Detailansicht

Walenstadt im Mittelalter
Angelika Elisabeth Signer
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Urgeschichte und Historische Archäologie
Betreuer*in
Claudia Theune
Volltext in Browser öffnen
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.62457
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-19979.37110.667769-5
Link zu u:search
(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Das spätmittelalterliche Städtchen Walenstadt war bisher archäologisch nur wenig untersucht. Die vorliegende Arbeit beleuchtet die Vorgänge des Hochmittelalters bis zur Neuzeit an der Siedlung bzw. Stadt Walenstadt. Weiter werden alle Fundgattungen – ausser den Tierknochen – vorgelegt. Die Siedlungsgeschichte beginnt im ausgegrabenen Bereich um die Mitte des 12. Jhs. mit dem Bau des Hauses A. Im Laufe der nächsten hundert Jahre wird dieses Haus umgebaut bzw. durch Schmiedeessen ergänzt. Ein Brand setzt dem Haus ein Ende, seine Überreste werden nach einer kurzen Nachnutzungsphase einplaniert. Um die Mitte des 13. Jhs. wird die Stadtbefestigung Walenstadts, und daran heran Haus B errichtet. Südlich davon wird ein in einem gespiegelten Grundriss Haus C postuliert. Haus B war bis ins späte 16. / frühe 17. Jh. bewohnt, bevor es ab Mitte des 17. Jhs. zur Abfallhalde verkam. Spätestens um 1830 wurde Haus B bis auf die dokumentierten Reste abgerissen, wonach am selben Ort Haus D erbaut wurde. Die in Walenstadt beobachteten Stadtwerdungsprozesse lassen sich am besten mit jenen von Altreu oder Luzern vergleichen. An diesen Orten spielten die vorstädtischen Strukturen für die Errichtung der spätmittelalterlichen Stadtanlage keine Rolle, da sie zuvor durch einen Brand zerstört worden waren. In anderen Städten (Sursee, Sempach) wurden vorstädtische Steinbauten in die Stadtanlage einbezogen. In Winterthur wiederum mussten einige vorstädtische Häuser der neuen Struktur weichen, während andere Teil der neuen Stadt wurden. Die Unterschiede in den Stadtwerdungsprozessen gehen auf die Topografie, bestehende Siedlungsstrukturen und zur Verfügung stehenden Ressourcen (Material wie auch Geld) zurück. Jedoch ist immer ein übergeordneter Plan zu postulieren.
Abstract
(Englisch)
The late medieval town of Walenstadt has scarcely been studied archaeologically. The present thesis examines the processes from the High Middle Ages to modern times at the settlement respectively later town of Walenstadt. In addition, all types of find - with the exception of animal bones - are included. The history of the settlement begins in the excavated area around the middle of the 12th century with the construction of house A. In the course of the next hundred years this house was rebuilt and supplemented by blacksmiths' forges. A fire puts an end to the house; its remains are levelled after a short period of subsequent use. Around the middle of the 13th century the town fortifications of Walenstadt were built, and House B was erected adjoining them. To the south of this building House C is postulated in a mirrored ground plan. House B was inhabited until the late 16th/early 17th century, before it became a disposal site from the middle of the 17th century onwards. No later than around 1830, House B was demolished except for the documented remains, after which House D was built at the same location. The processes of urban development observed in Walenstadt can best be compared with those of Altreu or Lucerne. At these locations, the suburban structures played no role in the construction of the late medieval town complex, as they had previously been destroyed by fire. In other cities (Sursee, Sempach) suburban stone buildings were included in the urban layout. In Winterthur, on the other hand, some suburban houses had to make way for the new structure, while others became part of the new city. The differences in the processes of urban development are due to the topography, existing settlement structures and available resources (material as well as money). However, an overarching plan must always be postulated.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Stadtentwicklung Walenstadt Mittelalter Stadtentwicklungsprozesse Schweiz
Autor*innen
Angelika Elisabeth Signer
Haupttitel (Deutsch)
Walenstadt im Mittelalter
Publikationsjahr
2020
Umfangsangabe
229 Seiten : Illustrationen, Diagramme, Karten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Claudia Theune
Klassifikationen
15 Geschichte > 15.15 Archäologie ,
15 Geschichte > 15.18 Mittelalterliche Archäologie, neuzeitliche Archäologie ,
15 Geschichte > 15.33 Hoch- und Spätmittelalter ,
15 Geschichte > 15.60 Schweiz, Österreich-Ungarn, Österreich
AC Nummer
AC16069291
Utheses ID
55207
Studienkennzahl
UA | 066 | 801 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1