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"The war game" - Dem Schrecken auf der Spur
Bedingungen für das Zustandekommen des Realitätseffekts bei der Rezeption einer Fake-Doku
Markus Oliver Grohs
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Betreuer*in
Guido Zurstiege
DOI
10.25365/thesis.6103
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29053.52596.565555-5
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Es gibt Filme, die einen Realitätseffekt beim Rezipienten hervorrufen können. Das Entstehen dieses Effekts wird in der Medienwissenschaft der Verwendung von sogenannten dokumentarischen Bildern zugesprochen. Meine Untersuchung beschäftigt sich mit der möglichen Entstehung dieses Realitätseffekts. Der Medienwissenschaftler Peter Wuss entwickelte ein kognitives Modell zur Invariantenbildung perzeptionsgesteuerter Strukturen. Diese sind laut Wuss Bedingung für das Entstehen von Authentie. Sie können allerdings nur entstehen, wenn die Information unterschiedlich prägnant dem Rezipienten offeriert wird. Der Mediendramaturg Erich Dworak erstellte dagegen ein Wertesystem für die Prägnanz von audiovisuellen Angeboten im Laufbildmedium. Dieses System setzt die Prägnanzgesetze der Kognitionspsychologie in dramaturgische Umsetzungsmöglichkeiten um.
Mein Versuch war es, sowohl das Perzeptions-Konzeptions-Stereotypen-Modell (PKS-Modell) von Wuss, als auch das Gesamt- und Teilgestalten-Prägnanz-Modell von Dworak für die Filmanalyse zu adaptieren, dass beide miteinander korrespondieren. So können die realitätsstiftenden Bild- und Tonangebote durch den Wechsel ihrer Prägnanzwertigkeiten und der Lokalisierung der perzeptionsgeleiteten Struktur durch mehrmalige Wiederholung in der Analyse visualisierbar gemacht werden.
Ein Weg, den die jüngere Film- und Fernsehanalyse gerade zu beschreiten begonnen hat. Um eine Überprüfung der Tauglichkeit in der Analyse anstellen zu können, wurde eine Fake-Dokumentation der Vergangenheit, THE WAR GAME (1965), ausgesucht. In einer Systematischen Filmanalyse wurde die Geschichte des Films aufgezeigt und die Rezensionen über mehrere Jahrzehnte dargestellt, weil dieser Film als besonders realistisch und wegen seiner Fatalität als zu erschreckend für den Zuschauer vor über 40 Jahren galt. Zwei weitere Filme mit der gleichen Thematik, ein Atombombenangriff auf Großbritannien, wurden als Vergleich in der Vermittlungsstrategie bezüglich des Realtitätseffekts unter Berücksichtigung der beiden oben genannten Modelle untersucht.
Die Untersuchung der Filme ergab deutliche Unterschiede in der Vermittlungsstrategie und der Vermittlungsabsicht. Dies konnte auch grafisch deutlich sichtbar gemacht werden. Diese Arbeit soll einen Beitrag zur Weiterentwicklung der kognitiven Filmanalyse und deren Visualisierung darstellen.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Filmanalyse Dokumentation Realitätseffekt
Autor*innen
Markus Oliver Grohs
Haupttitel (Deutsch)
"The war game" - Dem Schrecken auf der Spur
Hauptuntertitel (Deutsch)
Bedingungen für das Zustandekommen des Realitätseffekts bei der Rezeption einer Fake-Doku
Publikationsjahr
2009
Umfangsangabe
129 S., [12] Bl. : Ill., graph. Darst.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Guido Zurstiege
Klassifikation
05 Kommunikationswissenschaft > 05.36 Fernsehen
AC Nummer
AC08125981
Utheses ID
5484
Studienkennzahl
UA | 301 | 295 | |
