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The importance of debtor-friendly bankruptcy and insolvency regimes
an examination and comparison of bankruptcy and insolvency laws in the U.S. and Germany
Jared Quinn
Art der Arbeit
Master-Thesis (ULG)
Universität
Universität Wien
Fakultät
Postgraduate Center
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Universitätslehrgang Europäisches u. Intern. Wirtschaftsrecht
Betreuer*in
Thomas Ratka
DOI
10.25365/thesis.61002
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-10833.17033.716669-2
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Konkurs- und Insolvenzrecht sind womöglich das Letzte worüber Privatpersonen und Unternehmen nachdenken wollen. Es handelt sich um ein weltweites Konzept, das viele Rechtsordnungen in unterschiedlichen Formen übernommen haben. Es ist in der Regel mit finanziellen Problemen und Schulden verbunden. Diese Gesetze sind jedoch in modernen Volkswirtschaften sehr wichtig. Die Konkursgesetze in den meisten Rechtsordnungen bezwecken einerseits einem ehrlichen, aber unglücklichen Schuldner einen Neuanfang zu ermöglichen und andererseits die Gleichbehandlung der Gläubiger während des Prozesses zu gewährleisten. Abhängig von der Art des Regimes können sich Konkurs- und Insolvenzgesetze auf die Wirtschaft einer Nationen, die Innovation in der Nation sowie auf das private Leben vieler Menschen auswirken.
In diesem Beitrag werden zwei ähnliche und dennoch unterschiedliche Konkurs- und Insolvenzgesetze analysiert, nämlich das Kapitel 11 (Chapter 11) des Insolvenzgesetzes der Vereinigten Staaten sowie das deutsche Insolvenzgesetz. Beide Rechtsordnungen gehören zu den weltweit wichtigsten, am meisten genutzten und umfassendsten Regelungen. Diese Regime scheinen sich zunächst ähnlich zu sein. Sie unterscheiden sich jedoch recht stark, wenn man sich die detaillierten Bestimmungen der beiden Rechtsordnungen genauer ansieht.
Beide Regelungen, auf die sich diese Arbeit konzentriert, beziehen sich eher auf Unternehmensinsolvenzen als auf Einzelpersonen. Zunächst wird in diesem Beitrag der Zweck des Insolvenzrechts im Allgemeinen untersucht. Anschließend können die wichtigen Aspekte des jeweiligen Regelwerks verglichen werden, um die wichtigsten Unterschiede zwischen den beiden Regelwerken zu ermitteln. Einige der ausgewählten Aspekte sind: (a) wer das Regime nutzen kann, (b) die Einleitung des Konkurs- oder Insolvenzverfahrens, (c) die Aussetzung der Schuldeneintreibung und anderer Maßnahmen, (d) der Reorganisationsplan, (e) die Ernennung eines Verwalters oder Treuhänders im Konkurs oder in der Insolvenz, (f) die Kontrolle über die Konkurs- oder Insolvenzmasse des Schuldners und (g) die Rechte und Ausschüsse der Gläubiger. Durch diesen Vergleich wird deutlich, welche schuldner- und gläubigerfreundlichen Aspekte jedes Regime aufweist.
Anhand dieser Informationen kann dann festgestellt werden, warum das US-Regime schuldnerfreundlicher ist als das deutsche Regime. Die Art des Regimes kann nicht nur Auswirkungen auf Schuldner und Gläubiger, sondern auf die Wirtschaft als Ganzes haben. Abschließend kann gesagt werden, dass schuldnerfreundliche Regime aus zahlreichen Gründen den gläubigerfreundlichen Regimen vorzuziehen sind. Zu diesen Gründen zählen, inter alia, die Auswirkungen von schuldnerfreundlichen Regimen auf die Innovation sowie die Auswirkungen auf die Volkswirtschaft im Allgemeinen.
