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Entwicklung und Auswirkung des ostmitteleuropäischen Wintersporttourismus in Österreich von 1994 bis 2018
Fabian Thomas Höpfner
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Geowissenschaften, Geographie und Astronomie
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Lehramtsstudium UF Geschichte, Sozialkunde, Polit.Bildg. UF Geographie und Wirtschaftskunde
Betreuer*in
Peter Jordan
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.62039
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-23654.21893.457674-3
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Seit der politischen Transformation profitierte der österreichische Tourismus von steigenden Übernachtungen ostmitteleuropäischer Gäste, die in Österreich den Wintersporttourismus als die dominierende Reiseform für sich entdeckten. Anhand einer quantitativen Analyse der vier Zeitquerschnitte der Wintersaisonen 1994, 2000, 2010 und 2018 wird analysiert, wie sich die ostmitteleuropäischen Übernachtungen auf die Bundesländer und einzelne Gemeinden räumlich verteilten und welche wirtschaftliche Bedeutung sie für die Tourismusgemeinden einnahmen. Es wird gezeigt, dass Übernachtungen aus Ostmitteleuropa im Winterhalbjahr 1994 in den östlichen Bundesländern Österreichs überwogen, ehe eine „Westwanderung“ der ostmitteleuropäischen Nächtigungsgäste zwischen den Winterhalbjahren 1994 bis 2010 folgte. Ab dem Winterhalbjahr 2010 war hingegen eine leichte räumliche Verschiebung ostmitteleuropäischer Übernachtungen in die östliche Richtung zu erkennen. Der überwiegende Teil der Übernachtungen konzentrierte sich im Betrachtungszeitraum jeweils auf die großen Wintersportgemeinden, mit einem Fokus auf die touristischen Zentren, die den 50 übernachtungsstärksten Gemeinden Österreichs entsprachen. Während diese großen Tourismusgemeinden besonders profitierten, wurde überdies häufiger in kleinen Tourismusgemeinden übernachtet als im österreichischen Durchschnitt. Dabei zeigte sich, dass kleine Tourismusgemeinden insbesondere von ungarischen Gästen profitierten. Eine zentrale Erkenntnis der Arbeit ist, dass eine Zunahme des Anteils ostmitteleuropäischer Übernachtungen an allen ausländischen Übernachtungen in den Tourismusgemeinden Ostösterreichs beobachtbar war. Daraus resultierte eine große ökonomische Bedeutung für die lokale Tourismusindustrie in kärntnerischen, steirischen und niederösterreichischen Gemeinden mit Wintersportfokus. Der seit 1994 hohe Anteil an ostmitteleuropäischen Übernachtungen in Ostösterreich führt außerdem dazu, dass sich das West-Ost-Gefälle des österreichischen Tourismus in der Wintersaison verringerte. Die zunehmenden Übernachtungen aus Ostmitteleuropa basierten auf steigenden Einkommen in den Herkunftsmärkten als Folge der positiven wirtschaftlichen Entwicklung und zunehmenden ökonomischen und politischen Integration in die EU, dem Wertewandel innerhalb der Gesellschaft und der Affinität der Gäste für Wintersport. Bei Wintersportgästen aus Ostmitteleuropa handelt es sich überwiegend um Personen der oberen Bevölkerungsschichten, die mit hohen Einkommen ausgestattet und gut gebildet sind. Österreichische Tourismusverbände bewerben dieses Milieu in Form eines an die Nachfragesituation der einzelnen Herkunftsmärkte angepassten Mix an Marketingmaßnahmen, wobei Onlinemarketing eine zunehmend größere Bedeutung zukommt.
Abstract
(Englisch)
Since the political transformation, Austrian tourism has benefited from increasing overnight stays by guests from Eastern Central Europe who discovered winter sports tourism as the dominant form of travel in Austria. Using a quantitative analysis of the four reference years of the winter seasons 1994, 2000, 2010 and 2018, it is analysed how the overnight stands in East Central Europe are spatially distributed among the federal states and individual municipalities in Austria and what economic importance they have for the tourist communities. It is shown that overnight stays from East Central Europe predominated in the eastern federal states of Austria in the winter half of 1994, before a "west migration" of the guests of East Central Europe between the winter half years 1994 to 2010 followed. From the winter half of 2010, however, there was a slight spatial shift in overnight stays towards the east. The overwhelming majority of overnight stays were concentrated on the large winter sports communities in the period under review, with a focus on the tourist centres, which corresponded to the 50 municipalities with the largest number of overnight stays in Austria. While these large tourism communities benefited particularly, overnight stays in small tourism communities were more frequent than the Austrian average. It showed that small tourism communities benefited in particular from Hungarian guests. A key finding of the work is that an increase in the share of East Central European overnight stays in all foreign overnight stays was observable in the tourist communities of Eastern Austria. This resulted in great economic importance for the local tourism industry in Carinthian, Styrian and Lower Austrian communities with a focus on winter sports. The high proportion of East Central European overnight stays in Eastern Austria since 1994 also means that the west-east divide in Austrian tourism narrowed in the winter season. The increasing number of overnight stays from East Central Europe was based on rising incomes in the home markets as a result of the positive economic development and increasing economic and political integration in the EU, the change in values within society and the affinity of guests for winter sports. Winter sports guests from East Central Europe are mostly people from the upper strata of the population who have high incomes and are well educated. Austrian tourism associations advertise this milieu in the form of a mix of marketing measures adapted to the demand situation of the individual home markets, whereby online marketing is becoming increasingly important.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Wintersporttourismus Tourismus in Österreich Wintersport Ostmitteleuropa
Autor*innen
Fabian Thomas Höpfner
Haupttitel (Deutsch)
Entwicklung und Auswirkung des ostmitteleuropäischen Wintersporttourismus in Österreich von 1994 bis 2018
Paralleltitel (Englisch)
Development and impact of Eastern Central European winter sport tourism in Austria from 1994 to 2018
Publikationsjahr
2020
Umfangsangabe
212 Seiten : Diagramme, Karten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Peter Jordan
Klassifikationen
15 Geschichte > 15.49 Ostmitteleuropa ,
76 Sport > 76.60 Erholung, Tourismus: Allgemeines ,
76 Sport > 76.72 Urlaubsgestaltung, Urlaubsreiseverhalten
AC Nummer
AC15767657
Utheses ID
54842
Studienkennzahl
UA | 190 | 313 | 456 |
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