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Analyse von Harzsäuren aus Picea abies mittels GC-FID und SFC-QDa
Methodenentwicklung und Validierung
Luisa Amtmann
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Lebenswissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Diplomstudium Pharmazie
Betreuer*in
Sabine Glasl-Tazreiter
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-16297.91431.916166-4
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Das Fichtenfaulpech ist eine harzartige Ausscheidung von Picea abies (L.) H.Karst., die der Baum bei Verletzung der Rinde zum Schutz gegen Mikroben absondert, bis die Wunde wieder geschlossen ist. Speziell in Mitteleuropa und Skandinavien wird es in der traditionellen Medizin schon lange zur Wundheilung angewendet. Es zeigte sich, dass es sowohl antimikrobielle Aktivität, sogar gegen multiresistente Keime wie MRSA und VRE, besitzt, als auch wundheilungsfördernde Eigenschaften. Daher war es das Ziel dieser Arbeit die Hauptinhaltsstoffe, nämlich acht Diterpen-Harzsäuren, in 22 verschiedenen Proben zu quantifizieren. In vorherigen Arbeiten wurde dafür bereits eine Methode erarbeitet und optimiert, bei der eine ausreichende Trennung aller acht Harzsäuren erreicht werden konnte. Vor der eigentlichen Quantifizierung musste aber noch eine Validierung erfolgen nach den ICH-Guidelines, um die Eignung der gewählten Methode zu überprüfen. Folgende Parameter wurden dafür ermittelt: Linearität (0.0075-7.5mg/ml für NeoAA, 0.0075-12.5mg/ml für DHAA), Richtigkeit (±10%), Präzision (außer PA und SPA alle Harzsäuren unter 10%) und Nachweis- und Bestimmungsgrenze (0.005mg/ml/0.025mg/ml). Es zeigte sich, dass die GC-FID zur Quantifizierung geeignet ist, allerdings handelt es sich aufgrund der Derivatisierung und langen Analysezeit von einer Stunde pro Probe um eine sehr aufwändige Methode. Daher sollte im Zuge dieser Arbeit noch überprüft werden, ob eine Quantifizierung auch mit der überkritischen Fluidchromatographie möglich ist, da hier keine Derivatisierung notwendig ist und die Analysenzeit kürzer ausfällt. Es konnte schließlich eine Methode mit einer Dauer von 17 Minuten erarbeitet werden. Bei den Validierungspunkten, die noch durchgeführt werden konnten, zeigte sich jedoch ein sehr kleiner Linearitätsbereich von 0.0075-2.5mg/ml für NeoAA und 0.0075-0.75mg/ml für DHAA, der nicht ausreichen würde, um vernünftig zu quantifizieren. Aufgrund eines technischen Gebrechens des Gerätes selbst und des dazugehörigen Stickstoffgenerators musste der Versuch abgebrochen werden. Möglicherweise kam das starke Rauschen im Chromatogramm also von einem technischen Fehler, daher sollte bei Wiederaufnahme des Versuchs nochmals die Nachweis- und Bestimmungsgrenze ermittelt werden. Die Ergebnisse der GC-FID Quantifizierung zeigten eine starke Heterogenität der Proben bezüglich des Gesamtgehalts (35-87%) und der individuellen Zusammensetzung der Harzsäuren, somit wäre eine einheitliche Qualitätsanforderung hinsichtlich des Gehaltes schwer umzusetzen.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Fichtenfaulpech Quantifizierung Gaschromatographie überkritische Fluidchromatographie Diterpenharzsäuren
Autor*innen
Luisa Amtmann
Haupttitel (Deutsch)
Analyse von Harzsäuren aus Picea abies mittels GC-FID und SFC-QDa
Hauptuntertitel (Deutsch)
Methodenentwicklung und Validierung
Publikationsjahr
2020
Umfangsangabe
35 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Sabine Glasl-Tazreiter
Klassifikation
44 Medizin > 44.40 Pharmazie, Pharmazeutika
AC Nummer
AC16122096
Utheses ID
55388
Studienkennzahl
UA | 449 | | |
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