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Eine migrationspädagogische und DaZ-didaktische Analyse der sprachbezogenen Bildungspläne der Bundesregierung Österreichs "Kurz I"
Ferhat Özbay
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Lehramtsstudium UF Deutsch UF Geographie und Wirtschaftskunde
Betreuer*in
İnci Dirim
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.62317
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-13092.84528.968261-3
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Diplomarbeit befasst sich mit der Frage, inwieweit das Bildungsprogramm der Bundesregierung Österreichs „Kurz I“ und die Deutschförderklassen eine Sprachförderung anbieten können, ohne dass dabei ein Othering entsteht. Der Prozess des Othering lässt Dichotomien entstehen, indem zwischen einem „Wir“ und „Nicht-Wir“ oder „Eigenen“ und „Anderen“ unterschieden wird. Durch ethnische oder sprachliche Zuschreibungen werden die „Anderen“ in eine inferiore Situation gebracht und aus gesellschaftlichen Prozessen ausgeschlossen. In den ersten beiden Kapiteln der Arbeit werden die Geschichte des Schulwesens in Deutschland und Österreich und die Migrationsbewegungen in beiden Ländern näher beschrieben, um die historische Entstehung der aktuellen Lage zu beleuchten. Durch die anschließenden Analysen der Anzahl der Schüler/innen in den diversen Schultypen in Österreich und den unterschiedlichen Unterrichtsformen auf internationaler Ebene wurde einerseits die gegenwärtige Situation näher betrachtet und andererseits aufgezeigt, dass auch andere, bi- bzw. trilinguale Unterrichtsmodelle möglich und unter Umständen förderlicher sind. Letztere sollen zu einer erhöhten Lernmotivation und Zugehörigkeit der mehrsprachigen Schüler/innen beitragen. Die „Ausländerpädagogik“ und „Interkulturelle Pädagogik“ waren sogenannte „Vorreiter“ der „Migrationspädagogik“ und wurden nach der Immigration der „Gastarbeiter“ und Niederlassung derer und deren Kinder eingesetzt. Diese Ansätze sollten die „Unterschiede“ zumindest einmal thematisieren und anschließend Modelle und Konzepte für einen geeigneten Unterricht entwickeln. Der in der Arbeit behandelte dritte Ansatz ist die „Migrationspädagogik“, die sich mit Zugehörigkeiten (insbesondere „natio-ethno-kulturelle“ Zugehörigkeiten) und deren Bedingungen auseinandersetzt. Im Zuge dessen wurde auch das Konzept des Othering näher unter die Lupe genommen und aus postkolonialer, migrationspädagogischer und pädagogischer Perspektive analysiert. Das letzte Kapitel, welches den Hauptteil der Arbeit darstellt, widmete sich der Analyse des Bildungsprogramms der Bundesregierung in Österreich „Kurz I“ mit einem Fokus auf das Konzept der Deutschförderklassen. Nach einer allgemeinen Betrachtung des Bildungsprogrammes und des Konzeptes wurden Stellungnahmen und Gegenpositionen von Expert/innen angeführt, um einen kritisch-reflektiven Blick auf das gesamte Programm zu werfen. Schlussendlich wurde durch die Darstellung diverser (integrativer) Sprachförderungsmodelle bezweckt, Alternativen zum Konzept der „Deutschförderklassen“ aufzuzeigen. Diese führen unter Umständen zu einem qualitativeren Spracherwerb bei den Lernenden.
Abstract
(Englisch)
This diploma thesis deals with the question to what extent the educational program of the Austrian federal government "Kurz I" and the “Deutschförderklassen” (classes, where the German language is teached explicitly up to two years) can offer language advancement without “othering”. The process of othering creates dichotomies by differentiating between "we" and "not-we" or "own" and "others". Ethnic or linguistic attributions put the "others" in an inferior situation and exclude them from social processes. In the first two chapters of the work the history of the school system in Germany and Austria and the migration movements in both countries were described in more detail. The aim was to shed light on the historical origins of the current situation. Through the subsequent analysis of the number of pupils in the various school types in Austria and the different forms of teaching at the international level, the current situation was considered. It is also shown that other, bilingual or trilingual teaching models are also possible and supportive. The latter should contribute to increased motivation to learn and belonging of multilingual pupils. The well known concepts from the „Ausländerpädagogik“ ("pedagogy for foreigner") and „Interkulturelle Pädagogik“ ("intercultural pedagogy") were so-called "pioneers" of the concept from the „Migrationspädagogik“ ("migration pedagogy") and were used after the immigration of the „Gastarbeiter“ ("guest workers") and settlement of them and their children. The concept „Ausländerpädagogik“ was established for the children of workers who immigrated in the 1960s to Germany.The main goal was to teach them the mother tongue to ensure a smooth return. The main intention of „Interkulturelle Pädagogik“ is to appreciate the differences from the pupil through putting their culture in the center. The „Migrationspädagogik“ wants to thematize the consequences of the immigration and the belongings from the children. Connected with that it wants to analyze the conditions of these. These approaches should at least address the “differences” and then develop models and concepts for suitable teaching. The third approach with which I set out in the thesis is „Migrationspädagogik“. This concept deals with affiliations (in particular "natio-ethno-cultural" affiliations) and their conditions. As part of this, the concept of „othering“ was also examined more closely and analyzed from a post-colonial, pedagogical and especially migration-pedagogical perspective. The last chapter, which is the main part of the work, was devoted to the analysis of the Federal Government's Educational Program in Austria "Kurz I" with a focus on the concept of the so-called „Deutschförderklassen“. After a general contemplation of the Educational Program and the concept, statements and counter positions by experts were included to take a critical and reflective view at the entire program. Finally, the purpose of the presentation of various (integrative) language support models in schools is to show alternatives to the concept of the so called "Deutschförderklassen".

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
Migration Migration Pedagogy Education Programme Language Advancement Language Acquisiton Education Policy Discrimination Austria
Schlagwörter
(Deutsch)
Migration Migrationspädagogik Bildungsprogramm Sprachförderung Spracherwerb Bildungspolitik Diskriminierung Österreich DaZ
Autor*innen
Ferhat Özbay
Haupttitel (Deutsch)
Eine migrationspädagogische und DaZ-didaktische Analyse der sprachbezogenen Bildungspläne der Bundesregierung Österreichs "Kurz I"
Publikationsjahr
2020
Umfangsangabe
105 Seiten : Diagramme
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
İnci Dirim
Klassifikationen
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.31 Spracherwerb ,
80 Pädagogik > 80.00 Pädagogik: Allgemeines ,
81 Bildungswesen > 81.00 Bildungswesen: Allgemeines ,
81 Bildungswesen > 81.01 Geschichte des Bildungswesens ,
81 Bildungswesen > 81.10 Bildungspolitik: Allgemeines ,
81 Bildungswesen > 81.19 Bildungspolitik: Sonstiges ,
81 Bildungswesen > 81.40 Schulwesen, Hochschulwesen, Ausbildungswesen: Allgemeines ,
81 Bildungswesen > 81.42 Unterrichtsorganisation, Ausbildungsorganisation ,
81 Bildungswesen > 81.61 Didaktik, Hochschuldidaktik
AC Nummer
AC15649475
Utheses ID
55083
Studienkennzahl
UA | 190 | 333 | 456 |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1