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Flucht als Leben im Transit
politische Literaturdidaktik und die Darstellung rechtlicher und gesellschaftlicher Ausschlussmechanismen in literarischen Texten zum Thema Flucht
Veronika Leiner
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Lehramtsstudium UF Deutsch UF Spanisch
Betreuer*in
Stefan Krammer
DOI
10.25365/thesis.61775
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29091.39977.346073-6
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Flucht und Vertreibung sind Themen, die Politik, Medien und Gesellschaft aktuell intensiv beschäftigen; sie sind aber auch anthropologische Konstanten, mit denen sich die Literatur seit der Antike auseinandersetzt. In der Arbeit werden die Zusammenhänge zwischen Recht, Individuum und Gesellschaft im Kontext der Fluchtthematik untersucht und danach gefragt, welche Auswirkungen der Verlust der Staatsbürgerrechte durch Flucht auf die gesellschaftliche Positionierung und die individuelle Identität von Geflüchteten hat. Sie nähert sich Narrativen zum Thema Flucht aus der Perspektive der politischen Theorie und greift auf die Konzepte von Hannah Arendt und Giorgio Agamben zurück, die die “politische Figur des Flüchtlings” vor allem aus einer kritischen Perspektive auf die Menschenrechte betrachten und die damit verbundenen Ausschlüsse von Betroffenen aus politischer und gesellschaftlicher Partizipation in den Blick nehmen. Darüber hinaus wird auf Basis der transkulturellen Literaturdidaktik eine politische Perspektive für den Unterricht entwickelt, die einen dominanzkritischen und selbstreflexiven Zugang vorschlägt, der Schüler_innen für die eigene Verstrickung in Machtstrukturen sensibilisiert. Anhand von Analysen von Anna Seghers’ Roman Transit (1944), Julya Rabinowichs Jugendroman Dazwischen: Ich (2016) und Elfriede Jelineks Theatertext Die Schutzbefohlenen (2013/2018) wird dargestellt, wie die Figur des “Flüchtlings” in Narrativen zum Thema Flucht konstruiert wird und wie sich rechtliche, politische und gesellschaftliche Exklusionsmechanismen auf die individuelle Identität der Figuren auswirkt.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Englisch)
Refugees Narratives Didactics of Literature
Schlagwörter
(Deutsch)
Flucht Narrative Literaturdidaktik
Autor*innen
Veronika Leiner
Haupttitel (Deutsch)
Flucht als Leben im Transit
Hauptuntertitel (Deutsch)
politische Literaturdidaktik und die Darstellung rechtlicher und gesellschaftlicher Ausschlussmechanismen in literarischen Texten zum Thema Flucht
Publikationsjahr
2020
Umfangsangabe
108 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Stefan Krammer
Klassifikation
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.90 Literatur in Beziehung zu anderen Bereichen von Wissenschaft und Kultur
AC Nummer
AC15676714
Utheses ID
54605
Studienkennzahl
UA | 190 | 333 | 353 |