Diese Arbeit stellt fest, dass das deutsche Regime schuldnerfreundlicher werden sollte. Da gläubigerfreundliche Regime nicht so viele Vorteile wie schuldnerfreundliche Regime enthalten, sollte der deutsche Kodex durch neue, schuldnerfreundliche Regelungen modifiziert werden. Auf diese Art und Weise wären insolvente deutsche Unternehmen und die deutsche Wirtschaft in der Lage von den gleichen Vorteilen profitieren zu profitieren wie in den Vereinigten Staaten und anderen ähnlichen Rechtsordnungen. Daher sollte der deutsche Gesetzgeber sein Insolvenzregime überprüfen und Änderungen vornehmen, um ein schuldnerfreundlicheres Regime zu schaffen, wobei Kapitel 11 des amerikanischen Insolvenzgesetzes als Modell für alle zukünftigen Änderungen dienen sollte.
Abstract
(Englisch)
Bankruptcy and insolvency laws are some of the last terms that people and companies want to think about. It is practically a worldwide concept that many jurisdictions have adopted in some type and form. It is usually associated with financial problems and debt. However, these laws are very important in modern economies. Bankruptcy laws in most jurisdictions have the dual purpose of providing for a fresh start to an honest but unfortunate debtor and providing for equal treatment to creditors during the process. Depending on the type of regime, bankruptcy and insolvency laws can affect the economies of nations, innovation in the nation, as well as the personal lives of many people.
This paper analyzes two similar, but different bankruptcy and insolvency codes the United States’ Bankruptcy Code’s Chapter 11 and Germany’s Insolvency Code. Both jurisdictions are among the most important, widely utilized, and comprehensive regimes in the entire world. These regimes seem similar at first. However, they are quite different once one looks more at the detailed provisions of each.
Both regimes aspects that are focused on in this paper will relate to corporate insolvencies rather than individuals. First, this paper will examine the purpose of bankruptcy laws in general. Next, the important aspects of each respective code can be compared in order to determine the major differences between each regime. Some of the important aspects chosen include: (a) who can utilize the regime (b) beginning the process of bankruptcy or insolvency, (c) the stay of debt collection and other actions, (d) the plan for reorganization, (e) appointment of an administrator or trustee in bankruptcy or insolvency, (f) control of the debtor’s estate in bankruptcy or insolvency, and (g) creditor’s rights and committees. Through this comparison, it can be seen the debtor-friendly and creditor-friendly aspects of each regime.
This information may then be used to determine why the U.S.’s code is more debtor friendly than the German regime. The type of regime can impact not only debtors and creditors, but economies as a whole. Overall, debtor-friendly regimes should be preferred over creditor friendly regimes for numerous reasons. This can include the impact on economies, innovation, and other reasons.
This paper will determine that the German regime should become more debtor-friendly. Because creditor-friendly regimes do not contain as many benefits as debtor-friendly regimes, the German Code should be modified to adopt new, pro-debtor provisions. This way, insolvent German corporations and the German economy can reap the same benefits as those in the United States and other similar jurisdictions. Therefore, the German legislature should examine its insolvency regime, and implement changes to better reflect a more debtor-friendly regime, using the U.S.’s Chapter 11 as a model for any future amendments it may make.
Autor*innen
Jared Quinn
Haupttitel (Englisch)
The importance of debtor-friendly bankruptcy and insolvency regimes
Hauptuntertitel (Englisch)
an examination and comparison of bankruptcy and insolvency laws in the U.S. and Germany
Paralleltitel (Deutsch)
Die Bedeutung von schuldnerfreundlichen Insolvenz- und Insolvenzvorschriften : eine Prüfung und ein Vergleich der Insolvenz- und Insolvenzgesetze in den USA und in Deutschland
Publikationsjahr
2020
Umfangsangabe
54 Seiten
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Thomas Ratka
Klassifikationen
01 Allgemeines > 01.00 Allgemeines ,
85 Betriebswirtschaft > 85.00 Betriebswirtschaft: Allgemeines
AC Nummer
AC16057797
Utheses ID
53895
Studienkennzahl
UA | 992 | 548 | |
