Detailansicht
Interessenkonflikte bei der Umgestaltung öffentlicher Räume am Beispiel Reumannplatz
Lena Krainz
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Geowissenschaften, Geographie und Astronomie
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Lehramtsstudium UF Geographie und Wirtschaftskunde UF Russisch
Betreuer*in
Walter Matznetter
DOI
10.25365/thesis.62044
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-21516.45466.677873-1
Link zu u:search
(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Der öffentliche Raum spielt im Gefüge und dem Zusammenleben der Stadt eine zentrale Rolle und wird tagtäglich von Menschen konstituiert. Dort wird sichtbar, wie Gesellschaft und Macht organisiert sind und wer ein Recht auf diese Stadt hat.
In dieser Arbeit wird davon ausgegangen, dass aufgrund steigender Bevölkerungszahlen und knapper werdender öffentlicher Budgets der Druck auf öffentliche Räume zunimmt. Es geht um die Frage, wie sich solche allgemeinen Tendenzen am Untersuchungsbeispiel niederschlagen und welche Konflikte sichtbar werden. Gewählt wurde dafür der Reumannplatz, der in einer Umgebung von verhältnismäßig niedrigem Einkommen und dichter Besiedelung eine besondere Bedeutung hat. Zwischen 2015 und 2019 fand ein umfassender Aushandlungsprozess über seine Umgestaltung statt, der Umbau wird im Sommer 2020 abgeschlossen sein. Zur Beantwortung der Forschungsfrage wurden neun AkteurInnen aus Verwaltung, Politik, Planung und Partizipation, Zivilgesellschaft und Interessenvertretungen, die am Prozess in unterschiedlichem Maße beteiligt waren, in qualitativen Interviews befragt.
Es zeigte sich, dass bei diesem Umgestaltungsprozess auf vielen Ebenen unterschiedlichste AkteurInnen beteiligt waren und berücksichtigt worden sind. Als zentrale Anliegen stellten sich Sicherheitsgefühl, Belebtheit, Aufwertung sowie Gleichberechtigung der Interessen heraus, wobei sich die Vorstellungen für die konkrete Umsetzung unterschieden. Neben Interessenkonflikten, z.B. bei der Frage eines Gastronomiebereichs, gab es große Übereinstimmungen bei den AkteurInnen. Ergebnis ist auch, dass der Druck auf öffentliche Räume zwar zunimmt, direkte Auswirkungen der wachsenden Stadt, öffentlicher Sparmaßnahmen und Privatisierungstendenzen am Untersuchungsbeispiel aber nicht ausgemacht werden konnten. Vielmehr stellt der Umgestaltungsprozess des Reumannplatzes ein Beispiel dar, das hinsichtlich Teilhabe, Interessenausgleich und Miteinbeziehung möglichst vieler, selbst vulnerabler NutzerInnengruppen, sehr gut gelungen ist.
Abstract
(Englisch)
Public space plays a central role in the structure of and coexistence within a city, it is constituted daily by its users. Within public space, organizing principles of society and power become tangible; it shows who has a right to the city.
This thesis presumes that population growth and austerity lead to growing pressure on public space. It examines how these general tendencies influence the research subject as well as which conflicts arise in this context. Reumannplatz was chosen as a space that has a special meaning in a densely populated, low-income area. To answer the research question, qualitative interviews were conducted with nine actors from the fields of administration, politics, planning, participation, civil society and representation who were involved to different degrees in extensive negotiations on the redesign of Reumannplatz between 2015 and 2019.
What this thesis shows is on how many different levels the different actors were involved and taken into consideration in this redesigning process. Central concerns that emerged were a feeling of security, an animated atmosphere, enhancement, as well as an equality of interests. However, they differ in ideas on the realization of these interests. Next to conflicts, for example in the question of gastronomy areas, there also were large agreements between the involved actors. While the pressure on public space is rising indeed, the research subject shows no negative consequences of population growth, austerity or privatization. On the contrary, Reumannplatz represents a successful example of a participatory and highly inclusive redesigning process of public space.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Englisch)
public space redesigning process Reumannplatz urban planning conflicts of interest population growth privatization commercialization participation
Schlagwörter
(Deutsch)
Öffentlicher Raum Umgestaltung Reumannplatz Stadtplanung Interessenkonflikte Städtewachstum Privatisierung Kommerzialisierung Beteiligung
Autor*innen
Lena Krainz
Haupttitel (Deutsch)
Interessenkonflikte bei der Umgestaltung öffentlicher Räume am Beispiel Reumannplatz
Publikationsjahr
2020
Umfangsangabe
224 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Walter Matznetter
AC Nummer
AC16081374
Utheses ID
54847
Studienkennzahl
UA | 190 | 456 | 362 |
