportarten und die Persönlichkeit der Trainierenden, die diese ausüben
Publikationsjahr
2019
Umfangsangabe
6o Seiten : Diagramme
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Andreas Hergovich
Klassifikation
77 Psychologie > 77.52 Differentielle Psychologie
AC Nummer
AC16049447
Utheses ID
53876
Studienkennzahl
UA | 190 | 299 | 482 |
