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Angst, Furcht und Stress - eine Untersuchung der Einflussfaktoren auf das Angstverhalten vor einem Zahnarztbesuch
Ines Schweighofer
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Psychologie
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Lehramtsstudium UF Psychologie und Philosophie UF Deutsch
Betreuer*in
Andreas Olbrich-Baumann
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.61147
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-14728.49825.887561-1
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Diplomarbeit beschäftigt sich mit dem Angstverhalten von PatientInnen vor einer zahnärztlichen Untersuchung. Ziel dieser empirischen Erhebung ist es, festzustellen, ob durch die Verwendung von Gegenständen mit harten (Stifte) oder weichen (Anti-Stressball, Wollknäuel) Eigenschaften, das Angstverhalten der ProbandInnen vor einer zahnärztlichen Behandlung reduziert werden kann und ob es einen Unterschied macht, wenn gar kein Gegenstand vor der Untersuchung zur Verfügung gestellt wird. Den theoretischen Hintergrund dazu bilden Femke van Horen und Thomas Mussweiler, die in ihrem Artikel „Soft assurance: Coping with uncertainty through haptic sensations“ (Van Horen & Mussweiler, 2014), anhand eines Experiments verdeutlicht, dass Menschen in Situationen der Unsicherheit, ihre Präferenz auf Gegenstände mit weichen anstatt harter Eigenschaften verlagern. Im empirischen Teil wird das Forschungsinteresse anhand einer Befragung, mittels eines standardisierten Fragebogens, erarbeitet. Für die Durchführung dieses Experiments wurde der State-Angstfragebogen, in der deutschen Version von Laux, Glanzmann, Schaffner und Spielberger (1981) verwendet. Dabei wird die Zustandsangst zu drei verschiedenen Zeitpunkten, während der Wartezeit, unmittelbar vor dem Aufruf und nach der Behandlung, gemessen. An dieser Studie, welche sich von 10. bis 25. Oktober 2019 erstreckte, nahmen insgesamt 95 Personen teil. Davon waren 54 Frauen und 41 Männer. Die Auswertungen ergeben, dass das Angstverhalten von PatientInnen vor einer zahnärztlichen Untersuchung durch Anti-Stressbälle reduziert werden kann. Denn von allen drei Gegenständen, konnte der Ball den größten angstvermindernden Effekt erzielen. Hingegen konnten die Wolle und die Stifte während der Wartezeit kaum eine Veränderung im Angstempfinden bei den ProbandInnen erzeugen. Eine Angstzunahme konnte bei jener Versuchsgruppe festgestellt werden, die gar keinen Gegenstand in der Hand hielten. Weiters konnten signifikante Geschlechtsunterschiede festgestellt werden. So reduzieren die Frauen ihre Angst durch den Stift und den Anti-Stressball, die Männer tun dies hingegen durch das Wollknäuel und den Anti-Stressball. Die Ergebnisse aus der empirischen Erhebung ergeben, dass Bälle bei beiden Geschlechtern funktionieren, um eine Angstreduktion während der Wartezeit zu erzielen.
Abstract
(Englisch)
This diploma thesis deals with anxiety behavior of patients before dental examinations. The aim of this empirical survey is to determine whether the use of hard objects (pens) or soft objects (anti-stress ball, ball of wool) can reduce the test person's anxiety behavior prior to dental treatments. In addition, it is investigated if the lack of possibly stress-releasing objects prior to the examination makes a difference. The theoretical background for this empirical study is taken from Femke van Horen and Thomas Mussweiler’s article "Soft assurance: Coping with uncertainty through haptic sensations" (Van Horen & Mussweiler, 2014). They use an experiment to illustrate that in situations of uncertainty people shift their preference to objects with soft rather than hard properties. The empirical part is developed by means of a standardized questionnaire. For the execution of this experiment, the German version of the State-Anxiety questionnaire by Laux, Glanzmann, Schaffner and Spielberger (1981) was used. In this questionnaire, state anxiety is measured at three different points of a dental examination: during the waiting period, immediately before the call and after the treatment. The study was conducted from 10 to 25 October 2019 and a total of 95 people, 54 women and 41 men, participated. The evaluations show that the anxiety behavior of patients before a dental examination can be reduced by anti-stress balls. Of all three objects, the anti-stress ball had the greatest anxiety-reducing effect. In contrast, the ball of wool and the pens hardly caused any change in the test persons' anxiety perception during the waiting period. An increase in anxiety was observed with the test group that did not hold any object in their hands. Furthermore, significant gender differences were found. Women reduced their anxiety by holding the pen and the anti-stress ball, whereas stress reduction was detected by men while having the ball of wool or the anti-stress ball in their hands. The results of the empirical survey show that in order to achieve an anxiety reduction during the waiting period prior to a dental examination, balls of wool and anti-stress balls work for both, women and men.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Angst Furcht Stress Angstverhalten Zahnarztbesuch
Autor*innen
Ines Schweighofer
Haupttitel (Deutsch)
Angst, Furcht und Stress - eine Untersuchung der Einflussfaktoren auf das Angstverhalten vor einem Zahnarztbesuch
Publikationsjahr
2020
Umfangsangabe
103 Seiten : Illustrationen, Diagramme
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Andreas Olbrich-Baumann
Klassifikation
77 Psychologie > 77.60 Sozialpsychologie: Allgemeines
AC Nummer
AC16063965
Utheses ID
54025
Studienkennzahl
UA | 190 | 299 | 333 |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1