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From community to toxicity
examining structural violence in World of Warcraft by analysing the raid as a ritual
Lea-Maria Kerschbaumer
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium DDP CREOLE-Cultural Differences and Transnational Processes
Betreuer*in
Elke Mader
Mitbetreuer*in
Philipp Budka
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.61782
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-21516.76413.888961-9
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Das Ziel dieser Arbeit ist es, die Ursachen für die soziale und strukturelle Gewalt rund um „raiding“ in der virtuellen Welt World of Warcraft zu erklären. Diese Arbeit zeigt auf, dass der „Raid“ in der Gemeinschaft der World of Warcraft SpielerInnen eine spezielle Position einnimmt, die dieselben Funktionen eines Rituals innehat. Als zentraler Bereich der virtuellen Welt, der großes Potential für Statuserhöhungen beinhaltet, aber auch ständig das Risiko von verschwendeten Ressourcen im Falle eines Fehlschlages mit sich trägt, macht das Ritual des „Raids“ Konflikte und Risse in der Gemeinschaft der NutzerInnen beobachtbar, die normalerweise unter der Oberfläche verborgen bleiben. Diese Konflikte zwischen verschiedenen SpielerInnentypen und deren unterschiedlichen Herangehensweisen an das Spiel werden sichtbar anhand der strukturalen Gewalt und dem sozialen Druck - Beleidigungen, Ausgrenzung, Ausschluss und hohen Erwartungen - in und rund um den „Raid“. Den „Raid“ als Ritual zu verstehen erlaubt uns zu erkennen, wie „hardcore“ SpielerInnen diese Gewalt nutzen, um ihre Machtposition über „casual“ SpielerInnen zu bewahren. „Hardcore“ SpielerInnen befinden sich in dieser Machtposition, weil deren Interessen, Fähigkeiten und Spielstile mit dem fundamentalen Prinzip der konstanten Verbesserung, das der virtuellen Welt zugrunde liegt, übereinstimmen. Obwohl die Interessen, Fähigkeiten und Spielstile von „casual“ SpielerInnen diesem Spielprinzip nicht so perfekt angepasst sind und die daher eine unterlegene Rolle einnehmen, sind sie aber dennoch von fundamentaler Wichtigkeit für die soziale Reproduktion der virtuellen Welt.
Abstract
(Englisch)
This research aims to determine the reason for the social and structural violence surrounding raiding in the virtual world World of Warcraft. It shows that the raid holds a special position for the community of World of Warcraft players that evokes feelings and functions of a ritual. As a central part of the virtual world that holds a lot of potential for status increase, but also always bares the risk of wasting resources in the case of failure, the ritual of the raid manages to make conflicts and rifts in the user community observable that otherwise stay invisible beneath the surface. Those conflicts between different types of players and differing attitudes towards the game become visible in the structural violence and social pressure - verbal abuse, exclusion, expulsion and high expectations - around and during the raid. Understanding the raid as a ritual allows us to see how this violence is used by “hardcore” players, whose interests, skills and playing styles align with the fundamental principle of constant improvement that drives the virtual world, to maintain their position of power over “casual” players, whose goals, abilities and style of play do not fit this principle as perfectly, but who are nonetheless of fundamental importance for the social reproduction of the virtual world.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
virtual worlds MMORPG World of Warcraft digital anthropology social violence structural violence ritual raid ritual studies participant observation
Schlagwörter
(Deutsch)
virtuelle Welten MMORPG /World of Warcraft digitale Anthropologie soziale Gewalt strukturelle Gewalt Ritual Raid Ritualforschung teilnehmende Beobachtung
Autor*innen
Lea-Maria Kerschbaumer
Haupttitel (Englisch)
From community to toxicity
Hauptuntertitel (Englisch)
examining structural violence in World of Warcraft by analysing the raid as a ritual
Paralleltitel (Deutsch)
Von Gemeinschaft zu Zwietracht
Publikationsjahr
2020
Umfangsangabe
130 Seiten : Illustrationen
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Elke Mader
Klassifikationen
70 Sozialwissenschaften allgemein > 70.03 Methoden, Techniken und Organisation der sozialwissenschaftlichen Forschung ,
71 Soziologie > 71.44 Gruppenprozesse ,
71 Soziologie > 71.60 Soziale Fragen, soziale Konflikte: Allgemeines ,
73 Ethnologie > 73.57 Kulte, Riten
AC Nummer
AC15670171
Utheses ID
54611
Studienkennzahl
UA | 066 | 656 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1