Detailansicht
Der Gardasee als Urlaubsdestination in der Reichspost und im Neuen Wiener Journal (1918-1925)
Günter Vezzoli
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Lehramtsstudium UF Italienisch UF Bosnisch/Kroatisch/Serbisch
Betreuer*in
Gualtiero Boaglio
DOI
10.25365/thesis.61005
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-10836.72541.307664-7
Link zu u:search
(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Der Gardasee als Urlaubsdestination ist vielen heutzutage ein Begriff. Aber war dies in der Zeit als Österreich den Gardasee an Italien verloren hat auch so? Diese Diplomarbeit beschäftigt sich mit der Frage, ob der Begriff Gardasee damals wie heute in Bezug auf die Wahrnehmung des Sees als ein Begriff für die Sehnsucht für die österreichischen BürgerInnen steht.
Dieser Frage wird mithilfe von Zeitungsartikeln der „Reichspost“ und des „Neuen Wiener Journals“ ab Beginn der Ersten Republik (Deutsch)Österreich bis zum Ende des Jahres 1925 nachgegangen.
Nach den Friedensverhandlungen von Versailles und Saint Germain wurden die Grenzen in Europa neu gezogen; Österreich war einer der großen Verlierer dieser Zeit. Aus einem großen Imperium wurde letztlich ein kleines Land und wichtige Destinationen wie der Gardasee fielen an Italien. Doch nicht nur das Kriegsende, sondern auch die Anfangszeit der neuen vorherrschenden Republik (Deutsch)Österreich brachte viele Schwierigkeiten mit sich.
War der Gardasee also aufgrund der Alltagsprobleme aus dem Gedächtnis der neuen Staatsbürger gelöscht? Kannte man die Gegend, die einst vor dem Krieg bekannte Kurorte wie Gardone oder Maderno hervorbrachte überhaupt noch? Der Vergleich von damaligen und aktuellen Reiseführern zeigt, dass es nicht wirklich viele Unterschiede gibt.
Die „Reichspost“ als christliche Zeitung bekannt, berichtete zwar immer wieder, aber nicht regelmäßig über den Gardasee und die Anzahl an Artikeln die sich mit der Urlaubsdestination beschäftigen, fällt sehr gering aus. Anders sieht es schon beim „Neuen Wiener Journal. Unparteiisches Tagblatt“ aus, welches sehr oft über den Gardasee in allen Rubriken berichtetet.
Der See als Erholungsgebiet wurde, sobald die wirtschaftliche Lage sich in Österreich verbessert hat, zu einem Druckphänomen. Nicht nur die Oberschicht konnte sich den Gardasee leisten, die weiterhin ihre Urlaube dort verbrachte, sondern alle, zwar nicht direkt vor Ort. Jene, die sich die Reise nicht leisten konnten, besuchten Ausstellungen und Präsentationen über den Gardasee um auch ein bisschen an seinem Flair teilhaben zu können.
Der Gardasee war also damals wie heute und wahrscheinlich auch morgen ein Sehnsuchtsort der ÖsterreicherInnen.
Abstract
(Englisch)
Lake Garda as a holiday destination is well known today. But was it equally well-known in the time when Austria lost the area as a territory? This thesis asks whether Lake Garda was as much an area Austrian citizens yearned to go as it is nowadays.
This questions will be traced comparatively in the newspapers “Reichspost” and “Neues Wiener Journal”, from the beginning of the Republic of German-Austria and the Austrian First Republic to the end of 1925.
The peace negotiations of Versailles and Saint Germain redefined the borders in Europe. When it comes to geographical dimensions, Austria was one of the big losers at this time. Of a great empire only a small territory remained and important destinations like Lake Garda went to Italy.
The beginning of the new Austrian republic was no less troubled than the end of World War I. Was Lake Garda, when lost as territory, deleted from the memory of the new citizens? Was the area well known, where renowned health resorts like Gardone or Maderno were established before the war?
A comparison of travel guides from past and present times shows that there no significant differences.
The “Reichspost”, a Christian newspaper, reports infrequently about Lake Garda and the number of articles about the holiday destination is low. In comparison, there are frequent articles on Lake Garda from different departments of the “Neues Wiener Journal. Unparteiisches Tagblatt”.
The lake as a recreation area became a print phenomenon as soon as the economic situation of the Austrian republic improved. Lake Garda was not only affordable for the upper classes but for everyone, if not as a travel destination, in the form of exhibitions or presentations at home.
Lake Garda was and is and probably will be a desired destination of the Austrians.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Englisch)
Lake Garda Holiday Destination Reichspost Neues Wiener Journal
Schlagwörter
(Deutsch)
Gardasee Urlaubsdestination Reichspost Neues Wiener Journal
Autor*innen
Günter Vezzoli
Haupttitel (Deutsch)
Der Gardasee als Urlaubsdestination in der Reichspost und im Neuen Wiener Journal (1918-1925)
Publikationsjahr
2020
Umfangsangabe
111 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Gualtiero Boaglio
Klassifikationen
76 Sport > 76.72 Urlaubsgestaltung, Urlaubsreiseverhalten ,
76 Sport > 76.79 Erholung und Tourismus: Sonstiges
AC Nummer
AC15610487
Utheses ID
53897
Studienkennzahl
UA | 190 | 350 | 365 |
