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Wirkung von Erythropoietin auf den Glukosestoffwechsel männlicher und weiblicher Mäuse
Lisa Pöltl
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Lebenswissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Diplomstudium Pharmazie
Betreuer*in
Clemens Fürnsinn
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.62389
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-12289.77296.350267-0
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Hintergrund und Zielsetzung: Diabetes mellitus vom Typ 2 ist durch erhöhte Blutglukose definiert und wird durch Übergewicht sowie Bewegungsarmut gefördert. Weltweit sind viele Millionen Patienten von dieser Krankheit betroffen, was eine der großen medizinischen Herausforderungen der Gegenwart darstellt. Die vorliegende Arbeit basiert auf Befunden in adipösen Mäusen, die bei Haltung unter Hypoxie eine gewichtsunabhängige Verbesserung von Blutglukose und Insulinsensitivität gezeigt haben. Ein möglicher Vermittler dieser Effekte könnte das unter Hypoxie vermehrt produzierte und freigesetzte Peptid Erythropoietin (EPO) sein. Das primäre Ziel dieser Studie war daher zu erforschen, ob regelmäßige EPO-Injektionen zu einer gewichtsunabhängigen Verbesserung der Insulinsensitivität und zum Absinken der Blutglukose führen. Material und Methode: C57BL/6J-Mäuse, die durch Fettdiät (HFD) adipös waren, erhielten für zwei Monate wöchentlich drei intraperitoneale Injektionen von EPO (300 U/kg). Blutglukose, Glukosetoleranz, Plasmainsulin und andere Stoffwechselparameter wurden dokumentiert. Um mögliche geschlechtsspezifische Unterschiede zu erfassen, wurden weibliche und männliche Mäuse untersucht. Ergebnisse: Zufolge der EPO-Behandlung war der Hämatokrit in beiden Geschlechtern deutlich erhöht (Kontrolle vs. EPO, %: ♀ 43±1 vs. 63±2, p<0,0001; ♂ 44±1 vs. 69±1, p<0,0001). Verfütterung von HFD bewirkte bei weiblichen Mäusen deutlich geringere Adipositas als bei männlichen. Im Gegensatz zu vorangehenden Berichten hatte EPO allerdings keinerlei Wirkung auf das Körpergewicht der Mäuse (Kontrolle vs. EPO, Gewichtszunahme über zwei Monate, g: ♀ +8,4±0,5 vs. +7,3±0,8, n.s.; ♂ +4,9±0,7 vs. +5,1±0,5, n.s.). Die Injektionen führten dennoch in beiden Geschlechtern zu einer starken Verbesserung der Nüchternblutglukose (Kontrolle vs. EPO, mg/dl: ♀ 139±5 vs. 112±9, p=0,005; ♂ 173±7 vs. 108±9, p<0,0001) und Glukosetoleranz (Kontrolle vs. EPO, AUC, min*g/dl: ♀ 34±1 vs. 24±1, p<0,0001; ♂ 45±1 vs. 28±2, p<0,0001). Auch die Hyperinsulinämie der adipösen Mäuse wurde unter EPO-Injektionen vermindert (Kontrolle vs. EPO, pmol/l: ♀ 85±16 vs. 35±9, p=0,03; ♂ 712±152 vs. 185±32, p=0.009), was auf verbesserte Insulinsensitivität hinweist. Schlussfolgerung: In adipösen Mäusen hat regelmäßige Behandlung mit EPO sehr starke blutglukosesenkende Wirkung, wobei in der vorliegenden Studie erstmals nachgewiesen wurde, dass dies ein direkter Effekt ist, also nicht bloß die indirekte Wirkung eines etwaigen Gewichtsverlusts. EPO ist daher als möglicher Vermittler einer Hypoxie-bedingten Verbesserung der Glukosehomöostase anzusehen. Weibliche Mäuse entwickeln unter HFD deutlich weniger ausgeprägte Adipositas als männliche, die Effekte von EPO auf die Blutglukosehomöostase sind aber in beiden Geschlechtern gleichermaßen festzustellen.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Diabetes Erythropoietin Adipositas
Autor*innen
Lisa Pöltl
Haupttitel (Deutsch)
Wirkung von Erythropoietin auf den Glukosestoffwechsel männlicher und weiblicher Mäuse
Publikationsjahr
2020
Umfangsangabe
VI, 52 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Clemens Fürnsinn
Klassifikation
44 Medizin > 44.38 Pharmakologie
AC Nummer
AC16118708
Utheses ID
55149
Studienkennzahl
UA | 449 | | |
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