Detailansicht

Bewegte Berge
vom deutschen zum modernen Bergfilm
Christopher Patri
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Lehramtsstudium UF Deutsch UF Geschichte, Sozialkunde, Polit.Bildg.
Betreuer*in
Frank Stern
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-19977.61326.239167-5
Link zu u:search
(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Bergfilme begeistern ihr Publikum seit mehr als hundert Jahren. Ihre Blütezeit hatten Bergfilme in den 1920er und 30er Jahren. Im Bergsport sowie der Ästhetik und Motivik dieser Filme zeigten sich die präfaschistischen Tendenzen der Weimarer Republik. Heute erreichen große Filmprojekte, die sich dem Thema Berg zuwenden, nur vereinzelt ein breites Publikum über die kleine Zielgruppe hinaus. Trotz vieler historischer Parallelen hat sich die filmische Darstellung von Gebirgslandschaften und Bergsports gewandelt. Die vorliegende Diplomarbeit untersucht das Genre Bergfilm mediengeschichtlich und stellt den modernen Bergfilm des 21. Jahrhunderts den Bergfilmen der Weimarer Republik gegenüber. Dabei wird auch die Entwicklung des alpinistischen Hintergrunds der Filme beleuchtet. Ziel der Arbeit ist es zu beantworten, ob der Bergfilm als eigenes Genre bezeichnet werden kann, und ob hinsichtlich der behandelten Themen und Motive zwischen einem „deutschen“ und einem „modernen“ Bergfilm als Sub-Genre unterschieden werden kann. Weiters soll herausgearbeitet werde, inwiefern sich die Darstellung, die Themen und die Motive dieser Filme im letzten Jahrhundert gewandelt und gesellschaftlichen Veränderungen angepasst haben Zur Beantwortung dieser Fragen wird im ersten Teil dieser Arbeit der historische, gesellschaftliche und sportliche Kontext der Bergfilme in einer Literaturrecherche erarbeitet und eine Definition des Bergfilmgenres erstellt. Im zweiten Teil der Arbeit werden in einer Filmanalyse die Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen dem deutschen und dem modernen Bergfilm aufgezeigt. Dazu werden vier Filme – zwei fiktionale und zwei nicht-fiktionale Filme – in einer systematischen Filmanalyse nach Helmut Korte untersucht. Die Ergebnisse der systematischen Filmanalyse zeigen, dass die Filme charakteristische Ähnlichkeiten aufweisen, die eine Formulierung eines eigenständigen Genres Bergfilm zulassen. Die vergleichende Analyse der beiden Zeiträume bestätigt den Begriff des „deutschen Bergfilms“. Außerdem kann im Sinne eines zirkulären Genrebegriffs von einer Neubildung des Bergfilmgenres ab den 1990er Jahren als „moderner Bergfilm“ gesprochen werden. In einem Kapitel zur didaktischen Umsetzungsmöglichkeit dieser Ergebnisse wird der Einsatz einer Filmanalyse als Ausganspunkt für eine kompetenzorientierte Bearbeitung der Thematik der Identitätsbildung durch Filme aufgezeigt.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Bergfilm Fanck Riefenstahl Trenker Alpinismus
Autor*innen
Christopher Patri
Haupttitel (Deutsch)
Bewegte Berge
Hauptuntertitel (Deutsch)
vom deutschen zum modernen Bergfilm
Publikationsjahr
2020
Umfangsangabe
78 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Frank Stern
Klassifikation
15 Geschichte > 15.07 Kulturgeschichte
AC Nummer
AC15609225
Utheses ID
54236
Studienkennzahl
UA | 190 | 333 | 313 |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1