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"SELF-DISCLOSURE"
Selbstöffnung von Therapeut*innen in der Psychotherapie
Julia Fischer
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Philosophie und Bildungswissenschaft
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Lehramtsstudium UF Biologie und Umweltkunde UF Psychologie und Philosophie
Betreuer*in
Anton-Rupert Laireiter
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.61644
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-21518.78374.344568-3
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die Selbstöffnung des/der Therapeut*in ist ein kontrovers diskutiertes Thema. Obwohl es viele Befürworter gibt, hält sich das Modell der Psychoanalyse, welches die/den Therapeut*in als „blank screen“ propagiert weiterhin. Nach Ansicht einiger Wissenschaftler, die sich mit dem Thema auseinandergesetzt haben (z.B. Hill & Knox, 2002) ist es jedoch für Therapeut*innen wichtig, sich des potenziellen Einflusses von Selbstöffnung bewusst zu sein. Ziel der vorliegenden Arbeit war es die Selbstöffnung hinsichtlich Bereitschaft und Häufigkeit sowie wichtiger Korrelate genauer zu beforschen. Dabei war von den Annahmen ausgegangen worden, dass Selbstöffnung ein allgemeines Phänomen in der Psychotherapie darstellt, welches von unterschiedlichen Faktoren, wie z.B. Ähnlichkeit zwischen Therapeut*in und Patient*in, gegenseitiger Sympathie, Therapiedauer, therapeutischer Allianz, Berufserfahrung, positiver Rückmeldung, Aufforderung seitens des/der Patient*in oder Stellenwert seitens des/der Therapeut*in moderiert wird. Die angeführten Fragstellungen wurden an 151 österreichischen Psychotherapeut*innen, welche zum Zeitpunkt der Befragung in die Liste des Österreichischen Bundesverbands für Psychotherapie (ÖBVP) eingetragen waren, in einer Online-Befragung zu Auftreten, Häufigkeit, Inhalt und Bewertung untersucht. Die Studie war als retrospektive Einpunktmessung designt. Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass Selbstöffnung in den untersuchten Therapien zwar im mittleren Häufigkeitsausmaß vorkommt, dass sie jedoch nicht signifikant mit Ähnlichkeit, Sympathie, Therapiedauer, therapeutischer Allianz oder Berufserfahrung korreliert. Eine schwache Korrelation zeigte sich bei positivem Feedback und bei Aufforderung zur Selbstöffnung. Die Angaben zum Stellenwert von Selbstöffnung hinsichtlich Effektivität und Wichtigkeit als Methode befanden sich ebenfalls im mittleren Bereich. Die angenommenen Hypothesen konnten nur begrenzt bestätigt werden. In Bezug auf die Studie lässt sich sagen, dass Selbstöffnung ein dynamischer Prozess ist, bei dem eine Messung nicht ausreicht. Zukünftige Studien sollten auch Beobachtungsmethoden verwenden.
Abstract
(Englisch)
The therapist's self-disclosure is a controversial topic. Although there are many supporters, the model of psychoanalysis, which propagates the therapist as a "blank screen", continues. According to some scientists who have dealt with the topic (e.g. Hill & Knox, 2002), it is important for therapists to be aware of the potential impact of self-opening in his/her therapies. The aim of the present study was to analyze self-opening in terms of readiness and frequency as well as important correlates. The assumption was that self-opening is a common phenomenon in the therapies examined by Austrian psychotherapists, which is moderated by different therapy factors such as similarity, sympathy, duration of therapy, therapeutic alliance, professional experience, positive feedback, request or status. 151 Austrian psychotherapists who were registered in the list of the Austrian Federal Association for Psychotherapy (ÖBVP) at the time of the survey were asked in an online survey about the occurrence, frequency, content and evaluation of self-opening. The study was designed as a retrospective single-point measurement. The results of the study showed that self-opening occurs in the examined therapies in a medium frequency range, but that it does not correlate significantly with similarity, sympathy, therapy duration, therapeutic alliance or professional experience. A weak correlation was found with positive feedback and when asked to open up. The importance of self-opening in terms of effectiveness and importance as a method was also in the middle range. The hypotheses could only be confirmed to a limited extent. Regarding the study, it can be said that self-opening is a dynamic process in which one measurement is not enough. Future studies should also use observation methods.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
Self-disclosure Selbstöffnung psychotherapy blank screen immediacy
Schlagwörter
(Deutsch)
Self-disclosure Selbstöffnung Psychotherapie blank screen immediacy
Autor*innen
Julia Fischer
Haupttitel (Deutsch)
"SELF-DISCLOSURE"
Hauptuntertitel (Deutsch)
Selbstöffnung von Therapeut*innen in der Psychotherapie
Publikationsjahr
2020
Umfangsangabe
79 Seiten : Diagramme
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Anton-Rupert Laireiter
Klassifikation
77 Psychologie > 77.79 Psychotherapie: Sonstiges
AC Nummer
AC16054080
Utheses ID
54485
Studienkennzahl
UA | 190 | 445 | 299 |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1