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Das finstere Tal?
Frauen zwischen Ermächtigung, Antifeminismus und Reproduktion patriarchaler Strukturen in einem ländlichen Raum Osttirols
Elisabeth Salletmaier
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Kultur- und Sozialanthropologie
Betreuer*in
Wolfgang Kraus
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-12292.24599.284260-0
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Diese Arbeit beschäftigt sich mit Frauen, die in einem ländlichen Raum in Österreich leben. Stadt/Land stellt eine Dichotomie dar, die historisch betrachtet stereotypisierten Vorurteilen unterliegt. Neben Romantisierungen des Lebens auf dem Land als Idylle, werden die dort lebenden Menschen auch mit Stereotypisierungen, wie unter anderem Rückständigkeit assoziiert. Diese Arbeit beabsichtigt diese Dichotomie zu überwinden. Das Leben am Land, vorgestellt als ein idyllisches Zusammenleben, wird in dieser Arbeit aufgebrochen und die Kehrseiten der „ländlichen Idylle“ werden sichtbar – mit besonderem Blick auf Frauen. Ausgangspunkt dieser Arbeit bildet eine Region, die von einer größeren Abwanderung, insbesondere junger Frauen, gekennzeichnet ist. Aufbauend auf intersektionelle Zugänge zur Geschlechterforschung, die annehmen, dass Geschlecht mit anderen Differenzkategorien verwoben ist und damit Ungleichheitsverhältnisse erklärt werden können, wird in dieser Arbeit die Verwobenheit von Geschlecht und Lokalität/Raum betrachtet. Im Mittelpunkt dieser wissenschaftlichen Auseinandersetzung stehen weibliche Biografien. Ziel ist es, die Situation von Frauen in einem ländlichen Raum zu beschreiben und Benachteiligungen als auch Ermächtigungen herauszuarbeiten. Die drei in dieser Arbeit diskutierten Fälle veranschaulichen, dass Frauen sich zwischen Ermächtigung, Antifeminismus und der Reproduktion patriarchaler Strukturen befinden und agieren. Das Sich-Kennen und das Gerede als Spezifika des Lebens in ländlichen Räumen bringen soziale Konsequenzen mit sich, die insbesondere für Frauen benachteiligend wirken. Zudem gibt es Differenzen zwischen ländlichen Räumen, die sich unter anderem auf die Wahrnehmung von sowie auf die „Atmosphäre“ für Frauen in ländlichen Räumen beziehen. Spezifische politische Strukturen können damit einen konservativen Diskurs und weiters eine antifeministische Atmosphäre schaffen und bestärken, die für die Ermächtigung von Frauen hinderlich sind.
Abstract
(Englisch)
This work deals with women living in a rural area in Austria. Rural/urban represents a dichotomy that is subject to historically stereotyped assumptions. In addition to romanticizing life in the countryside as an idyll, the people living there are also associated with stereotypes such as backwardness. This work aims to overcome this dichotomy. Rural life, presented as an ii idyllic coexistence, is broken up in this work and the downsides of the "rural idyll" become visible - with a special focus on women. The starting point for this work is a region that is characterized by a major emigration, especially of young women. Building on intersectional approaches to gender studies, which assume that gender is interwoven with other categories of difference and that inequalities can thus be explained, this work examines the interrelationship between gender and locality/space. Female biographies are at the centre of this work. The aim is to describe the situation of women in a rural area and to analyse disadvantages as well as empowerment of them. The three cases discussed in this work illustrate that women act between empowerment, anti-feminism and the reproduction of patriarchal structures. Knowing-one-another and talk as specific characteristics of life in rural areas have social consequences that are particularly disadvantageous for women. Additionally, there are differences between rural areas, which relate, among other things, to the perception of and the "atmosphere" for women in rural communities. Specific political structures can create and strengthen a conservative discourse and thus an anti-feminist atmosphere, which are obstacles to women's empowerment.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
gender rural region biography anti-feminism
Schlagwörter
(Deutsch)
Gender Ländlicher Raum Biografie Antifeminismus
Autor*innen
Elisabeth Salletmaier
Haupttitel (Deutsch)
Das finstere Tal?
Hauptuntertitel (Deutsch)
Frauen zwischen Ermächtigung, Antifeminismus und Reproduktion patriarchaler Strukturen in einem ländlichen Raum Osttirols
Publikationsjahr
2020
Umfangsangabe
189, ii Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Wolfgang Kraus
Klassifikationen
70 Sozialwissenschaften allgemein > 70.99 Sozialwissenschaften allgemein: Sonstiges ,
73 Ethnologie > 73.06 Ethnographie ,
73 Ethnologie > 73.44 Sexualität, Geschlecht ,
73 Ethnologie > 73.92 Lebenslauf, Familie
AC Nummer
AC15664160
Utheses ID
55042
Studienkennzahl
UA | 066 | 810 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1