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When irony sings - musical intervals as prosodic markers
Simon Anton Lichtenegger
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Lehramtsstudium UF Englisch UF Russisch
Betreuer*in
Nikolaus Ritt
DOI
10.25365/thesis.61319
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-14730.70291.213659-1
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Akustische Signale fungieren als Transmitter von Emotion in Musik wie auch gesprochener Sprache. Die Art und Weise mit welcher eine, einem musikalischen Klangbild ähnelnde, Intonationseinheit die Strukturierung und Koordination in der Sprachproduktion beeinflusst, war Gegenstand dieser Diplomarbeit. Das durchgeführte empirische Verfahren umfasste zwei unterschiedliche Phasen. Die erste bestand aus dem Sammeln von Daten und der quantitativen Auswertung dieser Daten in Bezug auf Messwerte früherer Recherchen. Die Resultate dieser Auswertung dienten als selektiver Filter, um für die qualitative Analyse qualifizierte Probanden zu ermitteln. Die gesammelten Daten enthielten Aufnahmen von ironischen Aussagen und Aussagen mit demselben wörtlichen Inhalt, jedoch ohne jegliche ironische Wertigkeit. Die Aufnahmen wurden ausgeführt von jeweils zwanzig deutsch-und englischsprachigen Personen, welche die kontextualisierte Sprache als ihre Muttersprache beherrschten. Die Teilnehmer wurden innerhalb ihrer Sprachzugehörigkeit erneut in zwei verschiedene Gruppen eingeteilt. Den Probanden wurden kurze Texte vorgelegt, welche sechs verschiedene Situation beinhalteten, die die Hintergründe der dazugehörenden Aussagen darstellten.
Die jeweils ersten Gruppen wurden im Gegensatz zu den zweiten Gruppen, nicht darüber informiert, dass die Hälfte der Aussagen der gegebenen kontextuellen Informationen widersprach. Die Aufnahmen wurden mit einem Plug-in, dem „Prosogram“, für das phonetische Analyseprogramm Praat ausgewertet, um die Intonationsprofile mit musikologischen Einheiten, den Halbtonwerten, beschreiben zu können. Die errechneten Intervallwerte der Intonationsprofile wurden in Bezug auf ihre affektiven Funktionen und Wertigkeiten untersucht. Die Ergebnisse dieser Untersuchung zeigten eine Tendenz zur Verwendung von musikalischen Intervallen von positiver konnotierter Wertigkeit in markanten Silben zur Bekräftigung der wortwörtlichen Bedeutung des verbalen Inhalts einer Aussage. Des weiteren konnte auch die Verwendung von musikalischen Intervallen von negativer affektiver Wertigkeit in markanten Silben zur Kennzeichnung von implizierten Bedeutungen einer Aussage festgestellt werden. Die Ergebnisse dieser Diplomarbeit heben physikalisch messbare Verstrickungen von Musik und Sprache als ursprüngliche menschliche Kommunikationsform hervor und ebnen damit den Weg für weitere Analysen auf diesem Gebiet.
Abstract
(Englisch)
Acoustic signals act as transmitters of affect in music as well as speech. In this diploma thesis the ways in which units similar to musical sounds may structure and coordinate the production of speech melodies were investigated. The empirical research conducted comprised two stages. The first consisted of collecting data and quantitatively evaluating this data by referring it to prior findings. The results of this evaluation served as a selective filter for choosing the most competently performing subjects for further qualitative examination. The collected data consisted of the recordings of ironic statements and their non-ironic equivalents produced by twenty native speakers of German and twenty native speakers of English. The speakers were split into two groups per language. The subjects were provided with pieces of text which included six utterances that the subjects were to perform as well as the corresponding situations contextualizing the utterances. The first groups were not informed about half of the utterances contradicting the given contextual information, whereas the second groups were explicitly informed about it. The recordings were analyzed using “prosogram”, a plugin for the speech analysis software Praat, in order to be able to compare the prosodic contours in musicological units, namely, semitones. The intervallic values forming the pitch contours calculated by the prosogram were compared to musical intervals regarding their valence and affective functions. The tendencies that were found comprised the use of musical intervals of positive valence in prominent syllables to reinforce the literal meaning of an utterance’s verbal content and the use of musical intervals of negative valence in prominent syllables to signal some form of nonliteral meaning of an utterance’s verbal content. The findings of this thesis highlight the entanglements of music and speech as primary forms of human communication that can be physically measured and may therefore provide valuable subject matter for further investigations into the musical properties of intonation.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Englisch)
Prosody Irony Intervals Intonation Affect
Schlagwörter
(Deutsch)
Prosodie Ironie Intervalle Intonation Affekt
Autor*innen
Simon Anton Lichtenegger
Haupttitel (Englisch)
When irony sings - musical intervals as prosodic markers
Paralleltitel (Deutsch)
Wenn Ironie singt - musikalische Intervalle als prosodische Marker
Publikationsjahr
2020
Umfangsangabe
iv, 91 Seiten : Diagramme
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Nikolaus Ritt
Klassifikation
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.06 Sprachwissenschaft: Allgemeines
AC Nummer
AC15670424
Utheses ID
54180
Studienkennzahl
UA | 190 | 344 | 362 |
