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Rivers as dispersal corridors?
which factors are important for the spread of alien woody species along the Danube
Sabrina Wagner
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Lebenswissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Naturschutz und Biodiversitätsmanagement
Betreuer*in
Franz Essl
DOI
10.25365/thesis.61889
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-12293.74724.437164-0
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Städte agieren als “Hotspots“ für Invasionen. Hier wirken vor allem städtische Flüsse als Ver-breitungskorridore für Neophyten in die umliegenden Gebiete. In meiner Arbeit untersuche ich die Verbreitung neophytischer Gehölze, am Gradienten „urban“ (Zentrum Wien, Donau-kanal) zu „stadtfern“ (Tullner Becken) entlang der Donau in Österreich. In den drei Untersu-chungsgebieten: Donaukanal, Donauinsel und Tullner Becken wurden dazu in je 25 plots zu 20x2 Metern die Zahl und Deckung der vorkommenden Gehölze aufgenommen und weitere Standortfaktoren wie Nutzungsintensität und Gehölzentnahme evaluiert. Um weitere Infor-mationen zu dem Standort zu bekommen, wurde noch die Bevölkerungsdichte und die Habi-tattypen in einem 500m Umkreis pro plot dazu verschnitten. In diesen 75 plots konnte ich 44 heimische und 25 neophytische Gehölzarten identifizieren. Fünf dieser „Aliens“ kommen in mindestens 10 plots vor: Acer negundo, Ailanthus altissima, Fraxinus pennsylvanica, Populus x canadensis and Robinia pseudoacacia. Die häufigsten heimischen und neophytsichen Arten wurden am stark anthropogenen Gebiet, dem Donaukanal, gefunden. Generell war das durchschnittliche Invasionslevel – relative Anzahl von neophytisch zu heimischen Arten im plot – hoch, in allen Untersuchungsgebieten. Ein sinkender Artenreichtum an neophytischen Gehölzen und somit ein Gradient von urban – peri-urban – stadtfern zeigte sich hierbei. Ge-neralized Linear Mixed Models bestätigten, dass die Bevölkerungsdichte und urbane Habita-te, wie größere Straßen und Bauten, als Zeiger für „urban“, signifikant positiv korreliert sind mit dem Auftreten von Acer negundo und Ailanthus altissima. Im Gegensatz dazu, ist das Vor-kommen von Robinia pseudoacacia negativ korreliert mit meinen urbanen Zeigern. Das Vor-kommen von Acer negundo ist positiv korreliert mit den urbanen Habitaten und für Fraxinus pennsylvanica gab es keine signifikante Beziehung dazu. Meine Ergebnisse zeigen, das Galle-riewald am Flussufer sehr anfällig für Invasionen ist. Ein Management für neophytische Ge-hölze im urbanen und peri-urbanen Raum ist meiner Meinung nach nicht sinnvoll, da es sehr wahrscheinlich ist, dass sich diese Arten in kürzester Zeit, aus benachbarten Parks, Gärten oder sonstigen Grünflächen, wieder ansiedeln werden. Somit komme ich abschließend zum Ergebnis, dass der Galleriewald entlang urbanen Flüssen weiterhin einen wesentlichen und weiter steigenden Anteil an neophytischen Gehölzen aufweist und aufweisen wird.
Abstract
(Englisch)
Cities are hotspots of invasions, and this is particularly the case for urban rivers, which are known to serve as corridors for the spread of alien plant species to floodplain forests. Here, I present a case study on woody (shrubs, trees) species invasions across a gradient from a metropolis (Vienna) to rural regions along the Danube River in eastern Austria. In total, I identified 44 native and 25 alien woody species in 75 plots. Five alien woody species occur in at least 10 plots. The most wide-spread ones were species of floodplain forests (Acer negundo, Fraxinus pennsylvanica, Populus x canadensis), while Ailanthus altissima and Robinia pseudoacacia – which prefer dry sites – were recorded substantially less often. The average level of invasion – i.e. the relative proportion of alien to native woody species in plots – was high across all three study regions. Still, there was a moderate decline of alien woody species richness along the urban – peri-urban – rural gradient. Generalized Linear Mixed Models showed that population density and the proportion of urban habitats in the environs of the plots is significantly positively correlated with the presence of Acer negundo and Ailanthus altissima. Conversely, the occurrence of Robinia pseudoacacia is negatively correlated with surrounding population density and urban habitats. Occurrence of Acer negundo is positively correlated with urban habitats. For Fraxinus pennsylvanica, I found no significant relationships. Our results indicate that gallery forests at river banks are particularly susceptible to invasions. I argue that managing alien woody species in urban and peri-urban sites is not appropriate and useful, given that re-invasion is likely in most cases (from adjacent urban green spaces). I acknowledge that this recommendation entails the implicit recognition that gallery forests along urban sections of the Danube will contain a substantial – and likely further increasing – proportion of alien woody species.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Englisch)
alien species biological invasions distribution management rivers urban ecology woody plants
Schlagwörter
(Deutsch)
Neophyten Gehölze Gewässer Donau Urbanisation Verbreitungskorridore
Autor*innen
Sabrina Wagner
Haupttitel (Englisch)
Rivers as dispersal corridors?
Hauptuntertitel (Englisch)
which factors are important for the spread of alien woody species along the Danube
Paralleltitel (Deutsch)
Gewässer als Ausbreitungskorridore? : welche Faktoren bestimmen die Verbreitung neophytischer Gehölze an der Donau
Publikationsjahr
2020
Umfangsangabe
24 ungezählte Seiten : Illustrationen, Diagramme, Karten
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Franz Essl
Klassifikationen
42 Biologie > 42.90 Ökologie: Allgemeines ,
43 Umweltforschung > 43.31 Naturschutz
AC Nummer
AC15682184
Utheses ID
54707
Studienkennzahl
UA | 066 | 879 | |
