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Landwirtschaftliche Policies im Frankenreich 500-800 n.Chr.
paläobiologische Erkenntnisse als Kontext quantitativer Untersuchungen in die Stellung von Tieren und Pflanzen in den Leges Barbarorum
Robert Per Alexandroff
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Lehramtsstudium UF Deutsch UF Geschichte, Sozialkunde, Polit.Bildg.
Betreuer*in
Andreas Schwarcz
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.62722
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-12299.16118.946367-6
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Diese Diplomarbeit untersucht die Leges Barbarorum nach Spuren von Policies zur Nahrungsmittelversorgung, kontextualisiert ihre Entstehung und arbeitet ihre Strategien heraus. Die germanischen Volksrechte des 6. bis 8. Jahrhunderts wurden nach landwirtschaftlich relevanten Passagen durchforstet, gezählt und auf ihren Zweck und Implikationen ihrer Notwendigkeit hin analysiert. Monetäre Angaben wie Bußgelder und Umrechnungstabellen zu Tieren und Pflanzen wurden extrahiert, tabellarisch festgehalten und Entwicklungen notiert. Eine Vielzahl an paläobiologischen Studien von Knochenfunden, Pathozönose, Pollen, Bodenzusammensetzung etc. wurden herangezogen, um die in den Leges aufscheinenden landwirtschaftlichen Praktiken materiell zu fundieren. Zusammen mit klimatologischen Modellen konnte so ein Bild der nordwesteuropäischen Ökologie von des Frühmittelalters konstruiert werden, das mit den Leges zeitlich abgeglichen werden konnte. Zwei Zäsuren wurden identifiziert, die in beiden Forschungsgebieten zusammenfielen. Erstens breiteten sich mit den Merowingern die Wälder aus, Acker schrumpften und wurden extensiver angebaut. Ertragreiche Brotgetreide wurden durch anspruchslosere Ähren ersetzt, worunter der Roggen sich im 7. Jahrhundert hervorhob. Vieh wurde verstärkt für den Verzehr gezüchtet. Rinder wurden seltener für den Pflug eingesetzt und Schweine enorm vermehrt. Gesetzlich realisierte sich diese ökonomische Grundlage durch Straftatbestände, die sich primär für die Beschneidung des Eigentums an Vieh und Jagdtieren von Freien durch andere Freie interessierten. Die zweite Zäsur fand nach der Erholung des Klimas und der Machtergreifung der Karolinger statt. Sie sah eine Transformation des direkten Tierkonsums zu intensiver, komplexer Landwirtschaft mittels tierischer Arbeitskraft. Sie drückte sich nicht nur aus, sondern wurde aktiv entwickelt, durch Gesetzgebung, die die Interessen der Zentralmacht systematisch durch Beamte, auf Basis von Land anstatt Personenverbänden, realisieren sollten.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
Agriculture Paleobiology Leges Barbarorum Merovingian Carolingian Husbandry Farming Hunting Francia Policies
Schlagwörter
(Deutsch)
Landwirtschaft Paläobiologie Leges Barbarorum Merowinger Karolinger Viehzucht Ackerbau Jagd Frankenreich Policies
Autor*innen
Robert Per Alexandroff
Haupttitel (Deutsch)
Landwirtschaftliche Policies im Frankenreich 500-800 n.Chr.
Hauptuntertitel (Deutsch)
paläobiologische Erkenntnisse als Kontext quantitativer Untersuchungen in die Stellung von Tieren und Pflanzen in den Leges Barbarorum
Paralleltitel (Englisch)
Agricultural policies in the Francia 500-800 A.D.
Publikationsjahr
2020
Umfangsangabe
97 Seiten : Illustrationen, Diagramme
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Andreas Schwarcz
Klassifikationen
15 Geschichte > 15.03 Theorie und Methoden der Geschichtswissenschaft ,
15 Geschichte > 15.06 Politische Geschichte ,
15 Geschichte > 15.07 Kulturgeschichte ,
15 Geschichte > 15.08 Sozialgeschichte ,
15 Geschichte > 15.09 Wirtschaftsgeschichte ,
15 Geschichte > 15.18 Mittelalterliche Archäologie, neuzeitliche Archäologie ,
15 Geschichte > 15.31 Frühes Mittelalter ,
15 Geschichte > 15.32 Fränkisches Reich
AC Nummer
AC16119633
Utheses ID
55434
Studienkennzahl
UA | 190 | 333 | 313 |
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