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Zwischen den Ländern: Erleben translokaler Praktiken migrantischer Familien im Generationenvergleich am Beispiel Ex-Jugoslawiens
Ines Käferböck
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Geowissenschaften, Geographie und Astronomie
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Lehramtsstudium UF Deutsch UF Geographie und Wirtschaftskunde
Betreuer*in
Patrick Sakdapolrak
DOI
10.25365/thesis.61885
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-21516.30094.146852-7
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Noch nie waren im Laufe der Menschheitsgeschichte so viele Menschen an Migrationsprozessen beteiligt wie in der Gegenwart. Menschen, die aktive oder passive Migrationserfahrungen aufweisen, bleiben und blieben aber immer schon in unterschiedlich intensivem Ausmaß mit dem Herkunftsland (früherer) Generationen in Verbindung. Wie diese Verbindungen aussehen, wie intensiv sie in verschiedene Aspekte des Lebens einwirken und welche Unterschiede sich diesbezüglich bei Angehörigen zweier Generationen in Österreich lebender MigrantInnen aus Ex-Jugoslawien beobachten lassen, wurde in der vorliegenden Diplomarbeit untersucht. Auch die Auswirkungen der neuen Medien auf die Intensität der Verbindungen sollte eruiert werden.
In qualitativen Interviews mit zehn Befragten, die sowohl der ersten als auch der zweiten Migrationsgeneration angehören, wurden vier Aspekte translokalen Lebens erfragt: familienbezogene, soziokulturelle, wirtschaftliche und politische Praktiken. Ebenso wurde untersucht, ob die InterviewpartnerInnen planen, ins Herkunftsland (der Eltern) zu remigrieren und welche Rolle die Translokalität, also das Leben zwischen zwei Welten, in Bezug auf die persönliche Zugehörigkeitsempfindung hat. Besonders bei familienbezogenen Praktiken ließ sich ein Unterschied in der Besuchshäufigkeit feststellen, der auf die empfundene Verbindung, aber auch auf die (Nicht-)Existenz von Wohneigentum im Herkunftsland zurückzuführen ist. Am deutlichsten wurde der Unterschied zwischen den Migrationsgenerationen aber in Bezug auf die Mediennutzung: während Befragte der ersten Generation sowohl große, als auch kleine Medien intensiv nutzen, um mit dem Herkunftsland verbunden zu bleiben, spielen diese für die zweite Migrationsgeneration nur eine untergeordnete Rolle. Insgesamt lässt sich die Elterngeneration eher als „translokal“ einstufen; die zweite Generation fühlt sich meist eher einem der beiden Staaten zugehörig.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Migration Translokalität Ex-Jugoslawien Migrationsgeneration translokale Praktiken
Autor*innen
Ines Käferböck
Haupttitel (Deutsch)
Zwischen den Ländern: Erleben translokaler Praktiken migrantischer Familien im Generationenvergleich am Beispiel Ex-Jugoslawiens
Publikationsjahr
2020
Umfangsangabe
VIII, 139 Seiten : Diagramm
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Patrick Sakdapolrak
Klassifikationen
74 Geographie > 74.09 Sozialgeographie ,
74 Geographie > 74.19 Europa
AC Nummer
AC15767371
Utheses ID
54704
Studienkennzahl
UA | 190 | 333 | 456 |
