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Conflict or complement?
assessing social policy preferences and environmental attitudes across European welfare state regimes
Benedikt Seisl
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Politikwissenschaft
Betreuer*in
Sylvia Kritzinger
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.62764
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-16299.52794.978469-9
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Der Einfluss des Klimawandels auf verschiedene Gesellschaften ist Gegenstand andauernder Diskussionen in politischen Systemen, vor allem in Industriestaaten. Während viele dieser Debatten ausschließlich unter naturwissenschaftlichen oder ökonomischen Gesichtspunkten geführt werden, wird der Kontext, in dem sich der Klimawandel manifestieren wird, oftmals übersehen. Zu diesem Kontext zählt auch der Wohlfahrtsstaat und seine Fähigkeit, bestehende soziale Risiken zu bewältigen. Diese soziale Infrastruktur ist das Ergebnis von gesellschaftlichen Transformationen, die immer mehr Individuen neuen und unterschiedlichen Risiken aussetzen. Die Analyse dieser neuen Risiken, wie dem des Klimawandels, im Kontext bestehender gesellschaftlicher Infrastruktur erscheint also intuitiv. Der Klimawandel wird hierbei als soziale Frage betrachtet. Im Zentrum dieser Arbeit steht die Frage, wie individuelle Sozialpolitikpräferenzen deren Einstellung gegenüber Umweltpolitik in verschiedenen Wohlfahrtsstaatregimen beeinflussen. Zunächst erfolgt eine theoretische Auseinandersetzung mit Umwelteinstellungen, dem Wohlfahrtsstaat und Sozialpolitikpräferenzen, um mögliche Interdependenzen herauszuarbeiten. Unter Verwendung von Daten des European Social Survey (ESS) Runde 8 werden in einem zweiten Schritt mittels explorativer Faktorenanalyse (EFA) verschiedene Dimensionen von Umwelteinstellungen identifiziert. Im Anschluss daran wird die Beziehung zwischen sozialer Infrastruktur und Umwelteinstellungen mithilfe von OLS Regressionsmodellen analysiert. Sozialpolitikpräferenzen haben demnach einen signifikanten Einfluss auf Umwelteinstellungen, allerdings nicht im Sinne einer kurz- vs. langfristigen Investitionslogik. In anderen Worten: Präferenzen für kurzfristige Kompensationen durch den Wohlfahrtsstaat unterscheiden sich in ihrem Einfluss auf die Zahlungsbereitschaft für Umweltmaßnahmen nicht von Präferenzen zu langfristigen Investitionen in Humankapital. Diese Arbeit wird durch die Diskussion alternativer Mechanismen abge-schlossen und unterstreicht dabei die Komplexität von politischen Präferenzen und Einstellungen.
Abstract
(Englisch)
Climate change and its impact on societies worldwide is subject to an ongoing debate in political systems, especially in the developed world. While such debates are often led in purely scientific or economic terms, they tend to overlook the context in which the impact of climate change will manifest. One of these contextual factors is the welfare state and its capability to palliate social risks. Such social infrastructure is made necessary by societal transformations putting new groups in societies under risk. Thus, assessing new risks, such as climate change, in the context of existing social risks seems intuitive. Thereby, climate change is addressed as a social question. However, this thesis asks this question more specifically, namely how do people’s social policy preferences influence their attitudes towards the environment across different welfare state regimes? First, a theoretical assessment of environmental attitudes, the welfare state and social policy preferences is conducted, in order to highlight possible interdependencies. Second, using data from the European Social Survey Round 8, exploratory factor analysis (EFA) helps identifying multiple dimensions of environmental attitudes. Thirdly, applying OLS regression analysis, the relationship between social infrastructure and environmental attitudes is highlighted. I find a significant effect of social policy preferences on environmental attitudes. However, a proposed long-term – short-term rationale cannot be sustained. That is, preferences for immediate compensations by the welfare state do not differ from social investment policy preferences in their impact on the willingness to pay for costly climate change adaptions policies. The thesis concludes by discussing alternative mechanisms and highlights the complexity of political preferences and attitudes.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
climate change environmental attitudes social policy social risks transformation of society welfare state regimes
Schlagwörter
(Deutsch)
Klimawandel Umwelteinstellungen Sozialpolitik soziale Risiken gesellschaftliche Transformation Wohlfahrtstaatregime
Autor*innen
Benedikt Seisl
Haupttitel (Englisch)
Conflict or complement?
Hauptuntertitel (Englisch)
assessing social policy preferences and environmental attitudes across European welfare state regimes
Paralleltitel (Deutsch)
Konflikt oder Komplement? - Anaylse von Sozialpolitikpräferenzen und Umwelteinstellungen in Europäischen Wohlfahrtstaatregimen
Publikationsjahr
2020
Umfangsangabe
65 Seiten : Diagramme
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Sylvia Kritzinger
Klassifikationen
89 Politologie > 89.39 Politische Systeme: Sonstiges ,
89 Politologie > 89.50 Politische Prozesse: Allgemeines
AC Nummer
AC15664687
Utheses ID
55475
Studienkennzahl
UA | 066 | 824 | |
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