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Handlungsspielräume spätmittelalterlicher Fürstinnen in Mitteleurpa
Hannah Unterberger
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Lehramtsstudium UF Geschichte, Sozialkunde, Polit.Bildg. UF Deutsch
Betreuer*in
Christina Lutter
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.61527
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-23654.54053.143960-7
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit den Handlungsspielräumen, Entscheidungsoptionen sowie den Möglichkeiten der Machtausübung spätmittelalterlicher Fürstinnen in Mitteleuropa. Dafür wird der Einfluss verschiedener politischer und sozialer Rahmenbedingungen in den verschiedenen Lebensphasen der Fürstinnen auf ihre jeweiligen Handlungsspielräume untersucht. Dabei wird der Fokus auf dynastische Krisen und die Frage gelegt, ob diese Handlungsspielräume für weibliche Familienmitglieder eines Herrschaftsverbandes eröffnen konnten. Die Analyse der Lebensläufe dreier konkreter Fürstinnen (Johanna von Pfirt (1300-1351), Margarete von Tirol (1318-1369), Beatrix von Zollern (1362-1414)) zeigt die Vielfalt der Faktoren, die Einfluss auf den Umfang einer Beteiligung an Herrschaft durch spätmittelalterliche Fürstinnen nehmen konnten. Dynastische Krisen hatten das Potential, Handlungsräume für neue Akteure zu eröffnen. Diese wurden von den in diesem Rahmen vorgestellten Frauen zur eigenen Interessensdurchsetzung erfolgreich genutzt oder zu nutzen versucht. Deutlich wird dabei, dass es sich bei der Kategorie „Geschlecht“ nur um eine von vielen Kategorien der sozialen Differenzierung handelt. Die Kategorie „Geschlecht“ spielte in Bezug auf eine mögliche Herrschaftsausübung bzw. -beteiligung in manchen Situationen eine große Rolle. In anderen Situationen und Kontexten fungierten jedoch zahlreiche andere Kategorien, wie „Alter“, „legitime Abstammung“ oder „Stand“, als bestimmende Faktoren.
Abstract
(Englisch)
The present study deals with late medieval duchesses and countesses in Central Europe, particularly with their possibilities for political action, decision-making and in general their ability to exercise power. Hence, it analyses how varying political and social conditions influenced their scope of action during various stages of their lives. With the focus on dynastic crises, I ask, whether these crises paved the way for a greater scope of action for female members of the ruling family. The analyses of the lives of three specific female rulers (Joanna of Pfirt (1300-1351), Margaret of Tyrol (1318-1369), Beatrice of Nuremberg (1362-1414)) show the variety of factors that influenced the extent to which late medieval female members of ruling families could participate in leadership. My research suggests that dynastic crises did indeed present novel opportunities for new political players, and that the women presented in this framework, aiming to ensure their own interests, used or attempted to use these opportunities. It also becomes apparent that the category „gender“ is only one differentiating attribute among many. In some situations it did play a significant role regarding rulership or participation therein. In other situations and contexts however, other decisive factors as „age“, „legitimate ancestry“ or „social status“ played a major role.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
scopes of action Late Middle Ages duchesses and countesses
Schlagwörter
(Deutsch)
Handlungsspielräume Spätmittelalter Fürstinnen
Autor*innen
Hannah Unterberger
Haupttitel (Deutsch)
Handlungsspielräume spätmittelalterlicher Fürstinnen in Mitteleurpa
Paralleltitel (Englisch)
Scopes of action of late medieval coutesses and duchesses in Central Europe
Publikationsjahr
2020
Umfangsangabe
184 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Christina Lutter
Klassifikation
15 Geschichte > 15.33 Hoch- und Spätmittelalter
AC Nummer
AC15614744
Utheses ID
54376
Studienkennzahl
UA | 190 | 313 | 333 |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1