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Schmerz als Aspektsehen bei Wittgenstein - über die Unentschiedenheit der Frage, ob Fische Schmerzen haben
Dominik Jirout
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Philosophie und Bildungswissenschaft
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Interdisziplinäres Masterstudium Ethik für Schule und Beruf
Betreuer*in
Herwig Grimm
DOI
10.25365/thesis.61561
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-21512.83375.198964-5
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Ob Fische Schmerzen empfinden oder haben, wird im aktuellen naturwissenschaftlichen und geisteswissenschaftlichen Diskurs kontrovers behandelt. Zur Naturwissenschaft: Es gibt Positionen, die sich dagegen aussprechen, dass Fische Schmerzen haben können. Diese Stellungnahmen sind zumeist gut argumentiert und es wird versucht, jene evidenzbasiert zu untermauern. Nach und nach werden aber Stimmen von Forschern laut, die diese Meinung anzweifeln und auch beim Fisch die Möglichkeit zum Schmerzempfinden – als Voraussetzung für eine Leiderfahrung sehen. Diese Proponenten bieten ebenso schlüssige naturwissenschaftliche Daten an, um ihre Thesen zu untermauern. Zur Geisteswissenschaft: Nach Wittgenstein ist alles Wissen vorläufig und verhandelbar. Die Frage, ob Fische Schmerzen haben, befindet sich in einer Unentschiedenheit, die weiter behandelt werden muss. Die Diskussion kann aufgrund seines Spätwerks zu Lebensform, Privatsprache und Aspektsehen bereichert werden. Sie bieten Anhaltspunkte dafür, mit denen die Debatte weitergeht. Wittgensteins Konzepte bieten Ansätze an, wie Schmerz als moralische Kategorie einerseits durch die Sprache produziert und andererseits durch die Lebensform gesteuert wird. Über die Perzeption werden Sinnesdaten gewonnen, die zu moralischen Urteilen führen können. Methodisch wird innerhalb der vorliegenden Arbeit mit einer Analyse von Sprachspielen, diskursiven Ordnen von Forschungsergebnissen und dem Abarbeiten mittels Aspektsehen und Sehen als von Wittgenstein an der 1. und 3. Person Perspektive methodisch vorgegangen. Hierdurch kommen die Reibeflächen, die die moralische Frage nach Schmerz und Leid beim Fisch zu stellen sind, zutage. Das Fazit und ein utopischer Ausblick zeigt die Möglichkeit für neue Denkhorizonte auf.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Wittgenstein Schmerz Sprachspiel Aspektsehen Tierethik Sehen-als Aspektblindheit Hasen-Enten-Kopf
Autor*innen
Dominik Jirout
Haupttitel (Deutsch)
Schmerz als Aspektsehen bei Wittgenstein - über die Unentschiedenheit der Frage, ob Fische Schmerzen haben
Publikationsjahr
2020
Umfangsangabe
VIII, 115 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Herwig Grimm
AC Nummer
AC16085250
Utheses ID
54408
Studienkennzahl
UA | 066 | 641 | |
