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Bildungserfolge von MigrantInnen aus der Türkei und aus Ex-Jugoslawien
eine theoretische Analyse
Magdalena Noll
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Lehramtsstudium UF Spanisch UF Geschichte, Sozialkunde, Polit.Bildg.
Betreuer*in
Annemarie Steidl
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.61200
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-14728.09557.331354-3
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit Bildungsunterschieden zwischen SchülerInnen mit türkischem und ex-jugoslawischem Migrationshintergrund in Österreich. Anhand einer theoretischen Analysen wurden vier Studien, welche sich mit diesem Thema befassen und den Zeitraum zwischen 1996 und 2005 untersuchen, miteinander verglichen. Die Ergebnisse bestätigten, dass türkische Jugendliche die geringsten Bildungserfolge verzeichnen konnten. Beim Vergleich der Studien wird allerdings eine langsame Aufwärtsmobilität sichtbar. Die Gründe für das schlechte Abschneiden sind vor allem auf strukturelle und soziale Faktoren zurückzuführen. Da Bildung bis heute vererbbar und stark vom sozialen Status und Bildungsgrad der Eltern abhängig ist, sind SchülerInnen mit Migrationshintergrund, welche öfter aus sozial schwachen Familien kommen, stark benachteiligt. Dies ist auch darauf zurückzuführen, dass ein Großteil der ersten Generation, also der in den 1960er und 1970er nach Österreich eingewanderten ArbeitsmigrantInnen, als un- oder angelernte ArbeiterInnen tätig waren. Das Verfolgen des Rotationsprinzips - die Arbeitskräfte sollten nach Beenden des Arbeitsverhältnisses in ihre Heimatländer zurückreisen - führte dazu, dass die Integrationsmaßnahmen ebenfalls auf kurzfristige Dauer ausgelegt waren. Auch die schulische Situation der ausländischen Kinder war eher von Vorbereitung auf die Reintegration als von dauerhafter Eingliederung geprägt. Die Auswirkungen sind bis heute bemerkbar. Die Schulen stehen vor der herausfordernden Aufgabe, SchülerInnen mit Migrationshintergrund, die oft aus bildungsfernen Schichten kommen, Chancengleichheit zu bieten, um ihnen eine gute Ausbildung zu garantieren und später eine erfolgreiche Eingliederung in den Arbeitsmarkt zu sichern. Dazu bedarf es einer grundsätzlichen Reformation des österreichischen Schulsystems, da beispielsweise die frühe Bildungswegentscheidung der Kinder im Alter von zehn Jahren zur Selektion beiträgt. Ziel ist jedoch nicht die Spaltung, sondern der Zusammenhalt der österreichischen Bevölkerung und so sollte die Integration ausländischer Kinder und Jugendlicher anhand von Bildung gefördert werden.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Bildungserfolge Bildung zweite Generation Migrationshintergrund Arbeitsmigration Türkei Ex-Jugoslawien
Autor*innen
Magdalena Noll
Haupttitel (Deutsch)
Bildungserfolge von MigrantInnen aus der Türkei und aus Ex-Jugoslawien
Hauptuntertitel (Deutsch)
eine theoretische Analyse
Publikationsjahr
2020
Umfangsangabe
126 Seiten : Diagramme
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Annemarie Steidl
Klassifikationen
15 Geschichte > 15.00 Geschichte: Allgemeines ,
15 Geschichte > 15.08 Sozialgeschichte ,
15 Geschichte > 15.60 Schweiz, Österreich-Ungarn, Österreich
AC Nummer
AC15600329
Utheses ID
54072
Studienkennzahl
UA | 190 | 353 | 313 |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1